Ziege mit Bauer

Tierschutz auf Kreta – Eine heikle Sache.

Jede Woche erreichen mich Nachrichten von verletzten Tieren, Tonnenhunden und vielen Fällen von Tierquälerei. Ich halts bald nicht mehr aus !

Was kann ich tun? Wie kann ich helfen?

Das habe ich mich oft gefragt. Natürlich kann ich nicht überall sein, um meine tierischen Freunden zu helfen. Dazu ist Kreta einfach zu groß. Aber mir ist da eine Idee gekommen. Es gibt ja das Internet und viele Menschen, die auch helfen wollen.

Mitso in heikler Mission.

Deshalb starte ich jetzt mal einen Aufruf.

Ich rufe dazu auf, den verletzten, verhungernden und gequälten Tieren zu helfen. Eine kleine monatliche Spende kann viel bewirken. Tierfutter für die Streuner in Prinos („Die Hundepension von Prinos) kann gekauft werden. Einem verletzten Tier kann der Tierarzt bezahlt werden. Und vieles mehr.

Eine heikle Sache?

Ganz bestimmt! In Fällen von Verletzungen des Tierschutzgesetzes möchte ich den Verursacher anzeigen. Das kann der Besitzer des Tieres sein, aber des öfteren auch der Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde. Nur durch Androhung von Strafe erzielt man Wirkung. Das habe ich hier gelernt. Und noch ein Tipp: Tourismus und Tierschutz – Deine Stimme zählt!

Diese Anzeigen kosten nicht nur Mut, sondern auch Geld. Die Polizei erhebt z. B. in vielen Fällen eine Gebühr von 150€ zur Erstattung einer Anzeige. Das hält viele davon ab, Anzeigen zu erstatten. Als Urlauber scheut man diesen Aufwand. Und dann auch noch in einem fremden Land, wo man sich nicht gut verständigen kann. Verstehe ich sehr gut.

Ich kann auch nicht über die ganze Insel rasen, um das zu tun. Aber ich kenne viele Menschen, die mir dabei behilflich sein wollen. Unter anderem einige tierliebe Anwälte, die mich bei der Erstattung der Anzeige unterstützen werden (Ihre Kosten wollen sie natürlich erstattet haben. Is klar. Sonst wären sie ja keine Anwälte).

All das werde ich dann hier im Internet auf unseren Seiten (wir erreichen mehr als 3 Mio Besucher jedes Jahr) veröffentlichen, den entsprechenden Gemeinden unter die Nase reiben und hoffen, das sich was im positiven Sinne ändert.

Wenn Ihr diese Idee unterstützen möchtet, dann einfach einen einmaligen oder kleinen monatlichen Beitrag (Tierschutz ist jetzt mein Dauerauftrag) auf das Konto spenden. Und schön wäre es, wenn ich Euch namentlich als Unterstützer nennen dürfte. Name und Wohnort genügt.

Je mehr Namen auf dieser Liste stehen, um so einen größeren Eindruck macht es bei den Menschen. Außerdem wäre es toll, auch positive Fälle aufzulisten. Das Leben ist doch positiv. Schreibt mir einfach an mitso@radio-kreta.de. Eure schönsten Urlaubserlebnisse, der gastfreundliche Grieche, Tierliebe auf Kreta usw.. Da gibt es doch so viel Schönes.

Ich freue mich auf Eure Unterstützung, Eure Kommentare und Anregungen.

Danke, Euer Mitso (und Linus, Ira,  Anton und Pünktchen. Die fantastischen Fünf)

mitso-bank

P.S.: Ach ja. Diese ganze Griechenland-Krise geht mir gewaltig auf die Nerven. Da sind auch viele Menschen in Not. Nichts zu essen, keine Medizin (kenn ich als ehemaliger Streuner genau). Deshalb unterstütze ich natürlich die Sozialstation in Paleochora sowie auch die Griechenlandhilfe.at. Dank an Erwin und sein Team. Einen Teil der Spenden bekommt auch Ihr.

Was wäre der Mensch denn ohne Tier?


streamplus.de

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10 Kommentare

  1. Für Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz darf m. W. die Polizei kein Geld kassieren. So habe ich es jedenfalls von Natasha Bobolaki gehört.

