Völkerverständigung: In Athen trotzt eine deutsche Zeitung der Krise.

Quelle: Tagesspiegel, Stefan Berkholz

Mitten im Zentrum von Athen, in einer Nebenstraße am Omonia-Platz, liegt die Redaktion der „Griechenland Zeitung“. Fünf ständige und zehn freie Mitarbeiter erstellen Woche für Woche im vierten Stock eines unscheinbaren Bürogebäudes ein kleines Blättchen, das sich in diesen Krisenzeiten erhöhter Aufmerksamkeit erfreut. „Unser Leitspruch ist: Griechenland auf Deutsch“, sagt der Herausgeber der unabhängigen Zeitung, Robert Stadler. Seit Oktober 2005 erscheint das Blatt in der Nachfolge der „Athener Zeitung“ in einer Auflage von 10 000 Exemplaren. Investigativen Journalismus könnten sie sich mit dieser kleinen Besetzung nicht leisten, so Stadler, doch sie seien im griechischen Alltag fest verwurzelt und ständig konfrontiert mit den Problemen.

Die Wirtschaftskrise sei auch im Pressebereich zu spüren, viele Kollegen im Gewerbe klagen bereits über Gehaltskürzungen oder ausstehende Gehaltszahlungen.

Dass das Interesse der Leser seit Bekanntwerden der Krise in Griechenland zugenommen hat, zeige sich auch an den Leserbriefen. Die Krise im Land nimmt in den vergangenen Monaten in der Berichterstattung einen besonders breiten Raum ein. Daneben finden sich auf den 16 Seiten der „Griechenland Zeitung“ zum Preis von zwei Euro Sport- und Kulturnachrichten, Veranstaltungstipps sowie ein Feuilleton.

„Die politische Lage ist wie Ouzo mit Wasser“, zitiert Stadler ein altes Sprichwort: „trübe“. Er habe, seit er 1989 nach Griechenland kam, noch nie solche Spannungen zwischen dem politischen System und der Gesellschaft erlebt, sagt der Herausgeber. Eine gute Nachricht hat er immerhin.

Quelle und hier geht es weiter: Tagesspiegel.de

Zur Griechenland-Zeitung gehts es hier:

Griechenland-Zeitung – Griechenland auf deutsch

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2 Kommentare

  1. An dieser Stelle möchte ich lobend erwähnen, dass die Griechenland Zeitung wirklich mit der Zeit geht: Für gerade mal 60 Euro kann man auch ein Online Jahresabonnement erwerben; damit steht einem das wöchentliche Exemplar regelmäßig als 1:1 pdf file zur Verfügung, Das wissen wir als „Wanderer zwischen zwei Welten“ besonders zu schätzen!

  2. Inzwischen machen sich sehr viele Zeichen breit, dass es mit Europa bergab geht! So zum Beispiel dass ein Land (Spanien, Griechenland, Italien…) pleite sind oder gerade pleite gehen!
    Diesen Sachverhalt kann man es auch vor den Medien nicht mehr verstecken!
    Sogar Amerika gibt langsam aber sicher „den Löffel ab“! Die Frage ist wohin geht es in der Zukunft? Womit wollen wir in Zukunft unser Geld verdienen? Einige versuchen sich ja selbst am Finanzmarkt und schauen, dass Sie Daytrader werden um selbst am Finanzmarkt mitmischen zu können. Wieder andere gehen in die komplett andere Richtung und bereiten sich auf den Crash mit Survival-Ausrüstungen vor.
    Es bleibt auf jedenfall sehr spannend! Und wir wollen positiv denken ;-)…!

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