Eine schöne Geschichte zum Thema “kretische Nachnamen” hat uns unser Freund Manos Dermitzakis erzählt.
Die Tatsache, dass fast alle Familiennamen hier auf -akis enden, ist sicher schon den meisten von Euch aufgefallen. In Festland-Griechenland ist das anders – aber warum?
Nun, die Endung „aki“ ans sich ist ja eine Verniedlichung – wer kennt nicht den heißgeliebten “Kafedaki”, das lebenswichtige “Neraki” und unseren “Skilaki” Mitsos?
Zu übersetzen ist das -aki-Anhängsel mit „chen“ oder „lein“, was jeden Namen und jedes Ding verniedlicht (Kaffeechen, Wässerlein, Hündchen etc.).
Diese Besonderheit, die in diesem Ausmaß nur auf Kreta zu finden ist, stammt aus der über 400 Jahre währenden türkischen Besatzungszeit. Die Türken waren nämlich nicht nur Meister der physischen, sondern auch der psychologischen Kriegsführung.
Die türkischen Eroberer haben offiziell die Nachnamen aller Einheimischen mit dieser Endung versehen, um sie lächerlich zu machen, zu erniedrigen und um damit ihren Stolz zu brechen. Deswegen finden sich in >95% aller kretischen Telefonbücher Nachnamen, die auf -akis enden.
Es gibt laut Manos (Foto re) nur 3 Ausnahmen: die Dörfer Anógia, Sfakiá und Kritsá - hier findet man überdurchschnittlich viele Bewohner, deren Nachnamen nicht auf -akis enden, z.B. Xylouris, Solou, Dalaras, Mouskouri.
Wenn die Türken mit ihrer “Verniedlichungsaktion” beabsichtigten, den Stolz der Kreter zu brechen, ist es ihnen in diesen 3 Dörfern nachweislich nicht gelungen.
Aber auch alle -akis Kretas tragen die Namen mit der niedlichen Endung mit stolzgeschwellter Brust und sagen: Ja ich bin ein Kreter!

Genau wie unser Manos Dermitzakis! Danke Mano, für die kleine Geschichtsstunde!










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