  2. Liebe Tierfreunde,
    Leider gibt es immer wieder entsorgte und ausgesetzte Hunde und Katzen. Da man von den Ämter keine Unterstützung bekommt, wird es noch eine Ewigkeit dauern und viele Tiere werden qualvoll und langsam verenden.
    Wir sind seit über 10 Jahren im Tierschutz tätig. Aber in letzter Zeit wird es wieder schlimmer, da ja niemand für die streunenden Tiere zuständig ist. Und die, welche zuständig sein sollten, verweisen einem an eine andere Stelle, welche auch nicht zuständig ist.
    In Ierapetra wird vom Amt ( Bürgermeister und Gehilfe ) gegen kastrationen angegangen. Wir dürfen keine Kastrationen mehr organisieren. Es wurde uns mit einer hohen Strafe gedroht, wenn wir streunende Tiere von Deutschen Tierärzten kostenlos kastrieren und verarzten lassen, dies organisieren und behilflich sind. Angeblich muss ein geeigneter Raum vorhanden sein, welcher steriler ist, als bei jedem hiesigen Tierarzt. DIes ist nur eine von vielen erfundenen Auflagen, welche einem auferlegt werden.
    Mir wurde direkt gesagt, dass ich nie eine Bewilligung erhalten werde, um die Tiere von den Deutschen Tierärzten in einem sterilen Raum umsonst verarzten und kastrieren zu lassen.
    Man möchte die Leute zwingen bei den Tierärzten vor Ort die Tiere von den Strassen verarzten und kastrieren zu lassen und dafür auch noch tief in die Tasche zu greifen.
    Es würde nur helfen, wenn viele Touristen an die Medien oder an das Griechische Touriistenbüro schreiben würden.
    Mit den Jahren wird man müde immerzu zu kämpfen und nichts zu erreichen.
    Wir haben in diesen Jahren über 400 Hunden ein neues Zuhause besorgt. Aber es endet nie.

  3. ES ENDET NIE!
    Vor ein paar Tagen um ca. 10 Uhr abends hat eine blonde Frau auf einem Roller 4 junge Welpen hinter unserem Haus ausgesetzt.
    Wir waren zu spät um sie aufzuhalten. Sie kamen zu zweit auf einem Motorrad und fuhren schnell davon.
    Dies ist wieder eine Aufgabe mehr. Die neuen Welpen aufziehen, Impfen, Plätze finden etc.
    Dazu brauchen wir auch noch Flugpaten und neue Zuhause für die 4.
    Wer möchte Flugpate sein?
    Wir bringen es nicht übers Herz sie zum Tierarzt zu bringen, um sie töten zu lassen.

    Bin mit dem Roller in der Umgebung auf die Suche nach der Frau mit den langen blonden Haaren gewesen. Ich glaube den Vater der Welpen gefunden zu haben. Angebunden an 1m langen Kette an einem Baum neben einem Gewächshaus. Aber von der Welpenmutter und der Blonden fehlt bis jetzt jede Spur. Das Gewächshaus war geschlossen aber ein Auto stand daneben. Ich werde so oft da hinfahren, bis ich die Besitzer antreffe.
    Ja, die Ausländer kümmern sich schon. Denen kann man alles aufs Auge drücken. DIe können sich ja nicht wehren, da kein Amt hilft.
    Bruno

  4. Hallo Bruno,

    erst mal vielen Dank für Euren Einsatz.
    Flugpate würde ich schon gern machen, aber dann sind die Kleenen wohl noch zu klein, denn wir fliegen am 28.09 von HER nach München zurück. Und ich nehme auch nur Vierbeiner mit, deren weiteres Leben in D oder sonst wo geregelt ist.
    Lieber würde ich aber Blondi und ihren Mann mit dem Auto irgendwo ins nirgendwo fahren und sie da rausschmeißen. Manche glaube ich, würden es dann aber immer noch nicht verstehen.
    Gebt nicht auf ,
    Grüße
    Gerd

  5. Hallo Gerd,
    Die Kleinen sind leider noch zu klein und brauchen auch erstmal ein neues Zuhause. Wir wollen Deutschland nicht mit Hunden überfluten. Jeder von uns geschickte Hund hat ein gutes Zuhause bekommen.
    Da hier die Bildung nicht auf einem sehr hohen Level ist, kann man davon ausgehen, dass Blondie und ihr Begleiter nicht mal wüssten was sie falsch gemacht haben. Es machts doch fast jeder so! Und andererseits ist es doch auch für die Regierung einfacher, wenn die Bildung nicht allzu hoch ist.

