Warum wird Ouzo milchig?

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Lecker Ouzo.

Alle kennen eines der beliebtesten griechischen Nationalgetränke: Ouzo.

Auch wenn viele den (kretischen) Raki ohne Anis ob seiner Bekömmlichkeit bevorzugen, soll dem Ouzo doch sein eigenes Kapitel gewidmet sein. Und damit auch der Frage, die sicherlich fast alle Ouzo-Trinker umtreibt: „warum, verflixt nochmal, wird dieses eigentlich doch ganz klare Getränk milchig, sobald man Eiswürfel oder auch nur ein bißchen Wasser hinzufügt?“

Die Antwort auf sehr viele Phänome des Lebens liegt meistens entweder in der Physik oder in der Chemie. In diesem Falle ist es – Bingo – die Chemie.

Der Alkoholgehalt des Ouzo ist von viel größerer Bedeutung als bei anderen alkoholischen Getränken – aus einem Grund: beim Mazerieren von Anis entsteht ein Extrakt namens Anethol. Dessen chemische Bestandteile sind unveränderlich bei einer Wasser-Alkohol-Konzentration von >38%. Wird die Lösung nun (durch Eiswürfel oder Wasserzugabe) auf unter 38% reduziert, reagiert das Anethol und die Flüssigkeit wird milchig.

Da die gängigsten Ouzos bei zwischen 38 und 42% Alkoholgehalt liegen, ist das quasi immer der Fall, sobald Wasser – in welcher Form auch immer – hinzugefügt wird.


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