Paleochora Kaimauer

Video: Tommy Kunert und „sein Paleochora“

Von Freund Tommy Kunert, Griechenlandreise.de

Lage und Anreise

Paleochora ist ein Ort im Westen der Südküste von Kreta. Um dorthin zu gelangen fliegt man am besten nach Chania. Hier fährt man an der Stadt vorbei auf die Nationalstraße in Richtung Kissamos, um diese dann hinter Maleme an der Ausfahrt Paleochora zu verlassen. Von der Stadt Chania aus sind es knapp 73 Kilometer, für die Sie etwas mehr als eine Stunde Fahrtzeit einplanen sollten. Sofern Sie nicht für die Dauer Ihres Urlaub auf Kreta einen Mietwagen nehmen wollen, gibt es ab dem Busbahnhof Chania recht regelmäßig verkehrende Busverbindungen.

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Geschichte

Wie so viele Orte der Südküste, existiert auch Paleochara bereits seit etlichen Jahrhunderten. In dieser Zeit wurde es Überlieferungen zufolge mindestens drei Mal zerstört. Von den stürmischen Zeiten berichten heute vor Allem die Ruinen der hoch über der Altstadt gelegenen venezianischen Festung – dem “Kastell Selinou”. Diese Ruinen sind übrigens komplett frei zugänglich. Und da Paleochora auf einer Halbinsel liegt, haben Sie von hier oben aus einen phantastischen Rundblick über den kompletten Ort, die Strände des Ortes und den neuen Hafen. Heute leben hier in Paleochora etwa 1.800 Einwohner ganzjährig.

Touristen kommen schon seit den Zeiten der Hippies gern nach Paleochora. Diese liebten die unaufgeregte, gastfreundliche Art der Einwohner, die ruhigen, leeren Strände und die generell gemütliche Atmosphäre ihres “Pale”. Entgegen nahezu allen Orten der Nordküste, fing man hier nicht an, auf regelrechte Touristenströme zu setzen, weshalb sich der Ort bis heute einen Großteil seines Charmes von damals erhalten konnte. Es gibt keinerlei Massentourismus: Die einzigen Touristenbusse hier in der Gegend sind auf dem Weg zur “Samaria-Schlucht” und biegen bereits einige hundert Meter oberhalb des Ortes ab. In den mittlerweile doch recht zahlreichen Hotels und Privatpensionen nächtigen ausnahmslos Individual-Urlauber. Bei meinem Beobachtungen vor Ort merkte ich schon allein an dem Umgang der Einheimischen mit den Touristen, dass unglaublich viele der hier herumwandelnden Gäste sich bereits seit vielen Jahren regelmäßig blicken lassen müssen: Überall erschallt ein herzliches “Jassu”, wird sich mit Namen gegrüßt und oft auch geknuddelt…

Gastronomie und Einkaufen

Schon aufgrund der doch recht abgeschiedenen Lage von Paleochora ist es ungemein praktisch, dass Sie sämtliche während Ihres Urlaubes benötigten Dinge direkt vor Ort auch bekommen können: Von einer Vielzahl an klassischen Tavernen und gemütlichen Kafenias mal abgesehen, gibt es hier auch zwei Pizzerien (eine davon mit richtigen Show-Steinofen-Backofen), einige kleine und zwei größere Minimärkte, vier Apotheken, drei Bäcker, drei Bankfilialen mit jeweils eigenem EC-Kartenterminal, mindestens zwei “China”-Ramschläden, diverse Souvenirshops, ein paar Schmuckläden und eine Post. Das größte Reisebüro des Ortes bietet vom Mietwagen, über Mopeds und Mountainbikes bis hin zu geführten Wanderungen praktisch alles an.

Übrigens hat sich bisher noch kein Tavernenbesitzer in Paleochora den Schwachsinn einfallen lassen, Schlepper zum Einfangen von Kunden einzusetzen. Ich vermute, dass jeder halbwegs gute Gastronom hier schon allein mit seinen eigenen Stammkunden recht gut über die Runden kommen kann. Dieses unauffällige Verhalten werden Sie auch überall in den Souvenirläden und Boutiquen beobachten können: Man wird niemals von der Seite angequatscht, zu irgend etwas gedrängt oder muss sich misstrauisch beobachtet fühlen.