  6. Tja Bruno,
    was soll man dazu sagen. Ich würd es noch nicht mal unbedingt auf die Bildung schieben, bei uns gibt es anscheinend intelligente Menschen, die auch gern Tiere quälen, oder amerikanische Zahnärzte, die Löwen schießen müssen.
    Wichtig ist, denke ich, dass immer wieder auf die Misstände hingewiesen wird, auch wenn das zermürbend ist und man bestimmt manchmal alles aufgeben möchte.
    Wir unterstützen 2 Shelter auf Kreta und haben bei unseren Touren immer was zum fressen im Auto . So langsam bin ich am überlegen, ob ich mir nicht noch einen Bolzenschneider anschaffe, damit ich schnipp schnapp durch die Gegend ziehen kann um Kettenhunden mehr Aktionsradius zu verschaffen. Aber das bringt auch nichts, wenn ich nur immer im Urlaub da bin, oder den im Gefängnis verlängere.
    Es ist zwar wichtig, dass man nicht mehr weg sieht und auch mal den Finger in die Wunde legt, sich also nicht scheut, die Übeltäter anzusprechen, ob sie es verstehen (inhaltlich oder sprachlich) ist manchmal nicht so wichtig. Viele wissen bestimmt, dass sie nicht richtig handeln, nur wenn ihnen das oft genug gesagt wird, reift evtl. mal die Einsicht. zumindest ist das auch meine Hoffnung.
    Daher mal wieder an Alle die das hier lesen. Geht nicht frustriert, geschockt und traurig weiter, versucht etwas zu unternehmen. Ob das Futter vorbeibringen ist, oder die Stelle merken, damit man sie sehr gut beschreiben kann (geht im Zeitalter des Smartphones oder der Digicam sehr einfach) und dann zu einer der vielen Hilfsorganisationen, eigentlich in jeder größeren Stadt auf Kreta vorhanden, oder den aufwändigen Weg, zur Police gehen.
    Da mich würde dann doch der aktuelle Stand interessieren, ob und wie das nun verfolgt wird und ob es was kostet etc etc.
    Tut es einfach für den Hund, nicht für Euer Gewissen.
    Danke schon mal an Alle, die es probieren.
    Grüße
    Gerd

  7. Hallo Gerd,
    Wenn alles so einfach wäre, würde man viel mehr tun können. Oft bekommen wir Anrufe von Touristen. Sie teilen uns mit, dass sie Welpen oder junge Kätzchen gefunden haben oder aus einem Mülleimer genommen haben. Diese würden sie gern nach Hause mitnehmen. ABER SIE FLIEGEN BEREITS MORGEN. WIe kann man da helfen, ausser die Tiere aufzunehmen oder zu vermitteln. Und immer alle Tiere aufnehmen kann man auch nicht. Man hat auch noch Arbeit. Wie stellen sich die Touristen vor, sollen wir hier leben. Und wovon sollen wir alles bezahlen? Wir hatten auch einen Anruf von Touristen und diese haben uns einen Karton voll Welpen auf dem Parkplatz bei Lidl übergeben und mitgeteilt, dass sie für das Futter etwas spenden würden. Es kam nie etwas. Hauptsache wir hatten die Welpen. Dies haben auch junge Leute in Koutsounari gemacht.
    Und das beste am Tierschutz ist, dass verschiedenen Tierschutzgruppen sich gegenseitig anfeinden. Dabei sollte doch für alle dasm gleiche Ziel gelten.
    Grüsse Bruno

  8. Tierarzt als Touristenschreck
    Es gibt hier nichts was es nicht gibt.
    2 Touristen wollten einem verwahrlosten von Parasitten befallenen Hund ein neues Zuhause geben und ihn mitnehmen.
    Laut dem Tierarzt in Stalis, hatte der Hund zwar einen Chip, dieser sei aber nicht eingetragen. Dies war die letzte mehrmalig erhaltene Auskunft von dem Tierarzt.
    Nach mehreren telefonaten mit den hilfesuchenden Touristen sind wir heute nach Stalis (ca.64km, über 1 Std.) gefahren, haben das Pärchen mit dem Hund abgeholt und sind zu unserem Tierarzt gefahren.
    Dieser hat innerhalb 10 Minuten festgestellt wem der Hund gehört. Er hat den Besitzer angerufen und gefragt, ob er den Hund weggeben will. Dieser weigerte sich und sagte, dass 2 Touristen den Hund heute Morgen in eine Box gepackt und weggefahren seien. Der Hund gehöre seiner Tochter. Es hat sich also herumgesprochen, dass Leute sich um den vernachlässigten Hund kümmern und ihn mitnehmen wollten.
    Danach hat unser Tierarzt den Tierarzt in Stalis angerufen. Dieser merkte, dass er in die Enge getrieben wurde und sagte dann: ja ich habe jetzt gerade festgestellt, dass dieser Hund von mir gechippt wurde und dieser Person in Stalis gehört. Und das Pärchen ging seit 4 Tagen, täglich zu diesem Tierarzt um dies herauszufinden.
    Sowas ist doch primitiv. Jedenfalls haben die 2 noch etwas gegen die Flöhe und Parasiten bei unserem Tierarzt gekauft, um den Hund wenigstens parasitenfrei laufen zu lassen.
    Anschliessend haben wir die Touristen mit Hund wieder nach Stalis gefahren.
    Es spart vielen Touristen viel Ärger wenn sie sowas erfahren.
    Bruno

  9. Hinweise an complaints@gnto.gr. werden gar nicht erst beantwortet oder ernst genommen. Ich hatte schon einige Mails geschickt, aber bis heute hat sich nichts bewegt und sich niemand gemeldet. Ist doch einfacher für die Ämter auf E-mail Löschen zu drücken. Aus dem Augen, aus dem Sinn. Bruno

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