Kommt der „EU-Aufbaukommissar“ für Griechenland?

Es klingt wie die positive Variante von Angela Merkels Sparkommissar: Euro-Gruppen-Chef Juncker will einen EU-Kommissar einsetzen, der Griechenlands Wirtschaft „an europäische Standards“ anpassen soll.

Unmittelbar vor dem EU-Gipfel an diesem Donnerstag hat Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker einen eigenen EU-Kommissar mit Zuständigkeit für Griechenland gefordert. „Ich wäre sehr dafür, dass ein EU-Kommissar mit dem Aufbau der griechischen Wirtschaftsstruktur beauftragt wird“, sagte Juncker der Welt. Das sei nötig, weil die Wirtschaftsstruktur des Landes mit „der unseren in keiner Weise vergleichbar“ sei, sagte der Premierminister von Luxemburg weiter.

Hier im Video ein Interview mit dem EU-Abgeordneten Jorgos Chatzmarkis. Zwei Jahre her, aber wohl immer noch aktuell. Was ist eigentlich in zwei Jahren geschehen? Macht Euch selbst ein Bild.

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2 Kommentare

  1. Ich habe mir mein Bild bereits gemacht……..

    Mit großer Unterstützung von Jörg (Radio Kreta) haben wir in Kreta ein Projekt vorgestellt:
    „Diesel aus Müll“. Dieses könnte fast komplett aus diesen EU-Geldern finanziert werden. Es würde Arbeitsplätze schaffen, es amortisiert sich schnell und würde Diesel zu sehr moderaten Preisen produzieren. Gleichzeitig würde die Insel sauberer werden, weil der Müll plötzlich „Wert“ hat. Super Sache, auch auf Radio Kreta nachzulesen!

    Ich habe deshalb mit Herrn Chatzimarkakis direkt Kontakt aufgenommen, weil ich der Ansicht war, daß ihm Griechenland (Kreta) etwas mehr am Herzen liegt, als anderen. Weit gefehlt. Nach 6 Wochen!!! erhielt ich Antwort eines Vertreters, der weitere detaillierte Informationen wünschte. Diese erhielt er umgehend. Nach einer weiteren Woche kam ein lediglich eine Kontakt-email-Adresse in Kreta, an die man sich wenden könne.
    Ansonsten: Nichts, Nothing.
    Ich habe das Gefühl, auch er redet gerne nur, zeigt aber nicht wirklich Einsatz, wie alle anderen auch. Wundert euch also nicht über die derzeitigen ca. 3% liebe FDP-ler.
    Das wird auch nicht mehr besser!!

    Gruß

    Thomas

  2. Passend zum Interview und der Bemerkung, daß die Gelder sonst anderswo landen ist mir folgende Geschichte eingefallen:

    Eine griechische und eine italienische Stadt pflegen eine Städtepartnerschaft. Nach einiger Zeit besucht der griechische Bürgermeister seinen italienischen Kollegen in dessen Privathaus. Der Grieche ist sichtlich vom Luxus beeindruckt und fragt den italienischen Bürgermeister: “ Verdient man in Italien als Bürgermeister so gut, daß man sich all das hier leisten kann?“
    Der Italiener antwortet: „Kollege, sehen sie mal aus dem Fenster, sehen Sie die große Brücke dort drüben?“
    Der Grieche schaut aus dem Fenster und antwortet: „Ja, und?“
    Dann erklärt das italienische Stadtoberhaupt:
    „Diese Brücke wurde von der EU finanziert. Vierspurig, Radweg, Edelstahlgeländer und und und….! Wir haben die Brücke aber nur einspurig gebaut und eine Ampel installiert. Das war bedeutend billiger und vom ersparten Geld ließ sich so einiges finanzieren…!“

    Ein Jahr später trifft der italienische Bürgermeister im Privathaus des Griechen zum Gegenbesuch ein: Noch größerer Luxus, Bedienstete, goldene Wasserhähne……
    Er fragt:“ Verdient ihr Griechen als Bürgermeister soooo viel Geld?“
    Der Grieche antwortet: „Kollege, sehen sie mal aus dem Fenster, sehen Sie die große Brücke dort drüben?“
    Der Italiener schaut aus dem Fenster und antwortet wahrheitsgemäß: „NEIN??“

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