Mitso´s Welt: Neulich beim Tierarzt – mit 11 Hundewelpen!

Wie neulich schon berichtet, hat Anfang letzter Woche, pünktlich zum Ende des Karnevals mal wieder irgendso ein übriggebliebener – oder besser zurückgebliebener – Narr (um nicht zu sagen: Vollpfosten!) 6 Mini-Welpen an der PAWS-Fütterungsstation hier am Hafen abgeliefert. Natürlich, wie immer, in einer Nacht-und-Nebelaktion, der Mistkerl ist uns leider nicht bekannt, allerdings sehen die Welpen genau so aus wie Welpen aus bereits 3 anderen Würfen in den letzten 3 Jahren, was haarscharf auf die selbe Mama hinweist.

Mag sein, dass dem einen oder der anderen meine Betitelungen dieses „Welpenaussetzers“ etwas zu harsch erscheinen, aber nach folgender Information bin ich mir sicher, dass viele von Euch noch ganz andere Benamungen für ihn haben – und viele fiese Ideen, was man mit diesem Deppen machen sollte…

Denn: die sechs Babies waren maximal 3 Wochen (!!!!) alt – d.h. sie gehören eindeutig noch für mindestens 2 Monate zu ihrer Mama an die Zitzen. Sie sind winzig klein, wiegen grade mal 1 kg und waren voller Zecken. Das lässt darauf schließen, unter welchen Umständen die Mama gehalten wird.

Kleine Idee gefällig, was mit „voller Zecken“ gemeint ist? Schaut hier:

Puppy mit Zeckenbefall 1

Ein Baby dieses Wurfes wurde bereits am 3. Tag tot gefunden – da waren´s nur noch fünf. Aber nur sehr kurzfristig, denn am nächsten Morgen  wurden nochmal 6 neue Welpen gefunden, diese ein bisschen größer, geschätzte 7 Wochen alt und alle um die 3 kg – aber die werden scheinbar auch groß!

Nun gut, da waren es dann 11, die täglich morgens von Frauchen mit VetoMune versorgt werden, die ganz kleinen kriegen Milchpulver mit Wasser oder Kondensmilch mit Wasser, die etwas Größeren bekommen schon „Junior“-Dosenfutter.

Welches Glück: Wir haben eine Tierärztin im Dorf

Und natürlich sollten alle so schnell wie möglich zum Tierarzt. Seit einiger Zeit hat ja Georgia Loufardaki aus Voukoulies eine kleine Praxis hier, in der sie Dienstags und Freitags von 10h – 14h behandelt. Die größeren sollten erst mal generell durchgecheckt und entwurmt, sowie geimpft (nur nicht gegen Tollwut, denn dazu sind sie noch zu klein) und mit Antiparasitenspray behandelt werden.

Improvisation ist wichtig…

Da diese 6 Racker alle ziemlich lebhaft sind und Frauchen sie alleine im Auto transportieren musste, hat sie erst mal 3 in einen mit einem alten Bettlaken ausgelegten Karton gepackt und als diese mit ihrem Termin dann durch waren, die nächsten 3 angeschleppt. Soweit alles gut bei allen – ausser, dass es auch diesen Welpen gut getan hätte, noch ein bisschen länger bei ihrer Mama bleiben zu können…

Zum Glück war aber auch Zoi von PAWS bei der Tierärztin und die half direkt mit, denn für 3 wuselige Welpen müsste man eigentlich ein Oktopus sein, um die alle unter Kontrolle und auf dem Behandlungstisch zu behalten.

