Öl- und Gasfelder südlich von Kreta – der Ausverkauf läuft!

Die Meeresregion südlich von Kreta hat mittlerweile hochgradig das Interesse der Öl- und Gasindustrie geweckt, nachdem die Erkundungsbohrungen in Zypern wohl sehr erfolgreich waren und somit die Begehrlichkeiten an den im Ionischen Meer und im (Süd-)Westen Kretas verborgenen Schätze mal wieder erwacht ist – so Yiannis Basias (Ιωάννης Μπασιάς), Vorsitzender und CEO von Greek Hydrocarbon Resources Management SA. 

Wir haben mal wieder diverse Quellen konsultiert (chaniapost, eKathimerini, Deutsche Welle und andere….) und sind zu folgendem Fazit gelangt: Auf dem Athener Energieforum erklärte Basias, dass die Gebote für die beiden Regionen am 5. März im Rahmen eines Prozesses eingereicht werden, der mit der Interessenbekundung des Konsortiums Hellenic Petroleum, Total und Exxon für Kreta und Energean für das Ionische Meer begann.

Bernard Clement, Vizepräsident von Total, verantwortlich für die Kohlenwasserstoff-Exploration im Kaspischen Meer und in Südeuropa, äußerte die Hoffnung, dass der Prozess für das Konsortium erfolgreich sein werde. Das Konsortium Total-Edison-Hellenic Petroleum wird Explorationsbohrungen im Ionischen Meer durchführen.

Es geht um Kohle! Es geht um Öl und Gas. Öl- und Gasfelder rund um Kreta.

Yiannis Grigoriou (Υιάννης Γρηγορίου), General Manager Exploration bei Hellenic Petroleum, sagte, dass es im Golf von West Patras (derzeit betrieben von Hellenic Petroleum und Edison) ein Ölfeld von rund 140 Millionen Barrel geben könnte und dass die ersten Bohrungen für 2019 geplant seien .

So weit – so gut. Aber die Probleme und Begehrlichkeiten lauern gleich nebenan.

Ein türkisches Schiff behinderte unlängst beim in griechisches und türkisches Terrain gespaltenen Zypern Erdgasbohrungen, ein weiteres Schiff rammte ein Boot der griechischen Küstenwache. Für Griechenland reine Provokationen. Für Erdogan nicht.

Im Streit um die Erdgas-Suche vor der zypriotischen Küste und der ägäischen Inseln hat die Türkei eine Warnung an Zypern, Griechenland und beteiligte internationale Unternehmen gerichtet. Sie sollten nicht „ausscheren“ und türkische Rechte nicht missachten, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Dienstag.

„Opportunistische Versuche bezüglich Gasbohrungen vor Zypern und bezüglich ägäischer Inseln entgehen nicht unserer Aufmerksamkeit„, sagte Erdogan vor Abgeordneten seiner Regierungspartei AKP. „Wir warnen diejenigen, die mit Fehlkalkulationen in Zypern und der Ägäis ausscheren.“

Streit? Streit!

Türkische Kriegsschiffe versperrten weiterhin einem Bohrschiff den Weg zu einer Stelle im Meer, wo der italienische Energiekonzern Eni nach Gas bohren will. Die Türkei ist gegen die Bohrungen und verweist dabei auf die Rechte der türkischen Zyprioten.

Ein Streit zwischen der Türkei und Griechenland um zwei unbewohnte Inseln wurde aktuell, als ein türkisches Patrouillenschiff nach griechischen Angaben ein Boot rammte. Das türkische Schiff habe in der Nacht auf Dienstag das Boot der griechischen Küstenwache in der Nähe der kleinen Inseln gerammt, hieß es von griechischen Behörden. Das griechische Schiff sei dabei am Heck beschädigt worden, verletzt worden sei aber niemand. Genaue Umstände des Zwischenfalls seien unklar.

Griechenland fordert Ruhe und Besonnenheit

Der griechische Regierungssprecher Dimitris Tzanakopoulos (Δημήτρης Τζανακόπουλος) rief zu Zurückhaltung auf. „Im Augenblick gibt es keinen Grund, mehr Öl ins Feuer zu gießen“, sagte er. Ruhe, Besonnenheit und ein ernster Umgang mit dem Zusammenstoß seien erforderlich. „Jüngst haben wir zunehmend provozierendes Verhalten der Türkei gesehen, was für uns ein Grund für sehr ernste Sorge ist“, sagte Tzanakopoulos dem Radiosender Alpha (Ραδιοφωνικός σταθμός Άλφα).

Radio Kreta – immer gut informiert.


streamplus.de

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Ein Kommentar

Kommentare sind geschlossen.