Mythos Tisch

Kreta und seine Mythen.

Griechische Mythen auf Kreta

Griechenland ist das Land der Mythen und Geschichten, der Orakel, Götter und Könige. Viele der mythischen Geschichten wurden in unterschiedlichen Versionen übermittelt, ihr Kern ist jedoch gleich. Kreta ist Teil der bekanntesten Mythen der Griechen und hat eine besondere Verbindung zum Göttervater Zeus, dem Herrscher des Olymps.

Griechische Orakel

Professionelle Hellseher und Wahrsager, wie man sie heute beispielsweise von Questico kennt, blicken in die Zukunft und finden Antworten auf unsere Fragen. Die Praktiken beruhen auf Traumdeutungen und Orakeln der alten Griechen und Römer. In der griechischen Antike gab es mehrere berühmte Weissagungsstätten, sogenannte Orakel, die diese Aufgabe übernahmen. Zu den bekanntesten zählen das Orakel von Delphi, Lebadeia, Abai und Oropos. Der Mythologie nach galt das Orakel von Delphi für lange Zeit als Mittelpunkt der Welt. Grund dafür war Zeus. Er soll von den beiden Enden der Welt je einen Adler fliegen lassen haben – sie trafen sich in Delphi und machten die Stadt zum Mittelpunkt der Erde.

Zeus auf Kreta

Kronos, der jüngste Sohn der Gaia (Erde) und des Uranos (Himmel) war Herrscher der Welt und Begründer des Goldenen Zeitalters. Aus Angst, die Kinder könnten ihn des Thrones enterben, ließ sie Vater Uranus alle töten. Kronos aber kam ihm zuvor und tötete seinen Vater, indem er ihn mit einer Sichel entmannte. Aus Furcht, seine eigenen Kinder könnten es ihm gleich tun und ihn entmachten, fraß er sie alle auf. Seine Rhea verheimlichte ihm allerdings die Geburt ihren jüngsten Sohnes Zeus.

Spiros in Matala. Der kennt Mythos und Mythen.

Sie gebar ihn auf Kreta – in einer Höhle im Dikti-Gebirge. Anschließend brachte sie ihrem Mann Kronos einen Stoffwickel voller Steine, den dieser verschlang, weil er glaubte, es sei das neugeborene Kind. Zeus aber wurde auf Kreta heimlich von den Nymphen Ide (Namensgeberin des Ida-Gebirges) und Adrasteia aufgezogen. Nymphen zählen in der griechischen Mythologie zur Gruppe der Halbgötter und Geister und gelten als sehr naturnah und freundlich. So auch Ide und Adrasteia. Sie gaben dem kleinen Zeus Milch der kretischen Wildziegen und Honig der Bienen, sie spielten mit ihm und wachten über sein Leben. Als junger Erwachsener machte sich Zeus nun auf den Weg zu seinem Vater. Er vergiftete ihn, sodass sich Kronos übergeben musste und alle seine Kinder wieder ausspuckte. Gemeinsam töteten die Kinder den Vater, und Zeus wurde Herrscher der Welt und oberster olympischer Gott.

Europa und Kreta

Zeus war ein Frauenheld und hatte alsbald die schöne Europa, Tochter des Königs von Phönizien, im Blick. Als sie eines Tages am Strand spielte, kam Zeus in Gestalt eines Stieres zu ihr. Als Europa den Stier bestieg, stürzte er in die Fluten und entführte sie nach Kreta. Nach den Überlieferungen kamen sie in Matala an Land. Matala war einst ein verschlafenes Fischerdorf, das in den 1960er Jahren zur Hippie-Hochburg und im vergangenen Jahr Gegenstand eines herzlichen Fotobuches wurde.

Heute ist Matala ein kleiner Touristenort, der vor allem wegen seiner Höhlen berühmt ist. Zeus und Europa verweilten hier aber nicht. Sie gingen nach Gorty, wo Zeus die schöne Europa zur Frau machte und mit ihr die drei Söhne Minos, Rhadamanthys und Sarpedon zeugte. Minos wurde später zum König von Kreta und ließ die mächtige Labyrinth-Höhle erbauen, um darin den Minotaurus – halb Mensch, halb Stier – einzusperren.

Schöne Geschichte: Gortyn – Eine Anekdote aus dem letzten kretischen Urlaub.


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