Mitso´s Welt: Ein tierischer Hilferuf.

Hallo an alle Zwei- und Vierbeiner da draußen – heute melde ich mich nach einem ziemlich turbulenten Sommer mal wieder hier zurück – und das auch gleich mit einem kleinen Hilferuf: mein kleiner Kumpel Bubu braucht ein neues zu Hause!

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Bubu, immer im Mittelpunkt.

Nun aber mal von Anfang an – und der Anfang war am Freitag letzter Woche. Da war ich nur kurz mit Frauchen einkaufen (also ich hab auf das Pony aufgepasst…) und diesmal hat sie länger gebraucht als sonst, wenn sie nur kurz rausspringt und sagt: „pass schön auf, geht ganz schnell, bin gleich wieder da!“.

Ich fing schon an mich zu wundern, wurde aber bald aufgeklärt: Da gibt es hier in Paleochora ja diese Tierschützer, die nennen sich P.A.W.S (Paleochora Animal Welfare Society) und kümmern sich um kleine Streuner, egal ob Hund oder Katz. Sie haben auch in vielen Läden im Dorf Sammelboxen aufgestellt, machen ein paar mal im Jahr Flohmärkte zugunsten der Streuner und haben ein kleines tierisches Obdachlosenlager in der Nähe des Hafens eingerichtet, wo die Racker zumindest ein Dach über dem Kopf und was zu Fressen haben.

Damit es den Streunern aber in Zukunft besser geht, versuchen sie natürlich auch immer, die Kleinen oder auch Großen an tierliebe Menschen weltweit zu vermitteln. Das ist natürlich gar nicht so einfach, denn oft handelt es sich um Touristen, die vor allem von den Katzen- und Hundebabies einfach entzückt sind und unbedingt eines davon mitnehmen wollen. Davor hat der liebe Gott zumindest für die europäischen Mitgliedstaaten aber natürlich noch entwurmen, impfen und chippen gesetzt, was normalerweise aber auch nicht sooooo das Problem ist, wenn die Kleinen, na sagen wir mal, so 3 Monate oder älter sind.
Für andere Länder gelten da aber andere Bestimmungen, z.B. Quarantänen u.ä. – und das macht die Sache dann schon schwieriger oder doch zumindest langwieriger.

Warum ich Euch das alles erzähle? Nun, weil genau da der Hase im Pfeffer liegt….:

Was war also im anfänglich erwähnten Supermarkt passiert? Tja, mein Frauchen wurde von Sigi von „PAWS“ angesprochen, sie hätte da mal ein Anliegen und hat von einer Bekannten (danke dann auch, Timmy ;-)!) den Tipp bekommen, dass meine Herrchen da vielleicht helfen könnten. Es handelt sich um einen kleinen Hund, in den sich schon die verschiedensten Leute „unsterblich“ verliebt hatten und die ihn adoptieren wollten. Und ganz oben auf der Liste stand ein Paar aus Israel! Tja, und um einen Hund nach Israel zu verfrachten, müssen Blutuntersuchungen gemacht werden – und die Ergebnisse müssen natürlich in Ordnung sein.

Zu diesem Zweck wollten die Leute von PAWS den kleinen Streuner von der Straße wegbringen (nicht, dass er sich da noch was einfängt!) und übergangsweise in Pflege geben. Dann sollten nächste Woche die Bluttests gemacht werden, deren Auswertung zwischen zwei und vier Wochen dauern sollten und dann hätte es für den kleinen Pups schon losgehen können – in Richtung Israel (wobei ich mich dabei ja schon frage, ob die in Israel denn keine eigenen Streuner haben??!? Na, egal….)

Unsere kleine Farm.

Da wir ja jetzt eh auf einer kleinen Farm wohnen und mein einst so ruhiges Hundeleben seit 4 Wochen durch noch einen weiteren Hund und 19 Hühner sowieso massiv aufgemischt wird (ich werde noch ausführlich berichten….), haben meine Scheffs natürlich zugesagt. Einer übergangs“waisen“ Lösung, wohlgemerkt!

Und dann ging alles ratzfatz: nach anderthalb Stunden kamen Sigi und Heike mit „Jackie“ an. Sogar ich muss zugeben, dass das ein wirklich süßer kleiner Fratz ist. Für meinen Geschmack etwas zu „hibbelig“, aber naja, er ist ja auch noch ein Baby, aber wirklich sehr freundlich und lustig. Also gab es auch von mir ein „Herzlich Willkommen auf Zeit, kleiner Racker!“ und die Wartezeit fing an, wann denn das mit den Bluttests passieren kann.

Tja, und dann kam es, wie es kommen musste – und dem geneigten Leser wird weiter oben sicher schon aufgefallen sein, dass fast alles im Vergangenheits-Konjunktiv geschrieben ist („hätte alles so sein sollen“) – die so „unsterblich“ in diesen kleinen Hund verliebten Israelis sind abgesprungen…. Hmmm, mal kurz überlegen:

  • Vorteil ist: keine Bluttests nötig
  • Nachteil: was nun?
  • Lösung: ein neues, dauerhaftes zu Hause für den kleinen zu finden!

Und hier kommt Ihr in´s Spiel: Wer von Euch verliebt sich spontan und ernsthaft (!) in diesen süßen Fratz und will ihn entwurmt, geimpft und gechippt für immer bei sich aufnehmen?

Ein paar technische Daten (alle Stand Ende Oktober 2015):

Alter: ca. 12 Wochen
Abmessungen:
* Schulterhöhe: 35 cm
* Nasenspitze bis Schwanzansatz: 60 cm
* Nasenspitze bis Schwanzspitze: 80 cm
Fassungsvermögen: 1 kleine Dose Welpenfutter/Tag, 1-2 Leckerlis für „Zwischendurch“
Gewicht: 5 kg

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Tierlieb ist er, der kleine Racker.

Und noch ein paar Eigenschaften des Kleinen, den ich von „Jackie“ für mich zu „Bubu“ umgetauft habe, denn „Bubu“ macht er zum Glück auch noch viel: Er ist verspielt, verschmust, anhänglich, lieb, neugierig, etwas nervös und schreckhaft, schlabbert alles ab, was ihm in die Quere kommt (große Hunde und kleine Katzen inclusive), zerkaut mit Vorliebe Plastik-Flip-Flops und Textil-Hundeleinen und kann furchtbar lieb gucken.

Wäre toll, wenn sich ein liebevolles neues und dauerhaftes Zuhause für Bubu finden würde, wo er seine wirklich reizenden Charaktereigenschaften voll entwickeln könnte. Naja, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein täte ihm auch noch ganz gut – denn ich glaube, tief in ihm drin steckt ein echtes Löwenherz!

Also gebt Euch einen Ruck und meldet Euch bei uns – Flugpaten zumindest nach München und Hamburg stehen auch schon für November und Dezember bereit!

Ich zähle auf Euch!
Euer  Mitso

Mehr Tierschutz gibt es hier.


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Ein Kommentar

  1. Tja es wäre wirklich toll wenn der Kleine eine liebevolle Heimat finden würde.
    Herzlichen Dank für die Mithilfe und Unterstützung und lasst uns die Daumen bzw. Pfoten drücken.
    Sigi von PAWS

Kommentare sind geschlossen.