Nützliches auf Kreta: Eine Sanduhr.

Die Sanduhr – Die Anfänge des Zeitmessers

Die Sanduhr wird auch als Stundenglas bezeichnet und ist ein antikes Zeitmessgerät, welches zum ersten Mal Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt wurde. Damals bestanden die Sanduhren aus zwei einzelnen Glaskolben, die miteinander verbunden waren. Zwischen den Kolben konnte der Sand durch eine Lochblende aus Metall, Glas oder Holz fließen.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die Stundengläser schon an einem Stück gefertigt und die Lochblende wurde durch eine haltbare Einschnürung ersetzt. Die Sanduhr wurde anfänglich noch mit Marmorstaub, Zinn- oder Bleisand gefüllt. Mittlerweile verwendet man eher sehr feine Glasperlen. Dreht man das Stundenglas um 180°, rieselt der Sand vom oberen in den unteren Kolben. Je nach Größe der Uhr können verschiedene Zeitabschnitte gemessen werden.

Sanduhr
Zeit sollte man haben.

Damals kam die Sanduhr häufig in der Seefahrt zum Einsatz. Einerseits wurde damit die Dienstdauer einer Wache gemessen, andererseits wurde die Geschwindigkeit von Schiffen bestimmt. In der Medizin wurden die Sanduhren mit einer Laufzeit von 15 Sekunden als Hilfe beim Messen des Pulses verwendet. Anfang der 80er Jahre kamen Telefonsanduhren auf den Markt („Eine tolle Erfindung, liebe Su“). Hiermit konnten die Menschen die Länge ihrer Telefonate unter Kontrolle halten.

Heutzutage gibt es Sanduhren für Kinder, die die Dauer des Zähneputzens angeben. Des Weiteren gibt es auch Saunasanduhren. Manche Menschen nutzen das Stundenglas auch für die Messung anderer Zeiten. Sie messen beispielsweise die Zeit, in der sie eine bestimmte Strecke gelaufen sind und sie wieder an der Sauberlaufmatte vor ihrem Haus angekommen sind. Manchmal wird die Sanduhr auch gestellt, um zu wissen, wann die Pommes im Backofen fertig sind, während der Souvlaki-Spieß auf dem Grill liegt.

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