Silvester-Bräuche

Schon mal probiert, zwölf Weintrauben im Sekundentakt in den Mund zu schieben? Klingt nämlich einfacher als es ist, und sorgt in Spanien um Mitternacht für kollektive Fröhlichkeit. Kurz vor Mitternacht versammelt sich die spanische Silvestergesellschaft vor dem Fernseher, jeder hält zwölf Weintrauben (Oliven gehen auch) in der Hand und steckt sich um zwölf Uhr pro Glockenschlag eine Traube in den Mund und beeilt sich mit dem Schlucken.

Denn auf den zwölften Gongschlag muss alles verputzt sein. Das soll Glück bringen. Spaß bringt es auf alle Fälle: Spätestens ab der siebten Weintraube fällt es schwer noch ernst zu bleiben – auch im alkoholfreien Zustand. Besonders fröhlich wird es, wenn alle zusammen noch mitzählen. Der Legende nach erfanden Winzer diesen Brauch, um ihre Überproduktionen abzubauen. Hoffentlich kommen Massentierhalter nie auf eine ähnliche Idee.

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