PRAKTIKUM BEIM RADIO: Ich bin on Air

Quelle: Der Westen.de

Oberhausen. Einmal die eigene Stimme im Radio zu hören – diesen Traum hat sich ZeusPower-Reporterin Rebecca Rohrbach während eines Praktikums bei Radio Oberhausen erfüllt. Mit ihrem Bericht gibt sie euch einen Vorgeschmack darauf, was ihr bei „Zeus-on-Air powered by Radio Oberhausen“ erleben könnt.

Wir hören im Radio „nur“ das, was die Moderatoren sagen – in Wirklichkeit stecken aber viel mehr Menschen hinter einem gelungenen Beitrag. So lautete die erste Erkenntnis, die ich bei meinem sechswöchigen Praktikum in der Redaktion von Radio Oberhausen hatte: Ohne die vielen Reporter und Redakteure läuft gar nichts.

Der Redakteur vom Dienst regelt, wer wann welche Termine wahrnimmt und welche Themen für den Tag wirklich relevant sind. Jeder Morgen beginnt mit einer Redaktionskonferenz um Punkt 10 Uhr, in der sich das ganze Team trifft. Dort werden die Themen besprochen, Aufgaben verteilt und eigene Themenvorschläge der Redakteure vorgestellt. Immer bewaffnet mit einem Aufnahmegerät holen die Reporter anschließend O-Töne zu ihrem Thema ein und recherchieren die Fakten. Zurück in der Redaktion wird der Beitrag dann geschnitten und eine Moderation wird geschrieben.

O-Töne sammeln, Moderationen schreiben und Beiträge schneiden
Von den Redakteuren wurde mir von Anfang an viel Vertrauen entgegengebracht. Nach einer kurzen Einführung, durch die Startschwierigkeiten vermieden werden sollten, war ich ab sofort auch Reporter. Bei meinen ersten eigenen Terminen war ich ein wenig ruhiger; ich habe mich langsam an die Aufgabe herangetastet. Aber je öfter ich unterwegs war, desto stärker habe ich mich selbst eingebracht und Fragen gestellt. In der Redaktion habe ich dann mit dem Schnitt begonnen. Es ist interessant, selbst am Schnittplatz zu sitzen und wenn ich später meine Sendungen im Radio hörte, war ich auch ein bisschen stolz. Schließlich habe ich den Beitrag ganz alleine gestaltet: Material und O-Töne geholt, selbst geschnitten und die Moderation geschrieben.

Die Radiomoderationen zu schreiben, war für mich eine besondere Herausforderung. Ich schreibe zwar schon lange für die Zeus-Seiten, aber für Moderationen im Radio gibt es ganz andere Kriterien. Eine Moderation mit einem O-Ton in der Mitte besteht aus einer Anmoderation und einer Abmoderation.

Schreiben, wie man spricht
Für beide gilt es, die wichtigsten Informationen zusammenzufassen und vor allem so zu schreiben, wie man auch spricht. Außerdem werden bei einer Radiomoderation keine Floskeln verwendet, die O-Töne nicht kommentiert und Anglizismen vermieden. In meinen ersten selbstgeschriebenen Moderationen gab es noch einige dieser Fehler, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt anders zu schreiben. So find die von mir geschriebene Moderation zum 100-jährigen Jubiläum der Biene Maja beispielsweise wie folgt an: „Fast jeder kennt sie, liebt sie und guckt sie – oder hat es getan.“

Auch über das Sprechen habe ich bei Radio Oberhausen viel gelernt. Zur Übung habe ich Texte eingesprochen. Der Redakteur vom Dienst hat sich meine Stimme dann angehört und mir Tipps gegeben. Das war das Beste, was mir passieren konnte, denn so wusste ich, was ich verbessern muss.

Weil ich fleißig an meiner Stimme, Aussprache, Sprechgeschwindigkeit und Betonung gearbeitet habe, hieß es nach fünf Wochen: Sprich die nächste Moderation selbst ein. Darüber habe ich mich sehr gefreut und es war toll, von Bekannten angerufen zu werden: „Ich habe dich gerade im Radio gehört!“

Rebecca Rohrbach, Mülheim an der Ruhr

ZeusPower-Reporterin
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Von unseren Radio-Praktikanten Alexandra und Mike habt Ihr und wir schon lange nichts mehr gehört und gelesen. Sendepause. Warum das so ist, erfahrt Ihr in Kürze bei uns.


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