Thin Lizzy

Bekannt wurde Gary Moore als Gitarrist der Hardrock-Band Thin Lizzy. Später war er auch als Solomusiker unterwegs. Nun ist der Nordire im Alter von 58 Jahren gestorben.

Der nordirische Musiker Gary Moore

Von Alkohol und Drogen soll Gary Moore im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen nicht viel gehalten haben. „Er war ein gesunder Kerl“, sagte Eric Bell, Vorgänger des Gitarristen bei der legendären Rockgruppe Thin Lizzy (The Boys are Back in Town, Whiskey in the Jar). Trotzdem ist Moore nun früh verstorben. Sein Management teilte mit, der Musiker sei während eines Urlaubs im spanischen Badeort Estepona in seinem Hotelzimmer gestorben. Über die Todesursache wurde noch nichts bekannt. Er wurde 58 Jahre alt.

Der im nordirischen Belfast geborene Moore galt als einer der besten Gitarristen seiner Zeit. Bereits im Alter von acht Jahren begann er Gitarre zu spielen. 1969, also nur acht Jahre später, arbeitete er bereits mit Thin-Lizzy-Frontmann Phil Lynott zusammen. 1972 gründete Moore dann seine eigene Band und sang auch. Deren einziges Album Grinding Stone wurde jedoch kein Erfolg und Moore kehrte – zumindest für kurze Zeit – zu Lynott und Thin Lizzy zurück.

In den Jahren danach arbeitete er viel als Studiomusiker. Unter anderem arbeitet er mit Ex-Beatle George Harrison, den Beach Boys, Ozzy Osbourne und Andrew Lloyd Webber zusammen. Während seiner Solokarriere wechselte der Gitarrist mehrmals die Stilrichtung. Zunächst kehrte er zu seinen Blues-Wurzeln zurück, ehe er Ende der neunziger Jahre auch von elektronischer Musik inspirierte Rhythmen spielte. Im Jahr 2008 wurde der Musiker wegen Verletzung des Urheberrechts verurteilt, da einer seiner Songs laut Gericht „frappierende“ Ähnlichkeit mit dem Lied einer deutschen Krautrock-Band aufwies.

Moores langjähriger Mitstreiter, Thin Lizzys Schlagzeuger Brian Downey, reagierte geschockt. „Ich kann noch nicht glauben, dass er nicht mehr da ist“, sagte er. Moores Nachfolger als Thin-Lizzy-Gitarrist, Scott Gorham, sagte: „Es war eine Ehre, mit ihm auf der Bühne gestanden zu haben.“

Quelle: Zeit online

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