Im Vergleich mit den sonst in Griechenland üblichen Preisen kann Paleochora getrost um untersten Zipfel der Preisskala angesiedelt werden. Klar, dass es auch hier kleiner Unterschiede im Preis und noch größere in der Qualität gibt. Aber ein Frappé für 1,50 Euro zum Beispiel ist hier keineswegs eine Seltenheit.

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Ausflüge und Highlights

Apropos “Wandern”…: Wie praktisch überall an der Südküste von Kreta kann man hier ebenfalls zu ausgiebigen Erkundungstouren aufbrechen. Unternehmen auch Sie eine Bootstour zu den 12 km entfernten Traumstränden von Elafonissi – den sog. “kretischen Malediven”! Oder entdecken Sie einige der zahlreichen Schluchten und unzähligen Höhlen in den Ausläufern der “Lefka Ori” – der “weißen Berge”!

Ich persönlich habe folgende Tour sehr genossen: Von einem Freund haben uns bis nach Azogiris hochfahren lassen. Hier, hinter den Ruinen der alten Olivenmühle und direkt am Zugang zum Kloster beginnt ein Bergpfad. Dieser führt bei unglaublichen Ausblicken durch die traumhaft wilde Natur, vorbei an den Ruinen von mindestens zwei alten Siedlingen bis zum auf halben Wege zur Küste gelegenen Anidri. Hier wurde von einer dort lebenden Deutschen die “alte Schule” zu einer einfachen Taverne umgebaut. Nach der hier eingelegten Pause folgt man dann den sporadisch vorhandenen, handgemalten Schildern zur Azogiris-Schlucht.

Diese führt dann bis hinunter zur Küste. Ordentlich durchgeschwitzt unten angekommen, macht es gleich doppelt soviel Spaß sich in die Wellen zu werfen! Nach rechts weg gelangt man dann dem Schotter des Küstenweges folgend direkt zurück nach Paleochora. Bei normaler körperlicher Verfassung, festem Schuhwerk und ausreichend Wasser im Gepäck kann diese Tour problemlos auch von Kindern gemeistert werden. Inklusive aller Stopps (Pausen, Essen, 3x Baden) waren wir für die ganze Tour gute 6 Stunden unterwegs.

Und genau die Leute, denen man tagsüber unterwegs irgendwo in den Bergen begegnet ist, laufen dann abends an der Plateia grüßend an einem vorbei. Oder sitzen am Nachbartisch in der Taverne, so dass man sofort Erfahrungen austauschen und Anregungen für die nächsten Urlaubstage sammeln kann. Diese gemütliche, persönliche Atmosphäre ist der Hauptgrund zu meinem Entschluss, auch meinen Kunden diesen noch immer idyllischen, kretischen Ort vorstellen zu wollen.

Die Strände von Paleochora

Wer aber bitte macht schon auf Kreta Urlaub, ohne auch mal ausgiebiges Strandleben zu genießen? Und genau das geht ebenfalls in Paleochora: Der Ort selbst verfügt über drei eigene Strände. Der Strand auf der linken Seite (bei Blick in Richtung Kastell) ist ein reiner Steinstrand. Aufgrund der großen, runden Steine kommt man hier zwar praktisch nur auf allen Vieren ins Wasser, wird dafür beim Schnorcheln aber durch extrem klares Wasser, viele bunte Fische und Horden von scheuen, schwarz-orangen Krebsen belohnt. Ebenfalls an der linken Seite, nur etwas weiter vorne – kurz vor dem neuen, mit ordentlich viel EU-Mitteln gebauten und jetzt kaum genutzten Hafen an der Spitze der Halbinsel – gib es noch eine kleine Kieselbucht. Das lokale Cafe hat hier Schirme aufgestellt. Den Strand zur Rechten bildet eine einige hundert Meter lange, ordentlich breite Sandbucht. Hier macht Schnorcheln zwar nur halb soviel Spaß, dafür werden aber Liegen und Sonnenschirme vermietet, es gibt einige Strandcafes und Ihre Kinder können nach Herzenslust Sandburgen bauen. Und wenn Ihnen diese drei Strände irgendwann mal zu langweilig werden sollten, warten in der Region um den Ort – laut Aussage eines Anwohners – insgesamt mindestens 16 Strände aus Sie!

Paleochora-Video

Auch dieses Jahr ist Tommy hoffentlich wieder bei uns zu Besuch in Paleochora.

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5 Kommentare

  1. Werde im Juni wieder vor Ort sein, ca. 1Woche. Spricht etwas dagegen mal anzuklopfen?
    Liebe Grüße, Arno

Kommentare sind geschlossen.