Streuner auf Kreta

Susanne am StrandJeder Kreta-Besucher hat sicher schon mehr als einmal einen „Streuner“ kennen- und vielleicht auch lieben gelernt. Es handelt sich wohl meistens um streunende Hunde und Katzen in mehr oder weniger guter physischer und psychischer Verfassung – wobei ersteres und letzteres oft eng miteinander zusammenhängen (Misshandlungen  etc….).

Meine Erfahrung nach nur einem, allerdings ziemlich intensiven, halben Jahr Kreta ist, dass ich am liebsten alle Streuner (oder was danach aussieht) direkt adoptieren würde, aber da ist ja noch mein sehr erfahrener und besonnener Göttergatte, der mich immer auf die Ausmaße (räumlich, pflegemäßig und finanziell) eines 800.000-Seelen-Tierheims – auf das dies sicherlich rauslaufen würde – aufmerksam macht – zu Recht…. – leider!

Nichtsdestotrotz läuft einem halt immer mal wieder so ein Schnuffi über die Füße und ich muss gestehen – ich habe meine geheime Liebe für Katzen entdeckt (nicht zu fassen!!!) – naja, eigentlich vor allem für einen Kater, den wir Tigris getauft haben.

Kleiner Tip: nicht immer alle gleich mit nach Hause nehmen, egal, wie süß und zutraulich die Viecher auch sind. Sie sind meist an ihre Freiheit und Unabhängigkeit gewöhnt und können auch gar nicht anders leben, sind einem aber bei zufälligen Begegnungen um so zugeneigter – aber halt nur kurzfristig. Laßt sie laufen und seid da, wenn sie Euch brauchen oder einfach nur mal einen kurzen Besuch abstatten.

Vor allem bei Hunden ist ein klarer Indikator für eine regelmäßige (und wünschenswerterweise gute) Pflege und Futterversorgung: a) keine hervorstehenden Rippen und abartige Futtergelüste und b) Tollwutimpfungs-  oder sogar Steuermarken am Halsband (ein Halsband an sich ist schon ein gutes Zeichen…).

Ansonsten habe ich zwei Extreme kennengelernt: entweder total zutrauliche und verschmuste Viecher (Hunde/Katzen) oder unglaublich scheue und verschreckte Tiere, an die man unter keinen Umständen ran kommt.

Anbei ein paar Fotos meiner tierischen „Zufallsbekanntschaften“, die mich bei jedem meiner Besuche wiedererkennen und so tun, als hätten wir uns gestern das letzte Mal gesehen. Einfach superschön. Wie  „nach-Hause-kommen“ für Tiernarren wie mich.

Have fun.

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2 Kommentare

  1. Hunde auf der Straße von Griechenland haben es meistens nicht leicht.
    Mit dem Thema beschäftigt sich AAA Against Animal Abuse
    Vielleicht habt ihr ja auch eine Stimme.

  2. Leider werden die Hunde in Griechenland nicht freundlich behandelt. Teilweise liegen sie an der prallen Sonne und an kurzer Leine darum unterstütze ich voll die AAA.Leider ist das auch bei den Esel so. Wenn sie als Lasttiere nichts mehr taugen, dann stosst man sie einfach den Berg runter und überlässt sie dem Schicksal. Einfach unter aller Sau.

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