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21. Juni – Sommersonnenwende – „Midsommar“.

Sonnenwendfeuer.

Nein, liebe Kritiker, Ihr müsst jetzt weder Eure ganzen skandinavischen Möbel verbrennen, noch einen Werbespot für ein blau-gelbes Möbelhaus über Euch ergehen lassen – hier ist einfach nur ein Hinweis auf eine wunderbare Möglichkeit, sowohl esoterisch, als auch astral, astronomisch, wahrscheinlich auch astrologisch, zudem geographisch, kalendarisch, womöglich sogar christlich und überhaupt korrekt abzufeiern: am 21. Juni ist Sommersonnenwende, von den skandinavischen Kollegen gerne auch „Midsommar“ genannt.

Kennt eigentlich jeder, aber was genau steckt dahinter?

Die Sommersonnenwende (auch Mittsommernacht genannt) ist am 21. Juni (fast) jeden Jahres, im Jahr 2016 genau um 00:34 Uhr MESZ (das sagt zumindest Wikipedia). Zu diesem Zeitpunkt scheint es, als würde die Sonne auf der nördlichen Erdhalbkugel ganz senkrecht über dem nördlichen Wendekreis der Erde stehen.

sommersonnenwende

Die Nacht der Sommersonnenwende, der sogenannte Polartag ist dort deshalb die kürzeste Nacht im Jahr. Danach werden bis zur Wintersonnenwende die Nächte wieder länger und die Tage kürzer – aber daran will jetzt ja noch keiner denken.

Von der Südhalbkugel aus gesehen sind Sommersonnenwende und Wintersonnenwende vertauscht, da dort Sommer ist, wenn auf der Nordhalbkugel Winter ist. Auf der Südhalbkugel ist die Sommersonnenwende also am 21. oder 22. Dezember.

Den Tag der Sommersonnenwende betrachten seit je manche Menschen als mystischen Tag. Manche begehen ihn noch immer mit weltlichen oder religiösen Feierlichkeiten. Sonnenwendfeste hatten wohl vor allem in den germanischen, nordischen, baltischen, slawischen und keltischen Religionen einen festen Platz.

Je größer der Unterschied zwischen dem harten Winter und dem warmen Sommer, desto intensiver hat man von jeher diesen Tag gefeiert.

Im Norden Europas, wo in der sommerlichen Jahreszeit die Nächte gar nicht mehr dunkel werden (man spricht auch von den „Weißen Nächten“), haben Sonnenwendfeiern – als Mittsommerfest bezeichnet – mehr Bedeutung als zum Beispiel in Südeuropa.

Und da kommen wir dann doch nochmal zur allgemeinen Erheiterung auf dieses Möbelhaus zu sprechen. Bzw. zu sehen und zu hören…. :

Seit der Christianisierung Europas werden diese Feiern oft mit dem Heiligen des 24. Juni, Johannes dem Täufer, verbunden, der als besonders machtvoller Heiliger galt (Johannistag). Einige der Sonnenwendbräuche, die sich bis heute erhalten haben, wie z.B. die Johannisfeuer, sind nach ihm benannt. Auch hier liegt das Datum kurz nach der tatsächlichen Sommersonnenwende, da noch das Datum des Julianischen Kalenders benutzt wurde.

Also mal wieder ein guter Grund, die Nacht zum Tag zu machen!


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2 Kommentare

  1. Liebe Su, lieber Jörg!
    Das ist ein Artikel nach unserem Geschmack. Vor ein paar Tagen haben wir die Mitternachtssonne am Nordkap erlebt – unglaublich, dort hat sie ja schon Ende Mai begonnen. Die Nacht wird zum Tag, d.h. der Tag hört gar nicht mehr auf. Man kommt gar nicht mehr zum Schlafen. Ein schönes, unvergessliches Erlebnis.
    Das soll aber nicht heißen, dass wir Kreta untreu werden, das kommt im Herbst dran. Wir werden Euch ja besuchen, gegen Voranmeldung.
    Liebe Grüße bis September,
    Wielant & Sylvia aus Salzburg

Kommentare sind geschlossen.