… und Zeit muss man haben

Tja, und dann die Frage von Zoi an mein Frauchen: „sag mal, hättest du noch Zeit (es waren mittlerweile knapp 2 Stunden vergangen, denn Georgia ist eine sehr sorgfältige und liebe Ärztin!)?“ Auf die Gegenfrage „im Prinzip ja – wozu?“ kam die Antwort „naja, wenn wir schonmal dabei sind, könntest du ja vielleicht auch noch die ganz Kleinen bringen, nur, damit Georgia sie sich mal anschauen kann!“

Gesagt getan, die 3 behandelten Racker wieder an den Hafen gebracht, die 5 Minis eingepackt und mit einem Karton voller fiepender, ängstlicher und zitternder Welpen wieder los zur Tierärztin. Wiegen, Entwurmen, Anti-Parasiten-Spray und dann „durften“ sie auch wieder zurück zu den anderen. Wobei es meiner Scheffin immer fast das Herz bricht, wenn sie die Babies dort zurücklassen muss – vor allem, weil wir grade so viel Regen hatten und es auch nicht wirklich warm ist. 

Kleine Eindrücke von diesem Tierarztbesuch:

Gut, das hatten wir ja prima rumgekriegt – uff. Und dann, am nächsten Tag, als Frauchen mein Herrchen und mich nach getaner „Hunderunde“ am Compound (derzeit 9 Hunde, drei davon Welpen, aber schon etwas älter und vor allem stabiler) und eben an der Fütterungsstation am Hafen vom Kafeetrinken abholte, konnte ich nicht fassen, was sie erzählte: nochmal 4 neue Welpen, auch viel zu klein (ca. 5 Wochen?), dazu deren Mama und ein zwar noch streundender, aber sich doch in der Nähe aufhaltender Papa.

Summa summarum derzeit 27 zu versorgende Hunde, von denen zwei oder drei mit etwas Glück Anfang März aureisen können:

Am Hafen aktuell also 15 viel zu junge Welpen, 1 Mama, 1 streunender Papa und Buffy, eins der „Höhlenwelpen“ vom letzten Winter, mittlerweile aber knapp 1,5 Jahre alt und immer noch nach einem zu Hause suchend.

Am Compound 6 Erwachsene, 1 Welpen von ca. 4 Monaten und 2 Welpen von 2-3 Monaten.

Wenn Ihr jetzt auch so sauer seid wie ich, Euch meine Kumpels trotz wirklich toller, liebevoller, fütterungstechnischer und vor allem medizinischer Betreuung durch die PAWS-Leute (und meinem Frauchen!) furchtbar leid tun und Ihr Euch deswegen vielleicht fragt, was Ihr tun könnt, um diese tapferen und engagierten Zweibeiner ggf. auch aus der Ferne zu unterstützen, dann geb ich Euch gerne ein paar Tipps:

  • Geld oder Sachspenden,
  • freiwillige Mitarbeit bei den „Herausforderungen“ hier vor Ort
  • durch Hilfe bei der Vermittlung dieser durchweg superlieben Kumpels in liebevolle und verantwortungsvolle Hände und zu Hause (vielleicht wollt Ihr so eines ja selbst anbieten?) und
  • durch Flugpatenschaften. 

So, nun hab ich mir meinen ganzen Kummer, meine Wut und meine Verzweiflung mal von der Seele geschrieben – jetzt will Frauchen mit mir Gassi gehen. Und das will ich auch und deswegen vertschüsse ich mich für heute, hoffe auf Eure Mithilfe und danke dafür schon im Voraus – auch und vor allem im Namen meiner (winzig-)kleinen, der bereits pubertierenden oder auch schon erwachsenen Kumpels!

Wir brauchen Euch! Danke!

Euer Mitso


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Ein Kommentar

  1. mir wüden da auch noch so viel mehr nette Worte als nur der Vollpfosten einfallen !
    Ich weiss aber das würde hier ausarten…ich lasse es lieber
    Wann begreifen diese Vollpfosten was sie da tun?
    Wann fangen sie an sich dafür zu schämen?
    Sich dafür zu schämen das sie diejenigen sind die solch ein Leid erst möglich machen.
    Kastration für Hunde und Katzen sollte auf Kreta PFLICHT werden.
    Anders ist diesen immer wieder kommenden Leid nicht beizukommen

Kommentare sind geschlossen.