Karatzaferis: „Lieber verhungern als den deutschen Stiefel“

von Freeman. Alles Schall und Rauch

„Stellt euch vor, von euch wird verlangt ein Dokument zu unterschreiben, aber drei Seiten fehlen. Ihr wisst gar nicht was drin steht. Dazu noch, das Dokument welches man euch aufzwingt ist in Englisch und nicht in eurer Sprache, Griechisch in diesem Fall. Würdet ihr es unterschreiben? Höre ich ein NEIN? Aber genau das verlangt die TRIOKA von den griechischen Politikern, die reinste Erpressung.

Die Griechen fühlen sich speziell von den Deutschen oder von Merkel erpresst, unter Druck gesetzt und quasi erobert. So wurde die griechische Zentralbank symbolisch in „Bank von Berlin“ umgetauft.“


„Der Vorsitzender der LAOS Partei, George Karatzaferis, hat in einer Ansprache erklärt, warum er sich geweigert hat die Vereinbarung mit der TROIKA zu unterschreiben. Er sagte, er verlangte eine Übersetzung des Dokuments, damit er es lesen konnte, da sein Englisch nicht besonders gut ist. Als er die Kopie erhielt war sie kürzer als die englische Version und es fehlten ganze Teile, einschliesslich der letzte Paragraph. Er verweigerte deshalb seine Unterschrift.

Wir sehen, die EU, Berlin und überhaupt die TROIKA gehen wie die Mafia vor. „Wir machen euch ein Angebot, das ihr nicht ablehnen könnt!“

„Eine Erniedrigung wird uns aufgezwungen. Ich werde das nicht akzeptieren … egal wie hungrig ich bin,“ sagte er. „Griechenland darf nicht und wird nicht ausserhalb der EU sein. Aber es braucht nicht den deutschen Stiefel!“

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Lieber verhungern als den deutschen Stiefel.

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4 Kommentare

  1. Das in Griechenland nicht alles so rennt wie es rennen soll ist uns wahrscheinlich allen klar .
    Das aber diese Land für alles her halten muss ist nicht fair und auch nicht real .
    Die USA sind auch pleite und kein Schwein kümmert sich darum!!
    In Italien ist Korruption und Schmiergeld auch nicht gerade von der Hand zu weisen .
    Und noch einige Länder mehr in der EU haben auch nicht gerade wenig Dreck am Stecken .
    Wenn man bedenkt wie viel Geld in Länder wie Polen, Rumänien, Bulgarien usw fließen und in der Versenkung verschwindet, dann kann ich vieles nicht wirklich verstehen!
    Es ist absolut ok das sich EU Länder untereinander unterstützen aber nicht mit zweierlei Mass .
    Ich bin Deutscher Staatsbürger, lebe seit 26 Jahren in Österreich, bin zweimal im Jahr auf Kreta und kann mich mit Frau Merkel, als Deutscher, nicht auf eine Stufe stellen !
    Ganz liebe Grüße Günther

  2. Antwort auf Herr Haschner,ich teile voll und ganz Ihre Meinung.Wir verbringen schon seit Jahren viele Urlaube auf Kreta, und wir haben nur sehr gastfreundliche, nette Griechen kennengelernt. Auch ich bin Deutscher Staatsbürger, heisse aber nicht Merkel und habe mit Ihr nichts am Hut. Auch ich finde es schlimm, wie die Medien schüren und drücke den Griechen die Daumen, dass sie bald aus diesem Sumpf herauskommen, vor allem werde ich auch weiterhin meinen Urlaub dort verbringen. Lieber bezahle ich für ein EU-Land,a ls für einen Krieg , den wir wieder mal irgendwo unter dem Deckmantel der Hilfe führen.
    Liebe Grüsse Sieglinde

  3. Wie jeder Griechenland-Urlauber sehen kann, hat die EU in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten *sehr* viel Geld in Griechenland investiert; das sollte man vielleicht bedenken, ehe man Vergleiche mit anderen Ländern zieht. Trotzdem hat es Griechenland geschafft, einen Schuldenberg anzuhäufen, den selbst der Verzicht der Privatanleger auf 100 Milliarden Euro (!) noch nicht nachhaltig schmälert.

    Ich persönlich kann das Gerede von der „Erniedrigung“ nicht mehr hören. Erniedrigend wäre es gewesen, wenn man 2009 Athen allein gelassen und die dann folgenden Hilfstransporte aus Bulgarien und der Türkei süffisant mit „geschieht Euch recht“ kommentiert hätte. Stattdessen hat man solidarisch den Griechen beigestanden und ihnen mit teilweise formal illegalen Krediten eine nun schon fast drei Jahre währende Schonfrist eingeräumt, in der sie ohne Chaos und in eigener Verantwortung eine Lösung finden konnten. Welchem Verbraucher, welchem Unternehmen wird sonst solche Barmherzigkeit zuteil? Da ist spätestens nach der zweiten Mahnung der Ofen aus.

  4. Ich stimme Tim Landscheid zu. Nicht zu vergessen, die unsinnig hohen Staatsausgaben, die viel zu geringen Einnahmen des Staates, fehlende Businessmodelle der Unternehmen und eine unternehmerfeindlicher Industriepolitik sowie das Versagen der gesamten politische Elite.

    Ergebnis jahrzehntelanger Vetternwirtschaft und Korruption. Geld in eine korruptes, bürokratisches System zu geben dient nur zu dessen Stabilisierung.

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