„Mitso´s Welt“ – Im Kampf gegen den Krebs

SüßwasserkrebsAlso was einem hier so alles passiert, tststs… – echt unglaublich.
Da war ich doch neulich abend nochmal mit meinem Frauchen Gassi, einmal hoch zu den Gewächshäusern der Scheffs meiner schwangeren (ich war’s nicht, ehrlich!!) Freundin und wieder zurück, da sehen wir – also mein Frauchen und ich – mitten auf der asphaltierten Straße, direkt gegenüber eines der Gewächshäuser, so einen – hmmmm, wie soll ich das nennen?… – naja, so einen Krebs sitzen!
Einen Krebs! Auf dem Berg, Mitten in der besten Gewächshaus- und Olivenanbaukultur Fermas! Kein Wasser weit und breit! Oder war da grade ein Tsunami???

Frauchen versuchte, dieses Krustentier dann mal ein bisschen zur Bewegung zu animieren. Das schaffte sie auch, das gepanzerte Etwas richtete sich irgendwie senkrecht auf und schien allem und jedem zu drohen, der sich in ca. 5 cm Entfernung auf max. ca 10 cm Bodenhöhe befand.
Doch dann rumpelte von hinten ein mit Gemüse vollbepackter Pick-Up die Straße entlang, was Frauchen dazu nötigte, dem kleinen Krebs einen Side-Kick in Richtung Grasnarbe zu verpassen. Der flog dann auch schon in einer schönen Parabel direkt in die Büsche, von wo aus er sich dann seitwärts weiter bewegte.

mitso-mit-krebsSoweit alles gut, wir setzten unseren Nachhauseweg fort, war ja nicht mehr weit. Nur – Frauchen war seltsam ruhig. Das ist sie eigentlich nur, wenn sie nachdenkt oder pennt. Da sie aber eindeutig wach war, war wohl ersteres der Fall.
Dann – zu Hause angekommen – schnappte sie sich ihre Gartenarbeits-Handschuhe und sagte „Mitso, wir gehen nochmal runter nach dem Panzertier schauen“.
Jippiie, doch nochmal los, auch wenn es schon dunkel wurde.
Also, zurück zur Fundstelle, war für Frauchen aber schwierig. Sie kann ja besser gucken als ich, aber ich kann besser schnuffeln. Und ich alter Panzerknacker hab das Panzertier auch aufgespürt – Frauchen merkt sowas immer, wenn ich wie blöd rumhüpfe, belle und grabe.
Sie hat das Krabbeltier dann aufgenommen, nach Hause gebracht und in eine Schüssel mit Wasser gesetzt.

Und dann ran an den PC und „Krebse Kreta“ gegoogelt. Und siehe da: es ist ein kretischer Süßwasserkrebs! Wir haben ihn Dieter (mein Name ist Krebs, Dieter Krebs) getauft, ihm auf unserem Gelände einen kleinen Teich gebuddelt und heute freigelassen. Mal schauen, vielleicht bleibt er ja mein Kumpel.
Wobei – der läuft immer seitwärts, das ist schon komisch. Und spielen mag er auch nicht wirklich mit mir.
Na, aber mal sehen, was mir sonst hier noch so über den Weg läuft – bin ja offen für alle neuen Bekanntschaften!

Euer Mitso – der Superschnüffler

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