Nigel Farage: Massive Wut könnte Griechischen Frühling heraufbeschwören

Die EU-Finanzminister haben sich in Brüssel getroffen, um das zweite Rettungspaket von 130 Milliarden Euro für Griechenland zu diskutieren. Doch das überschuldete Land muss noch eine Woche warten bis es an das Geld herankommt.

Das letzte Wort wird nächste Woche gesprochen werden, nachdem Griechenland eine Vereinbarung mit seinen privaten Gläubigern erreicht haben wird. Eine weitere nervöse Woche liegt vor den Griechen. Nigel Farage, Europa-Parlamentarier und Leiter der UK Independence Party sagt, die Opfer, die dem griechischen Volk auferlegt werden, würde das Land nur noch weiter in Schwierigkeiten bringen.

„Wenn wir eine Eurozone hätten, in der die verschiedenen Volkswirtschaften ungefähr gleich strukturiert wären, dann wäre ein Führungsanspruch Deutschlands in dieser Krise aus wirtschaftlicher Sicht durchaus gerechtfertigt“, so Nigel Farage. „Aber die Idee, einer Volkswirtschaft wie Griechenland, mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent und einer Wirtschaft, die dieses Jahr wohl wieder um 7 Prozent schrumpfen wird, Sparmaßnahmen ohne jegliche Konjunkturprogramme aufzuzwingen, ist verrückt,“ sagte Nigel Farage.

Rezepte, die aus wirtschaftlicher Sicht in Deutschland funktionieren, funktionieren nicht in Griechenland und aus politischer Sicht schon gar nicht. Ein Premierminister, der von Brüssel ausgewechselt und durch eine Marionette ersetzt wurde, könne keine Veränderungen bringen, die von den Wählern akzeptiert werden. Wenn die Menschen in einem Land nicht einmal mehr über ihre politische Zukunft selbst entscheiden können, dann werden sie eben massenhaft auf die Straße gehen. „Wir sahen letztes Jahr einen Arabischen Frühling. Es gibt überhaupt keinen Grund warum so etwas nicht auch in Südeuropa möglich sein sollte.“

Die Sparmaßnahmen sind hart aber notwendig. Aber Sparmaßnahmen, die von Brüssel aus diktiert werden, sind für Millionen Menschen einfach nicht akzeptierebar, sagte Nigel Farage.

Die Alternative für Griechenland ist, nach Nigel Farage, eine Rückkehr zur Drachme und eine Abwertung von 60 Prozent. Damit werde quasi über Nacht der Tourismus wieder angekurbelt werden. Niemand zweifelt daran, dass harte Sparmaßnahmen umgesetzt werden müssten.

Unglücklicherweise gibt es beim Euro aber keine Exit-Strategie für Länder, die aussteigen wollen. Von Anfang an haben die Politiker, die die EU geschaffen haben, geplant die „Vereinigten Staaten von Europa“ zu schaffen, ohne dies den Bürgern zu sagen. „Aus diesem Grund gibt es keine klare Exit-Strategie.“

Doch wenn die Politiker eines Landes entscheiden sollten, dass es Zeit ist, den Euro zu verlassen, dann wird niemand diesen Prozess aufhalten können.

Quelle: IBTimes.de

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