Super-Neumond am 24. Juni 2017.

Vollmond, Halbmond, Viertelmond, Neumond und jetzt auch noch Superneumond – wer soll sich da noch zurecht finden? Nun, wir fangen mal ganz geschmeidig und allgemeinverständlich an:

Was ist eigentlich ein Neumond?

Der Begriff „Neumond“ (lat. Interlunium) bezeichnet die mit bloßem Auge nicht erkennbare Lichtgestalt des Mondes, wenn sich dieser zwischen Erde und Sonne, das heißt in Konjunktion mit der Sonne befindet.

Erst nach etwa 35 Stunden wird der äußerste rechte Rand ( bzw. der linke Rand, wenn von der südlichen Erdhälfte aus beobachtet) wieder vom direkten Sonnenlicht erhellt. Diese Mondphase nennt man „Neulicht“. Die Phase vorher heißt „Neumond“, weil sich der Mond in ihr scheinbar „erneuert“. Die letzte sichtbare Phase vor dem Neumond wird „Altlicht“ genannt.

Die der Erde zugewandte Seite des Mondes erhält zwar immer etwas von der Erde reflektiertes Sonnenlicht (Erdschein), das aber bei Neumond vom in der Erdatmosphäre gestreuten Sonnenlicht überstrahlt wird, so dass der Mond mit bloßem Auge nicht erkannt werden kann. Am Nachthimmel ist der Neumond prinzipiell nicht zu sehen, da er sich zusammen mit der Sonne unterhalb des Horizonts befindet.

Der Sternenhimmel über Kreta.

Und was ist dann ein Supermond?

Die Umlaufbahn des Mondes um die Erde ist elliptisch („eiförmig“). Das bedeutet, dass sich die Entfernung zwischen Erde und Mond ständig ändert – je nachdem, auf welchem Teil seiner Umlaufbahn sich der Erdtrabant gerade befindet. Die durchschnittliche Entfernung beträgt etwa 382 900 km. Die kleinste Entfernung zwischen Erde und Mond wird „Perigäum“ genannt, die größte Entfernung heißt „Apogäum“ – dies nur für die Naturwissenschaftler unter euch ;-). Die durchschnittliche Entfernung zwischen Erde und Mond vergrößert sich mit der Zeit – allerdings nur um knapp vier Zentimeter pro Jahr.

Kommt der Mond der Erde nun auf seiner Umlaufbahn besonders nahe, erscheint er naturgemäß größer als gewöhnlich. Fällt dieser Zeitpunkt mit dem Vollmond oder Neumond zusammen, spricht man umgangssprachlich vom “Super(neu- oder voll-)mond”.

Der nächste Super-Neumond ist am 24. Juni 2017 um 04:30 Uhr MESZ, den nächsten Super-Vollmond kann man am 3. Dezember 2017 um 16:46 Uhr MEZ sehen .

Ein Super-Neumond bleibt trotz seiner geringen Entfernung zur Erde unsichtbar, man kann dann nur das o.g. „Altlicht“ vorher und das „Neulicht“ nachher sehen.

Ein Supermond erscheint am Nachthimmel etwa 7% größer als ein durchschnittlicher Mond.
Obwohl die Mondoberfläche selbst nicht heller ist, erreicht uns während eines Supermondes etwa 30% mehr Mondlicht. Der Grund: die Mondoberfläche ist – zumindest aus unserer Perspektive – größer als sonst und leitet so mehr Sonnenlicht an uns weiter. Das trifft naturgemäß aber lediglich auf den SuperVOLLmond zu.

Vollmond über Kreta.

Ein Supermond verstärkt die Gezeiten

Die Gezeiten werden in erster Linie durch die Anziehungskraft des Mondes und der Sonne ausgelöst. Besonders groß ist der Tidenhub bei Vollmond und Neumond, wenn Mond und Sonne annähernd eine Linie mit der Erde bilden. Dieses Phänomen bezeichnet man als Springtide oder Springflut. Wird die Springtide durch einen Supermond ausgelöst, ist der Unterschied zwischen Ebbe und Flut aufgrund der geringeren Entfernung normalerweise noch größer.

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