Rethymno – Kretas Geheimtipp

Rethymnon – Kretas Geheimtipp

Das Mittelmeer und seine vielen Inseln stehen heute eher für Massentourismus als für kulturelles Erlebnis. Die erste Assoziation, die wir mit Mallorca, Sizilien, Zypern oder eben Kreta verbinden, besteht oft aus wilden Partynächten, Alkoholtourismus und überfüllten Stränden vor einer Armada von Betonhotels. Umso wertvoller sind die Geheimtipps, die einen wirklich erholsamen Urlaub abseits der Massen ermöglichen. Dabei geht es nicht um komplett einsame und abgeschiedene Strände, Schluchten und Wanderwege. Doch an Orten mit weniger Touristen lässt es sich eher entspannen als in überfüllten Restaurants oder Bars in Malia und Umgebung.

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Der Hafen von Rethymno

Der Grund für die Touristenströme in den bereits boomenden Regionen der Insel ist jedoch einfach zu erklären: Last-Minute-Angebote versprechen vornehmlich hinsichtlich des Preis-Leistungsverhältnisses einen guten Deal. Doch hier ist Vorsicht geboten, selbst wenn es sich um eher ruhigere Orte der Insel handelt. Meist hat jeder attraktive Preis mindestens ein Haken.  Wer jedoch zum Billig-Preis in die Touristen-Zentren der Insel reist, merkt spätestens bei der Ankunft, dass der Luxus parallel zum Preis sinkt.

Einen Kontrast zu Malia bietet die Touristen-Oase Rhethymnon. Mehr als 120 Kilometer trennen die beiden Hafenstädte, die Distanz lässt sich aber nicht nur geografisch erkennen: Während Malia von Partyhochburgen, emotionsfreien Hotels und endlosen Strandpromenaden geprägt ist, bietet Rethymnon ein großes Kulturerbe. Im Stadtbild lässt sich eine tolle Symbiose aus venezianischem und osmanischem Stil wiedererkennen. Der Hafen ist dabei das wohl aussagekräftigste Argument: Die Brücken und Piers sowie die zahlreichen Kanäle erinnern an Venedig selbst, romantischer kann sich ein Abendspaziergang nicht gestalten.

Auf eigene Faust – Freiheit im Urlaub

Empfehlenswert ist es auch, sich vor Ort ein Auto zu mieten, um auch andere, verträumte Hafenstädte auf Kreta zu erkunden. Weiter westlich am Kap Drapanon befindet sich die Rhodopou-Halbinsel mit dem Kap Spada, wo es bei ruhiger Witterung möglich ist, bis nach Antikythira zu schauen. Der Nationalpark auf der Landzunge bietet eine große Variation an Flora und Fauna, die von Menschenhand noch weitgehend unversehrt blieb.

Die Devise lautet also generell: Auch wenn Rundum-Sorglos-Angebote oftmals verlockend klingen, sollte man doch vergleichen, um aus dem Urlaub den maximalen Grad an Erholung herauszuholen. Die eigene Erkundung der großen Insel mag vielleicht kostspieliger sein, sie bringt das Gefühl von Freiheit aber in einem viel größeren Maß.


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