Kommunale Zusammenarbeit mit Griechenland wird konkret

Die deutsch-griechische Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene nimmt nach Angaben des baden-württembergischen Gemeindetags konkrete Züge an.

Rolf Geinert

In Thessaloniki und Athen gebe es nun jeweils ein Büro, in dem deutsche Bürgermeister ehrenamtlich für Gespräche mit den griechischen Kollegen zur Verfügung stünden. Inzwischen seien etwa 30 Experten von deutscher Seite im Einsatz – die meisten von ihnen seien ehemalige oder noch amtierende Bürgermeister. Es handelt sich um ein deutsch-griechisches Projekt, bei dem der Gemeindetag Baden-Württemberg die Federführung übernommen hat, an dem aber auch Experten aus anderen Bundesländern teilnehmen können.

Der Koordinator für das Projekt, der ehemalige Oberbürgermeister von Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis), Rolf Geinert, nannte Müllprobleme als das dringendste Thema, das angesprochen werde. Auf einigen griechischen Inseln gebe es einen regelrechten Müllnotstand, weil die Kommunen nicht wüssten, wohin mit dem Abfall.

Viele Nachfragen gebe es auch zur Entwicklung von Tourismuskonzepten. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien könne viel in Griechenland getan werden, meinte Geinert. Der Präsident des Gemeindetags, Roger Kehle, sagte, es gehe nicht darum, den griechischen Kollegen die Welt zu erklären, sondern um einen „Wissenstransfer“ mit gegenseitigem Vertrauen und kollegialem Austausch. Schnelle Erfolge seien aber wohl nicht zu erwarten – dafür seien die kommunalen Probleme in Griechenland zu komplex.

Das Projekt läuft mit Unterstützung des Griechenland-Beauftragten der Bundeskanzlerin, Hans-Joachim Fuchtel. Der CDU-Politiker ist parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium.

Quelle: Focus.de


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