Aus der Weihnachtsbackstube: Diples (Διπλές).

Und weiter geht es mit der Weihnachtsbäckerei: diesmal gibt es mit Honig beträufeltes und mit gehackten Nüssen bestreutes Gebäck – die famosen „Diples“  (Διπλές)!

Diese „Diples“ haben ihren Namen vom griechischen Wort für (u.a.) „Doppelt“ und sind ein traditionelles festliches Gebäck, das zu Weihnachten in ganz Griechenland sehr beliebt ist. Sie sind ziemlich schwierig zu machen, daher haben wir neben der „normalen“ auch eine einfachere Version für mit im Angebot – denn ausprobieren müsst Ihr diese Schmankerl auf jeden Fall!

Egal ob „verzwickte“ oder „einfache“ Variante – die Ingredienzen beider Versionen sind identisch, von daher gibt es hier erst mal die…

….Zutaten:

Für den Teig…

  • 2 gestr. EL Zucker
  • 2 gestr. Esslöffel Backpulver
  • 350-400g Mehl
  • 5 Eier (in Eigelb und Eiweiß getrennt)
  • Saft von 1 Zitrone
  • Saft von 1 Orange
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1/2 Tasse Maisöl
  • eine Prise Salz
  • Olivenöl zum Ausbacken

… und für den Sirup

  • 1/4 Tasse Zucker
  • 1/4 Tasse Wasser
  • 1/2 Tasse Honig
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 Zimtstange
  • 150g gehackte Walnüsse zum Garnieren, wahlweise tut es auch Sesam – sieht auch schön aus und schmeckt ebenfalls lecker!

Und nun geht´s an die Zubereitung

Das Eiweiß mit einer Prise Salz mit dem Elektromixer zu Eischnee schlagen.  Dazu müssen sowohl das Eiweiß, die Schüssel und auch der Schneebesen/die Elektromixer-Rühraufsätze sauber und trocken sein. Das Eiweiß so lange aufschlagen, bis es den Namen „Eischnee“ auch verdient.

Dann die Eidotter einzeln nach und nach hinzufügen und geschmeidig untermischen. In einer Tasse den Orangen- und Zitronensaft und das Backpulver mischen, den Weißweinessig und den Zucker hinzufügen, zur Ei-Mischung hinzugeben und alles gut miteinander verrühren. 

In diese Mischung dann das Mehl hineinsieben, das Öl hinzufügen und den Teig mit den Händen kneten, bis er glatt, elastisch ist und nicht klebrig ist (wenn er klebrig ist, einfach noch ein bisschen Mehl hinzufügen).

Den Teig dann in vier Teile teilen, mit etwas Plastikfolie abdecken und 30 Minuten ruhen lassen. nach der Ruhephase jedes Teigteil mit einem Nudelholz in dünne rechteckige Blätter ausrollen. Und jetzt kommt die Gretchenfrage: willst du den leichten oder den harten Weg gehen?!? 

Die schwierigere Version

Das Charakteristischste an „Diples“ ist, dass sie gefaltet werden – wenn Ihr also Zeit, Geduld und Muße habt, wählt die traditionelle Zubereitungsart. Dafür schneidet Ihr den ausgerollten Teig mit einem Pizza-Schneider in rechteckige Stücke (ca. 12 × 25 cm). Dann erhitzt Ihr das Öl in einer tiefen Pfanne, bis es schimmert, aber nicht zu heiß ist. Dann legt Ihr ein Teigblatt in das heiße Öl, haltet es aber an einem Ende mit zwei Gabeln von Euch weg und wartet, bis der Teig goldgelb wird. Dann rollt Ihr ebendiesen zwischen den Gabeln von Euch weg und haltet ihn noch ein bisschen im siedenden Öl. Dann legt Ihr den frittierten Teigkringel zum Abtropfen auf etwas Küchenpapier und verfahrt genau nach dieser Anleitung mit den restlichen Teigteilen. 

Die Version für die Faulen oder „Grobmotoriker“

Schneidet für die einfache Version mit einem Pizza-Schneider den ausgerollten Teig in rechteckige (ca. 10×5 cm) oder quadratische Stücke (8 × 8 cm). Erhitzt das Öl in einer großen Pfanne und frittiert die Diples – 3-4 Stücke gleichzeitig passen normalerweise in die Pfanne, das hängt aber natürlich von der Größe derselben ab… Lasst die Teigteile eine Weile frei schwimmen, drückt sie ab und an mit einer Gabel nach unten und dreht sie herum, bis sie sich goldgelb färben. Die fertigen Teile wieder zum Abtropfen auf etwas Küchenpapier legen und mit dem Rest des Teiges genau so fortfahren.

Lecker !!!

Da fehlt noch was – Der Sirup!

Nun bereitet Ihr den Sirup für die Diples vor. Alle Sirupzutaten in einen Topf gießen und zum Kochen bringen, die ganze Chose ca.  5 Minuten kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat (dabei nicht umrühren!). Wenn der Sirup fertig ist und die gewünschte Konsistenz erreicht hat, die Diples auf eine Servierplatte legen und mit dem Sirup beträufeln. Wer´s ganz pappig und siruppig mag, tränkt jedes für einige Sekunden in den Sirup – dann wird´s richtig süß….

Mit gemahlenen Walnüssen oder wahlweise Sesam und auf jeden Fall mit Zimt bestreuen – Fertig!

Radio Kreta – auch Weihnachten geht durch den Magen!

 

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