Langsam wieder positive Touristenentwicklung auf Kreta

Langsam wieder positive Touristenentwicklung auf Kreta

Nachdem es um den Tourismus auf Kreta, ähnlich wie im Rest Griechenlands, jahrelang nicht allzu gut bestellt war, erholen sich die Touristenzahlen seit letztem Jahr wieder leicht. Ein Umstand, der wohl nicht zuletzt den gesunkenen Preisen und den Unruhen im arabischen Raum zu verdanken ist. War Griechenland 2012 touristisch immer noch wenig nachgefragt, nutzen viele jetzt die günstige Möglichkeit, ein ihnen neues Land zu entdecken. Wie aktuell der Besuch der Kanzlerin in Griechenland zeigt, ist die Stimmung der Griechen den Deutschen gegenüber wieder deutlich entspannter. Es muss also nicht mit offenen Anfeindungen gerechnet werden muss, wovor Boulevardmedien noch Ende letzten Jahres warnten, wie das folgende Video erläutert.

Mund-zu-Mund-Prodaganda ist die beste Werbung

Neben den Kanarischen Inseln, Tunesien und der Türkei verbuchte Griechenland bereits im vergangenen Jahr deutlich mehr Buchungen als in den Vorjahren. Allgemein ist die Reisedauer der Deutschen aber in den letzten Jahren gesunken. Blieben sie vor zwanzig Jahren auch gerne mal zwei bis drei Wochen am Meer und fokussierten sich hauptsächlich auf einen Urlaub im Jahr, geht der Trend aktuell hin zu mehreren, dafür kürzeren Urlauben pro Jahr. Nach wie vor funktioniert Mund-zu-Mund-Propaganda in der Reisebranche als eines der besten Zugpferde. Glückliche Urlauber erzählen Freunden und Familie von ihrem Aufenthalt und machen diese neugierig auf Land und Leute, nicht zuletzt durch im Urlaub aufgenommene Fotos. Egal ob auf dem Laptop, im Fotoalbum, in den zahlreichen Online-Netzwerken oder auf Leinwand oder Klebefolie gedruckt: Fotos wecken Sehnsüchte und Erinnerungen.

Griechische Inseln bei Urlaubern besonders beliebt

Und die Mund-zu-Mund-Progaganda scheint funktioniert zu haben: Die Umsätze deutscher Reisebüros für Urlaubsziele in Griechenland im Sommer dieses Jahres stiegen im Vergleich zu 2013 bereits um ganze 52 Prozent. Dies ist laut Gesellschaft für Konsumforschung der höchste Anstieg für europäische Urlaubsdestinationen in diesem Jahr. So kletterte Griechenland aktuell auf den dritten Platz der beliebtesten Urlaubsländer – übertroffen nur von Spanien und der Türkei.

Die Griechischen Inseln verzeichnen einen noch deutlicheren Buchungsanstieg als das griechische Festland. Betrug der Anstieg an Buchungen für das Festland im Jahre 2013 lediglich zehn Prozent, konnte Kreta 15 Prozent mehr Urlauber und Rhodos sogar 25 Prozent mehr verzeichnen. Für die Griechen selbst sind die derzeit günstigen Preise natürlich eher unschön. Wenn sie aber dafür sorgen, dass Urlauber die Scheu vor dem krisengebeutelten Land verlieren, haben sie doch wieder ihr Gutes. Entspannt sich die Situation im Laufe der Zeit weiter, wird auch die Tourismusbranche in Griechenland mehr Einnahmen generieren können. Dass die Deutschen durchaus bereit sind, in ihren Urlaub zu investieren, verdeutlichen die folgenden Zahlen: 2013 gaben die Deutschen knapp 65 Milliarden Euro für Reisen ins Ausland aus und leben somit immer öfter nach dem Motto: „Collect Moments, not Things“.


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