Politiker auf Kreta nicht erwünscht

Von Edit Enelmann

In Griechenland scheint etwas zu gären.

Venizelos war auf der Insel Kreta (Chania) – Spiessrutenlaufen. Er wurde mit einem Schild „unerwünscht“ begrüsst und mit Buh- und Schmährufen verfolgt, wohin er sich drehte und wendete. Hauptsächlich müssen es Anhänger seiner eigenen Partei gewesen sein. Die geplante Rede hielt er dann nicht in den dafür geplanten Räumlichkeiten, sondern in einem gut abgeriegelten und bewachten Gebäude. Es waren sowieso kaum Zuhörer anwesend. Selbst zum wohlverdienten Essen im Restaurant gönnte man ihm keine Ruhe und verfolgte ihn auch dort.

Freiheit liegt in unseren Händen.
Freiheit liegt in unseren Händen.

Die EU-Kommissarin Damanakis besuchte Heraklion, wandelte im Kokon ihrer Sicherheitsbeamten durch die Strasse und wurde ebenfalls ausgebuht. Zu ihrer Rede ließ man das Publikum vorsichtshalber gar nicht mehr zu.

Und soeben höre ich, dass der Priester von Piräus den regierenden Politikern mitgeteilt hat, sie wären zum Gottesdienst und in den Kirchen in Zukunft unerwünscht.

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3 Kommentare

  1. Hallo Jörg!
    Wir haben das beim Matala Festival selbst auch erlebt. Als die Frau Bürgermeister ihre Rede schwingen wollte, hat das Publikum zu pfeifen begonnen und sie verschwand ganz schnell von der Bühne. Wir haben im Verlauf des Festivals überhaupt keine Eröffnungsrede mehr gehört, wie es die Jahre davor stattfand, mit Herrn Strohmeyer, oder haben wir etwas verpaßt?
    Am Freitag Nachmittag stand vor der Earth Bühne eine große gläserne Spendenbox für obdachlose Menschen. Am Abend war sie weg unt tauchte während des gesamten Festivals nicht mehr auf.
    Das waren unsere Beobachtungen punkto Pilitik am Festival.
    Liebe Grüße
    Maria und Gottfried

Kommentare sind geschlossen.