Projekte zur Sanierung Griechenlands

Von Achim Behrenwaldt

„Egal, welche Parteien die nächste Regierung bilden:
Entscheidend wird die Wirtschaftspolitik sein – und Projekte, mit denen die Wirtschaft Griechenlands angekurbelt wird !

Diese Projekte sollten
– wirtschaftlich rentabel sein, d.h. mehr bringen als kosten,
– dauerhaft neue Arbeitsplätze schaffen und erhalten.

Das werden keine neuen Autobahnen sein, die sich ein Verkehrsminister und die Baukonzerne wünschen. Auch nicht der massenhafte Ausbau der Photovoltaik, weil der auch keine dauerhaften, neuen Arbeitsplätze schafft, sondern eher die Landwirtschaft.

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Dafür hat Griechenland mit seinem Klima, seinen 3000 Inseln (=19 % der Landesfläche) und einer Küstenlänge von ingesamt 13.000 Km (!) inkl. Inseln die besten Voraussetzungen – besser als bei allen anderen Mittelmeerstaaten !

Das Problem: Die Sommermonate sind so heiß und trocken, dass eine ertragreiche Landwirtschaft nur mit Bewässerung möglich ist.

Das ist aber mit moderner Technik kein Problem mehr, denn die Entsalzung von 1 cbm Meerwasser kostet nur 0,2 KWh Strom ! Das ermöglicht den Anbau von Pflanzen, die viel Wasser brauchen, aber auch viel Ertrag bringen, wie z.B. Zuckerrohr und Bambus.

Mit diesen Pflanzen – angebaut an der Küste und auf den Inseln – kann man viel Geld verdienen, denn es sind Pflanzen, die vielfältig verwendbar sind und deshalb einen großen Markt haben. Aus Zuckerrohr kann man nicht nur Getränke (z.B. Rum) herstellen, sondern auch Ethanol, ein Kraftstoff, der dem Benzin beigemischt wird und in Brasilien schon mehr verkauft wird als Benzin ! Ähnlich ist das bei Bambus. Er wird nicht nur als Baustoff verwendet – man kann daraus auch Diesel und Kerosin (Flugbenzin) herstellen.

Es wäre also eine sehr aussichtsreiche Perspektive, an den Küsten und auf den Inseln „Energiefarmen“ anzulegen, in denen Energiepflanzen angebaut und evtl. auch gleich verarbeitet werden. Das wäre nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern würde auch viele neue Arbeitsplätze schaffen – und zwar dauerhaft !

Ähnlich sieht es mit der Fischwirtschaft aus: Es gibt unzählige Meeresbuchten, in denen man Fische und Algen züchten könnte (Aquakultur). Diese Fische könnte man – im Unterschied zu Fischen im offenen Meer – nicht nur vor Krankheiten schützen, sondern auch vor dem Plastikmüll, der in immer größeren Mengen in den Meeren treibt und über die Fische in unseren Magen gelangt. Mit Aquakultur kann man also echte „Bio-Fische“ züchten ! Algen dienen nicht nur als Futter für Fische und andere Tiere, sondern finden auch immer mehr Eingang in der Pharma- und Ernährungsindustrie – in Zukunft auch für die Produktion von Kraftstoff !

Diese Projekte rechnen sich schon heute – sogar ohne Subvention ! Es ist deshalb nicht besonders schwierig, dafür private Investoren zu finden, wenn die Regierung die dafür notwendigen Rahmenbedingungen (Steuerpolitik und Rechtssicherheit) schafft.

Ich hoffe, dass das die Politiker – nicht nur in Griechenland – begreifen und entsprechend handeln. Dazu können Sie durch Aufklärung und Hinweise beitragen !“

Kalimera
Achim Behrenwaldt

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