Was bringen den Griechen denn jetzt neue Straßen?

Große Investitionsprogramme werden als Alternative zur Sparpolitik gesehen. Aber sie verlängern in Wahrheit nur die Schuldenkrise und ignorieren die aktuellen Märkte.

Die viel zitierten Infrastrukturen sollen es bringen
Die Frage ist jedoch, ob das große Investieren der Schlüssel zu einer besseren Entwicklung ist. Bei näherem Hinsehen ist Forderung nach neuen Aufbauprogrammen sehr vage. Um welche Investitionen geht es eigentlich? Soll es die Leichtindustrie sein oder der Grundstoffsektor?

Das DIW stellte kürzlich seinen Wochenbericht unter die Überschrift „Griechenland: Endlich eine Industrie aufbauen“; es konnte keine einzige Hoffnungsbranche und keine beispielgebende Region benennen. So ist eine sehr abstrakte „Industrie“, die da im Geiste gebaut wird – eine Industrie ohne bestimmte Industriegüter, ohne Fabrikgrößen, ohne Stammbelegschaft und Unternehmertradition.

So stand es in der „Welt“
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Kreta – aus dem wahren Leben.

Marshallplan – Solarinvestition – Herkules-Plan

Beginnen wir einfach mal mit dem Thema Solarenergie. Wie die meisten von Euch wissen, hat Griechenland in Europa die meisten Sonnenstunden pro Jahr. Jedoch auch in den Ämtern die meisten Schattenstunden. Wie wir aus berufener Quelle wissen, werden die Anträge für Solarenergie seit mindestens 6 Monaten nicht bearbeitet. Was soll`s?

Bevor jemand überhaupt in Solarenergie investiert, muss doch erstmal das marode Stromnetz neu aufgebaut werden? Freund Friedhelm würde jetzt einwenden, es braucht erstmal eine funktionierende Bürokratie (oder auch E-Bürokratie). Die alte Frage: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei? Diese philosophische Frage, wenn es um Energie geht, beantworten wir wie folgt: Zuerst war das Feuer, dann erst kam die Feuerwehr.

Nein! Es  braucht erstmal Strom!

Ohne Strom kann der Bürger die Bürokratie nicht erreichen, bzw. die moderne Bürokratie kann auch ohne Strom nicht arbeiten.
Viele Tavernen-Besitzer gehen im Moment dazu über, ihre Küche wieder komplett mit Gas oder sogar Holz zu betreiben. Stromausfälle ist man seit Jahren gewohnt. Doch es geht das Gerücht, das der griechische Staat seine Energiekosten nicht mehr zahlen kann, so das es ab Sommer vielleicht nur für Stunden Strom gibt.
Auch gibt es bereits viele Bürger, die sich Gedanken über alternative Energieformen machen. Das autarke Dorf ist ein tägliches Thema. Wir sind gespannt, was die „Krise“ noch so bringt und wissen mit Sicherheit auch bei den Griechen: „Not macht erfinderisch“.

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Ein Kommentar

  1. Nachricht von Friedhelm

    Moin,

    da hast Du mich ja wieder elegant in Szene gesetzt….

    Leider ist auch E-Bürokratie genauso schlecht wie Bürokratie selbst, nur der Transport geht schneller, nicht die Prozesse dahinter. Nur einfachere Gesetze führen auch zu einfacheren Regeln und besserer schnellerer Abarbeitung.

    Alle Staaten der Welt haben nur ein Problem: „Die Behördenschnelligkeit“ egal ob im Internet oder richtigen Welt – Nur Schnecken sind die schnellen Konkurrenten…

Kommentare sind geschlossen.