Meligalá – Kein Ort, wo Milch und Honig fließen

Unser festlandgriechisch-schweizer Freund Alex Jung hat uns dankenswerterweise ein Exemplar seines Buches „Meligalá“ zukommen lassen. Leseratte, die die Verfasserin dieses Artikels nun mal ist, hat sie sich auch in einem dreiviertel Tag durch die 265 spannenden Seiten des Thrillers geschmökert. Mit Begeisterung!

Alex beschreibt historisch sehr fundiert die Gräuel des 2.Weltkrieges und des anschließenden Bürgerkrieges in Griechenland; die Geschichte an sich spielt allerdings hauptsächlich im 1. Jahrzehnt des 3. Jahrtausends. Dennoch sind Tradition, Familienehre und griechische Sturheit ein integraler Bestandteil des Plots, wobei natürlich auch Liebe, Vertrauen, Freundschaft und – späte – Einsicht nicht zu kurz kommen.

Ein Buch, das zum Mit- und Nachdenken anregt, die Tragik verpasster Momente deutlich macht, einen an nicht-wieder-gutzumachendem fast verzweifeln lässt und dennoch einen guten Ausgang findet – naja, zumindest für die Überlebenden!

Aber Alex, dass du auch noch Mitso hast sterben lassen, nehmen mein Mitso und ich dir wirklich übel – der arme Kerl, Menno!

Von Radio Kreta als absolut lesenswert befunden! Prädikat: wertvoll.

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Klappentext „Meligalá“ von Alex Jung,
erschienen April 2010 im Verlag AAVAA, Berlin (www.aavaa.de)
ISBN 978-3-86254-001-3
260 Seiten, broschiert

Der Tod des Bruders zwingt Theo Maroulis, nach zwei Jahrzehnten aus seiner Wahlheimat Australien nach Griechenland zurück zu kehren.
Es erwartet ihn aber mehr, als er befürchtet hatte, denn auch sein Vater verstirbt kurz vor seiner Ankunft. Auf der Beerdigung trifft Theo seine ehemalige Verlobte Tassia. Es sollte eine einmalige Begegnung sein, denn seine alte Liebe ist verheiratet und darf sich nicht mehr mit ihm treffen, obschon beide merken, dass ihre Liebe die Zeit überdauert hat. Als Tassia jedoch in ihrer Familie eine unfassbare Entdeckung macht, überstürzen sich die Ereignisse. Die Suche nach der Wahrheit führt sie in die dunkelsten Tage der griechischen Nachkriegsgeschichte. Wird die Vergangenheit Theo und Tassia wieder zusammen führen oder beide vernichten? Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich auf ein gewagtes Spiel einzulassen.

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