Mitso´s Welt: Hundesteuer? Das wird teuer….

Mitso

Meine Güte, es ist doch immer mal wieder gut, morgens recht früh aus den Federn zu krabbeln und mit Herrchen auf nen Frappé in´s Kafenion zu fahren – da erfährt man Dinge….. Ihr werdet´s nicht glauben!

Diesmal geht es – mal wieder – um Geld, Steuern und Staat. Und ausnahmsweise auch mal um uns Fellnasen! Ob das in diesem Fall so gut ist, sei dahingestellt. Der vorliegende Sachverhalt ist jedenfalls erst mal dieser:

Die Wirtschaftsdelegation der griechischen Regierung erwägt im Rahmen der Modernisierung des Steuersystems, Haustiere in der Steuererklärung (to Ekkatharistikó – το Εκκαθαριστικό) zu berücksichtigen. Naja, „berücksichtigen“ ist da vielleicht eher ein kleiner Euphemismus, denn es geht darum, über die Art, Anzahl und Größe von Hund, Katze, Maus, Karnikel und Kanarienvogel oder sonstigen vierbeinigen bzw. geflügelten Mitbewohnern (kein Scherz!!!) Rückschlüsse auf die „tatsächliche“ (also nicht unbedingt die deklarierte….) Einkommenssituation des Steuerpflichtigen zu ziehen. Somit wird ein Haustier, je nach Art, Rasse und Größe auch als „Asset“, also als Vermögensgegenstand mit in die Steuererklärung einbezogen.

Troika oder Quartett

Dieser Vorschlag wurde bereits dem „Quartett griechischer Kreditgeber“, bestehend aus Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB), Europäischem Stabilitätsmechanismus (ESM) und Internationalem Währungsfonds (IWF) unterbreitet. Die Entscheidung darüber wird mit Spannung erwartet….

Desweiteren wird der Steuererklärungsanwärter auch verpflichtet, die Kosten für den Unterhalt seiner fellnasigen und/oder gefiederten Freunde anzugeben – das würde sich ja dann vielleicht – falls abzugsfähig – sogar steuerlich günstig auswirken… Für die Haustier-Deklarierung muss dann übrigens ein Anhang zum Blatt 4 der E1 Steuererklärung ausgefüllt werden – na dann: viel Spaß!!!

Im Kafenio

Soweit, so gut. Aber nun habe ich auch, brav unter Herrchen´s geliebtem Kafenion-Stuhl halbschlafend mitbekommen, dass der Kreter an sich da natürlich wieder einen Riesenbeschiss wittert: dieses Jahr geben also alle Griechen ihre Haustiere an, um vielleicht Steuern zu sparen. Und was komt nächstes Jahr?

Eine Hundesteuer nach deutschem Modell? Hmmm, Leute Leute, ich hab da so meine Zweifel und hoffe nur, dass kein Grieche dieses Jahr zwecks Steuerersparnis 10 Hunde angibt, von denen er dann die 2-3 reell existierenden nächstes Jahr wegen Hundesteuer aussetzt oder über den Jordan schickt…

Mit mulmigem Gefühl im Bauch,
Euer Mitsos

Quelle: Chaniapost.eu und lokales Kafenion (7h30 täglich).

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