tsikoudia-und-musik

Tsikoudia und die Reformen.

„Capitalism kills Culture“

In ihrem zweiten „Toolkit“ für die griechische Wirtschaft hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgeschlagen, die traditionellen Schnäpse Tsipouro (ähnelt dem Ouzo) und Tsikoudia (schmeckt wie Grappa) zu besteuern. Beide Sorten sind hausgemacht und werden aus Trester hergestellt. Eine jahrhundertealte Tradition.

Die griechische Regierung hat sich bereit erklärt, die OECD „Toolkit- Empfehlungen“ im Rahmen der Umsetzung des „Rettungs-Deals“ durchzusetzen (Anm. der Red.: Wir wünschen viel Glück dabei).

Laut der griechischen Zeitung „Kathimerini“ wurden im Jahre 2013 ca. 17 Mio Liter Tsipouro/Tsikoudia hergestellt und unversteuert verkauft. Dadurch entgehen dem griechischen Staat ca. 97 Mio Steuereinahmen. Die OECD geht von 24 Mio Litern aus.

tsikoudia-und-musik
Das ist Kreta: Tsikoudia, Mezedes und Musik.

Tsikoudia/Tsipouro gehören zu Griechenland wie auch die sprichwörtliche Gastfreundschaft. Beides bekommt man hier meist umsonst angeboten.

Wenn jetzt die Flasche auch noch mit ca 5€ besteuert wird, dann ist es mit dieser Tradition wohl bald vorbei. Was das bedeutet, können Mitglieder der OECD sicher kaum bemessen.


streamplus.de

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Ein Kommentar

  1. Lieber Jörg, wir hoffen für die Griechen und auch für uns, dass keine Tradition „sterben“ darf, nur weil dieses ein Paar – im Geiste leicht Behinderte – Politiker vorschlagen.

    Wir können uns auch nicht vorstellen, dass die griechische Regierung sich auf solch einen Unsinn einlässt.

    Herzliche Grüße
    Barbara und Jürgen

Kommentare sind geschlossen.