Wetter: Sintflut in Griechenland. Schon 15 Tote.

Sintflutartige Regenfälle

Diese ganze Tragödie ereignete sich nur 20-25 km westlich von der griechischen Hauptstadt Athen.

In Mandra, Nea Paramos und Magoula wurde der „Ausnahmezustand“ erklärt.

Um 18:00 Uhr am Mittwochnachmittag hatte die beispiellose Katastrophe das Leben von 15 Menschen, zehn Männern und fünf Frauen gekostet. Das jüngste Opfer ist ein 35-jähriger Mann, der älteste eine 95-jährige Frau. Viele Personen werden noch vermisst.

Einige machen den „Klimawandel“ für die Katastrophe verantwortlich, aber Tatsache ist auch:

Der Berg Pateras wurde wegen Abholzung und Waldbränden ohne einen einzigen Baum gelassen.

Alte Flüsse und Bäche wurden geschlossen, als das Gebiet vor einigen Jahrzehnten einen Bauboom an Fabriken und anderen Einrichtungen erlebte.

Das sintflutartige Regenwasser vom Berg hatte keine andere Möglichkeit, das Meer zu erreichen, als durch die Dörfer und Städte der Gegend.

Wetterphänomene: Medicane, der Tropensturm im Mittelmeer

Im Gebiet zwischen Süditalien und Griechenland entwickelt sich bedingt durch das Zusammenspiel zwischen der kalten Luft im Tiefdruckgebiet und dem immer noch warmen Mittelmeer wahrscheinlich ein Medicane – eine Art Tropensturm außerhalb der Tropen.

© NASA Earth Observatory, Jesse Allen (Ausschnitt)

Das Wort setzt sich aus den Begriffen Medi(terran) und (Hurri)cane zusammen und deutet schon den Charakter des Wetterphänomens an.

Tief „Numa“ führt sehr kalte Luftmassen heran und trifft auf das 22 bis 23 Grad Celsius warme Mittelmeer. Dadurch labilisiert sich die Luftschichtung über der Region; es treten starke Gewitter und Schauer auf.

Ab Windgeschwindigkeiten von etwa 64 bis 111 Kilometern pro Stunde spricht man dann von einem mediterranen tropischen Sturm, ab 112 Kilometern pro Stunde von einem Medicane. Die Prognosen lassen derartige Werte erwarten; zudem bildet sich ein fast windstilles Sturmzentrum aus.

Bis zum Wochenende sorgt diese Tief vor allem über dem Ionischen Meer für heftige Regengüsse, Gewitter und Sturmböen – in Süditalien und Griechenland erwarten die Meteorologen bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter, im höheren Bergland fällt Schnee. Dazu drohen Orkanböen. (Spektrum.de)

Am vorigen Wochenende war ein Tourist auf der Ferieninsel Korfu nach schweren Regenfällen in seinem Wagen ertrunken. Starke Regenfälle hatten am Dienstag weite Teile der kleinen Insel Symi im Südosten der Ägäis verwüstet.

Auch für Kreta sind zum Wochenende starke Regenfälle und Gewitter vorausgesagt.

Machen wir selber: Regenmessung auf Kreta.

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