Ostkreta – Land in Licht und Meer.

Heute mal was von der ganz anderen Seite der Insel – dem Osten. Denn auch dieser Teil Kretas ist absolut sehenswert – Ihr solltet Ihn unbedingt in eine etwaige Rundreise einplanen!

Der Osten Kretas verfügt über Berge und Schluchten, Hochebenen und Täler wie die übrige Insel auch, doch wirkt dort alles irgendwie sanfter, freundlicher und heller. Die Berge sind niedriger, weniger dominant als im Rest der Insel – mehr noch als die anderen Inselgegenden ist die Südküste Ostkretas (ebenfalls….) eine „Braut des libyschen Meeres“ (I nifi tou livikou pelagous – H vύφη του Λιβυκού πελάγους).

An der nordöstlichen Küste der Insel schneidet das Meer in die Küsten ein und verursacht bei Pachia Ammos die schmalste Stelle der Insel, an der die Entfernung von Nord- zur Südküste lediglich 17 km beträgt. Dort befindet sich auch eine der schönsten Buchten Kretas – der Mirabello-Golf – und nahezu von jedem Berggipfel und Hügel ist das Meer zu erblicken. 

Gebirge

Zwei Gebirge gliedern den Osten der Insel: das Dikti-Massiv, das mit dem Dikti-Gipfel (Δίκτη) zugleich einen markanten, 2148 m hohen „Riegel“ zu Zentralkreta bildet und damit das dritthöchste Gebirge der Insel darstellt. Neben dem Dikti erreichen zwei weitere Gipfel dieses Massivs eine Höhe von über 2000 Metern: der Afentis Christos (Αφέντης Χριστός) mit 2141 m Höhe und der Lázaros (Λάζαρος) mit 2085 m. Bei dem zweiten genannten Massiv handelt es sich um die Thripti Berge, die im „Afendis Stavromenos“ (Αφέντης Σταυρομενος) mit 1476 m ihren höchsten Punkt erreichen. 

Hochebenen

Auch in Ostkreta gibt es die für die ganze Insel charakteristischen fast kreisrunden Hochebenen: die sehr berühmte Lassithi-Hochebene mit ihren (mittlerweile sich außer Betrieb befindlichen) Windmühlen und die weniger bekannte, deswegen aber nicht minder bezaubernde Katharo-Hochebene (Unbekanntes Kreta – Die Katharo-Hochebene). 

Der Osten ist verwaltungsmäßig zu einem Regierungsbezirk zusammengefasst – dem „Nomos Lassithi“. Er bekam seinen Namen von der Stadt Sitia, die heute im Schatten des mittlerweile weit größeren Agios Nikolaos steht. Die dritte Stadt dieses Regierungsbezirks ist zugleich die südlichste ganz Europas: Ierapetra. Sie liegt sogar südlicher als der Nordzipfel Afrikas, an dem sich die Stadt Tunis befindet. 

Die schöne Stadt Sitia.

Lange blieb Ostkreta wenig beachtet, obwohl die landschaftliche Schönheit des Mirabello-Golfes schon relativ früh erkannt wurde.  Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde durch Ausgrabungen in Kato Zakros und Paleokastro klar, dass in minoischer und frühgriechischer Zeit der Osten Kretas eine ausgesprochen wohlhabende und bedeutende Region gewesen sein muss. So steht im bereits Anfang des 20. Jahrhunderts ausgegrabenen Gournia eine minoische Stadt mit Straßenzügen, Wohnhäusern und Verwaltungssitz, in Kato Zakros wurde der vierte, große Palast aus der Zeit von 1600-1450 v. Chr. freigelegt, und Paleokastro erwies sich als wichtige Handelsstadt mit einem einst häufig frequentierten Gipfelheiligtum.  

Tourismus

Ab 1965 entstanden die ersten Hotels am Golf von Mirabello – heute haben erholungs- oder vergnügungssuchende Touristen speziell die Gegend um Agios Nikolaos voll in Beschlag genommen. Die Badestrände sind zwar weder ausgedehnt noch feinsandig sondern häufig eher felsig, doch die herrliche Golflandschaft, zahlreiche Ausflugsziele in der Umgebung und vor allem das gemächliche Leben und das Sonnenklima der nahegelegenen Südküste begeistern Besucher wie Bewohner. Die schönsten Ausflugsziele im Osten sind –  außer den Ausgrabungsstätten – natürlich die beiden Hochebenen (Lassithi und Katharó), die freskengeschmückte Kera-Kirche bei Agios Nikolaos, der wohl mittlerweile weltberühmte Palmenstrand von Vai, sowie die dorische Ruinenstadt Lato.

Und wir empfehlen noch ganz besonders Ierápetra, Makrigialos, Xerokampos und Myrtos (u.v.m.) an der Südküste!

Radio Kreta – Kreta live!


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Mehr über Sitia gibt es hier, über die Richtis-Schlucht ganz in der Nähe hier, und Ierapetra ist sowieso einen Ausflug wert, ebenso wie das Kloster Toplou

Gut zu wissen: Condor fliegt ab Mai 2018 von Frankfurt/Düsseldorf und München immer Sonntags DIREKT nach Sitia.

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