Italienisches Olivenöl – zu 80% gepanscht?

Über Italien lacht die Sonne, über „Bio“ der Exporteur
Von Udo Pollmer

Italien ist berühmt für seine Küche, seine Lebensmittel, namentlich das Olivenöl und neuerdings auch für Bioprodukte. Es ist einer unserer wichtigsten Lieferanten von Biolebensmitteln. Mit diesem Image lässt sich viel Geld verdienen. Udo Pollmer ist wieder einmal dem schönen Schein auf der Spur.

Italienisches Olivenöl ist bekanntlich gesund – ach was, es ist nur gepanscht. Derzeit wird Italien von einem Ölskandal erschüttert. Demnach sollen stolze 80 Prozent des italienischen Olivenöls gar nicht echt sein – sondern nur Importware, minderwertiges Billigstöl aus anderen Ländern, das dann durch allerlei Panschereien auf „italienisches Olivenöl“ umgearbeitet wird. Das fertige Öl gelangt schließlich zum zehn- bis zwanzigfachen Preis in den Handel, möglichst als erste Pressung. Und was ist mit den restlichen 20 Prozent, sind die wenigstens echt? Das wüsste ich auch gerne, allein mir fehlt der Glaube.

Das Geheimnis, warum die Mittelmeerkost so vorteilhaft ist, liegt in der Statistik. Die Lebenserwartung eines Landes hängt naturgemäß vom Rentenbetrug ab. Je später Sterbefälle aktenkundig werden, desto länger wird die Rente bezahlt. Diese Daten korrelieren dann Ernährungsmediziner mit Olivenöletiketten oder Schätzungen des Tintenfischverzehrs. Dass die Menschen auf Kreta angeblich älter werden als die in Süditalien, liegt natürlich nicht an ihrer Ernährung oder den Aktivitäten der Mafia, sondern nährt den Verdacht, dass Rentenbetrug dort einfach besser funktioniert als auf Sizilien“.

Den gesamten interessanten Artikel von Udo Pollmer findet Ihr hier

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Tipp: In unserem Kochbuch viele Rezepte ohne italienisches Olivenöl.

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