Ringelblume – Wundbalsam aus üppigen Blüten

Unverzichtbar für jeden Bauerngarten ist die Ringelblume. Die leuchtend gelb-orangen Blüten sind daraus kaum wegzudenken. Als Zierpflanze sät sie sich Jahr für Jahr selbst aus, wird aber auch als Arzneipflanze in Kulturen gezogen.

Ihren Namen erhielt die Ringelblume (Calendula officinalis L.) wegen ihrer geringelten Samen. Die Blüten kann man als „pflanzliches Barometer“ nutzen: Wenn sie morgens nach 7 Uhr geschlossen sind, muss man sich auf regnerisches Wetter einstellen. Öffnen sich die Blüten bereits morgens zwischen 6 und 7 Uhr, steht ein schöner Tag bevor.

Die Ringelblume gilt als alte Heilpflanze. Sie fand vermutlich bereits bei den alten Griechen Verwendung. Auch Hildegard von Bingen hat im 12. Jahrhundert die Pflanze beschrieben. Ringelblume wird bei Quetschungen, Geschwüren, Verbrennungen und bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Innerlich findet sie nur selten Verwendung.

Als klassisches Hausmittel gegen kleine Blessuren an den Händen gilt Ringelblumensalbe, die man leicht selbst herstellen kann. Dazu verwendet man 500 g Melkfett oder Vaseline und 2 gehäufte Hände voll Ringelblumenblüten. Fett im Topf erhitzen, Blüten in das flüssige, heiße Fett geben und vermischen. Topf vom Herd nehmen und zugedeckt alles einen Tag ziehen lassen. Anschließend erwärmt man das Fett leicht und filtert es durch ein Tuch in vorbereitete saubere Salbendöschen. Die Salbe ist im Kühlschrank ca. ein Jahr haltbar.

Ernte
Verwendet werden hauptsächlich die Blüten, die von Juni bis Oktober geerntet werden können. Sie werden bei trockenem Wetter unterhalb des Ansatzes abgeschnitten und anschließend rasch und schonend an einem dunklen Ort getrocknet. Auch blühende Sprossspitzen und Blätter der Pflanzen finden bisweilen Verwendung.

Heilwirkung
Ringelblume wirkt blutungsfördernd, krampflösend, entzündungshemmend, abschwellend und schmerzstillend. Innerlich angewandt fördert sie die Gallensekretion und reguliert den Menstruationszyklus. Äußerlich hilft sie bei geröteter Haut, Prellungen, Geschwüren, Hautentzündungen sowie Schwielen, Frostbeulen und Decubitus.

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