Nun wird´s ernst: Griechenland erhebt Bootssteuern.

Es tut sich was in Hellas. Bereits 2014 hatte der Staat eine hohe Abgabe für private Bootseigner und Charterfirmen beschlossen – die sogenannte „Reviergebühr“ – allerdings wurden diese Beschlüsse seitdem nicht umgesetzt. Nun scheint sie aber doch noch zu kommen, besagte Bootssteuer, wenn auch in modifizierter Form.

Was bisher geschah: die Bootssteuer wurde, wie gesagt, bereits 2014 beschlossen, aber entweder brachten Gesetzesentwürfe es nicht bis zur Beschlussreife, oder aber sie wurden verabschiedet, dann aber vom zuständigen Ministerium nicht umgesetzt. Also alles erst mal nur Makulatur. 

Mit dem Beschluss von 2014 ging natürlich ein Raunen durch´s Land, die Bootseigentümer und Charterfirmen kamen in´s Schwitzen und der eine oder andere hatte bestimmt schon einen „Plan B“ in der Kajüte – und alle warteten ab, was da nun auf sie zukäme. Und es kam….. – Nix. Was die Betroffenen natürlich hoffen ließ, dass das Thema einfach wieder einschlafen und in irgendeiner Ministerialablage verschwinden würde. 

Das war ja nun auch knapp 4 Jahre lang der Fall, um so überraschender ist die Information, dass die entsprechende Verordnung des Ministeriums für Schifffahrt und Finanzen nun scheinbar vom zuständigen Minister unterschrieben und auch bereits dem Finanzministerium vorgelegt wurde. Wenn besagte Verordnung nun dort nicht wieder „verschütt“ geht, sondern zügig unterschrieben wird, könnte die neue „Reviergebühr“ schon direkt nach der Veröffentlichung im Gesetzesblatt erhoben werden. 

Die aktuelle Verordnung im Überblick

Es ist nun aber nicht so, dass sich zwischen 2014 und 2018 nichts geändert hätte, denn die nun aktuelle Verordnung unterscheidet sich sehr vom vorherigen Entwurf, in dem z.B. Boote mit einer Länge unter 10 Metern komplett von der Steuer befreit waren. 2018 sind bereits Boote ab 7 Metern Länge von der Steuer betroffen.

Je nach Nutzung des Bootes und je nach dem, wie oft es in das betreffende griechische „Revier“ hineinsegelt oder -tuckert, wird eine monatliche oder – z.B. für Bootsbesitzer mit festem Liegeplatz – jährliche Gebühr fällig. Für Boote bis 12 Meter Länge werden pauschale monatliche und jährliche Beträge fällig, die zwischen 16-33 Euro/Monat bzw. zwischen 192-396 Euro/Jahr liegen. Für Boote über 12 Meter Gesamtlänge fällt ein Betrag von 8,- Euro pro Meter an – auch hier entweder monatlich oder jährlich zu entrichten.

Etwas undurchsichtig: Die neue Bootssteuer.

Da kommen dann schon gerne mal Beträge über 1.200 Euro/Jahr zusammen, vorausgesetzt, das Boot liegt ganzjährig im Wasser (Stichwort: Dauerliegeplatz). Aber auch ein Überwinterungs-Platz an Land muss nicht unbedingt vorteilhafter sein, da man dafür ja auch wieder entsprechende Autorisationen und Bescheinigungen braucht, die u.U. auch wieder Geld kosten. Und der Stellplatz evtl. auch, aber das sollte am Besten bei der zuständigen Hafenbehörde erfragt werden. 

Rabatte und Strafen

Dazu gibt es dann natürlich auch noch sowohl „Belohnungen“ in Form von Rabattmodellen, als auch Strafen für diejenigen, die ohne Zahlungsnachweis der Gebühr im Revier erwischt werden. So gibt es z.B. 10% Rabatt für denjenigen, der im Dezember oder Januar für das ganze Jahr im Voraus bezahlt und 20% Rabatt für Besitzer von Booten mit über 12 Metern Gesamtlänge, wenn sie erst im Laufe des Jahres in griechische Gewässer kommen und für den Rest des Jahres dort bleiben. 

Die recht drakonischen Strafen beginnen bei knapp 200 Euro für Boote von sieben bis acht Metern Länge bis hin zu einer Strafe von 1100 Euro für Boote über 12 Meter.

Hört sich alles sehr strukturiert und durchdacht an – ist es ja auch bis hierher. Allerdings ist mal wieder noch unklar, von welchen Behörden diese Gebühren denn nun eigentlich eingezogen werden – auch das „Wie“ und „Ab wann“ ist noch nicht definitiv geregelt. Also am Besten selbst vor Ort nachfragen. Aber wo?

Radio Kreta – immer gut informiert. 

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