Kreta kreativ: Hoteliers schlagen Eintritt für die Strände von Balos und Elfonissi vor.

Hoteliers der Präfektur Chania schlagen eine  Eintrittsgebühr von 10 Euro/Person für die weltberühmten Strände von Balos und Elafonisi vor, wie einem bei greekreporter.com erschienenen Artikel zu entnehmen ist.

Der Vorschlag, der den für besagte Strände zuständigen örtlichen Behörden vorgelegt wurde besagt, dass die Erhebung einer Gebühr für den Schutz der Umwelt erforderlich ist. „Diese Strände sind von der unkontrollierten Flut von Menschen gefährdet“, konstatiert die Vereinigung der Hoteliers der Region Chania.

Elafonisi

Das 10-Euro-Eintritts-Ticket würde der permanenten Überfüllung dieser Strände vorbeugen und denjenigen, die bereit sind zu zahlen, eine noch schönere Stranderfahrung bieten.
 
Die Vorschläge umfassen auch ein 12h/Tag geöffnetes Ticketbüro an beiden Stränden, sowie ein komplettes Verbot von Wohnwagen, Wohnmobilen und freiem Camping.

„Es liegt in unserer Verantwortung, diese Bereiche zu schützen, da sie ein Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern sind und ein Referenzpunkt für die touristische Entwicklung ganz Kretas sein können“, betonen die Hoteliers.

Klar ist allerdings auch, dass dies ein radikaler Vorschlag ist, der u.U. die lokal ansässigen Bewohner, die in den Sommermonaten ebenfalls diese Strände von außergewöhnlicher Schönheit zumindest am Wochenende genießen wollen, auf die nicht vorhandenen Palmen bringt.

Kleines Rechenbeispiel für eine Familie mit 3 Kindern,  die einen Tag in Elafonissi verbringen will – Start und Rückkehr Paleochora: Bootsfahrt (einfach), je nach Alter der Kinder 35,- oder 50,- Euro – macht hin und zurück schon mal 70,- oder 100,- Euro. Plus „Eintritt“ am Strand: 50,- Euro, schlägt alles schonmal mit 150,- Euro zu Buche. Und gegessen und getrunken hat man dann noch nix. 

Viel Spaß all denjenigen, die sich das leisten können und wollen – Ihr werdet sicher viel Platz haben. Und den Kantinenbetreibern dort ein herzliches Beileid zur kreativen kretischen Kurtaxe.

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3 Kommentare

  1. 2 Euro würden auch reichen. 10 Euro sind total übertrieben und hat zur Folge das keiner mehr hinfährt.

  2. Cui bono? (Wem nutzt es?) Euer Rechenbeispiel zeigt für mich deutlich, dass allem Anschein nach die Hoteliers, von denen dieser Vorschlag kommt, diesen nicht ohne ein gewisses Maß an Eigennutz gemacht haben, denn wer einen Tag an den besagten Stränden verbringt, trägt sein Geld auch weg von den Hotels.
    Aber Vorsicht: Zahlende Gäste meinen nicht selten, dass sich um ihre „Mitbringsel“ (Verpackungsmüll usw.) dann schon „jemand anders“ kümmern wird.
    Ausgenommen von solch einer Regelung, so sie denn kommen muss, sollten auf jeden Fall die Einwohner Kretas (Ausweispflicht). Da könnte aber das Anti-Diskriminierungsverbot der EU gegenstehen (es gab so etwas ähnliches schon Mal in einem Freibad in Deutschland; Einwohner ermäßigter, (Urlaubs-)Gäste höherer Eintritt. Folge: Klage. Ausgang: Darf nicht mehr so gemacht werden).

  3. Kalispera, ich würde diese Meldung nicht überbewerten, ist für mich eher eine Sommerloch-Meldung. Solche und ähnliche Meldungen gibt es immer wieder auf Kreta.

    Davon mal abgesehen kostet Balos schon Eintritt.

    vg, kv

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