Pit erzählt: „Gleichklang“.

Wir sind ab dem 24. Oktober wieder auf Kreta. Paleochora ist inzwischen zu unserer 2.Heimat geworden.

„Zweite Heimat“? Ich wähle diese Worte ganz bewusst. Es hätte ja auch heißen können „unser bevorzugter Ferienort“. Aber nein, „zweite Heimat“ ist treffender.

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, es ist nicht nur so daher gesagt. Das hat schon seinen Grund. Ich habe mich deshalb kundig gemacht und mich mit dem Begriff Heimat beschäftigt. Im großen Brockhaus fand ich: „Heimat ist die Umwelt, mit der der einzelne durch Geburt oder Lebensumstände verwachsen ist. Das Wort begreift eine Gemütsbindung, das Daheim-geborgen-sein.“

Die historische Komponente ist jedoch nicht ausschlaggebend. Wahlheimat hat es immer gegeben. Man kann schnell heimisch werden, wenn die Umstände günstig sind.

Ich will gar nicht weiter ausholen. Die Umstände in Paleochora waren von Anfang an günstig, wir wurden heimisch. Eine Gemütsbindung ist nicht nur durch die Landschaft entstanden, sondern vor allem durch die Menschen, mit denen wir einige Wochen im Jahr zusammen sind.

Der Umgang untereinander, das Verständnis füreinander, gemeinsame Ansichten, auch gemeinsame Hilfsprojekte haben uns zu einer wunderbaren Gemeinschaft werden lassen. Dieses Gefühl kann man nicht einfach mit „bevorzugter Ferienort“ beschreiben, es ist mehr daraus geworden, die zweite Heimat, unsere Wahlheimat.

Schön, dass es solche Orte und solche Menschen gibt. Menschen verschiedener Nationalitäten finden sich hier in Paleochora zu einer friedlichen Gemeinschaft zusammen, das ist mehr als eine flüchtige Ferienbekanntschaft.

Gleichklang
Auch im Gleichklang: Mensch und Tier

Jedesmal beim Abschied merken wir, dass ein Stück von uns zurückgeblieben ist. Wir fühlen, dass wir sogar vorübergehend zu Hause angekommen waren. Eine Bekannte erzählte mir kürzlich von einem Erlebnis mit einer Kretaurlauberin. Diese habe ihr erzählt, sie spüre, dass eine besondere Energie von dieser Insel ausgehen würde, eine heilende Kraft.

Dem kann ich nur zustimmen, denn nach langer Krankheit habe auch ich Kraft und Lebensmut in Paleochora wiedergefunden. Das Schönste daran ist, dass meine Frau diese besondere Aura ebenfalls verspürt und von diesem Gleichklang eingefangen ist.

Bis in den November hinein wollen wir den Herbst in Paleochora genießen, die ruhigeren Tage am Ende der Touristensaison. Für uns die ideale Zeit, bei noch angenehmen Wassertemperaturen den kalten Wintertagen vorzubeugen. Auch die Gespräche und die Treffen mit den Freunden finden jetzt sicherlich in einer entspannten Atmosphäre statt.

Darauf freuen sich Ursel und Pit

Und Radio Kreta freut sich auf Ursel und Pit! Herzlich willkommen „daheim“!


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