Die Schwalben auf Kreta.

Die Felsenschwalbe kommt in Südeuropa das ganze Jahr vor. Sie brütet in Spanien, Portugal, Griechenland (auch auf Kreta), in den Alpen, in Italien und auf der Balkanhalbinsel.

Die Schwalben in unserem Haus in Kalamos.

Typisch für die Habitate der Felsenschwalbe sind Gebirgsregionen, die sich etwa in 2.000 Metern Höhe befinden können oder auch Tiefländer mit Schluchten und mit breiten steinigen Flussbetten. Desweiteren ist die Felsenschwalbe auch in älteren Teilen von Städten um das Mittelmeer zu finden, in denen Gebäude sowie Felsen genutzt werden. Auch um hohe Berggipfel ist die Felsenschwalbe anzutreffen. Die Felsenschwalbe bewohnt vorzugsweise Küstenfelsen, die der Sonne und nach Süden ausgerichtet und vor Wind und Regen geschützt sind. Sie nistet in kleinen Kolonien. Die zwei da oben wollen ihr Nest in unserem Wohnzimmer bauen.

Die Brutplätze liegen an windgeschützten, trockenen und oft sonnenbeschienenen Felswänden. Die Brutzeit liegt zwischen Mai und Juli. Felsenschwalben kommen zum Teil schon Ende Februar an ihren Brutplätzen an. In klimatisch günstigen Jahren erfolgen 2 Jahresbruten. Dann kann sich das Brutgeschäft bis Anfang Oktober hinziehen. Das Nest ist eine aus Lehm und Speichel gemauerte Schale unter überhängendem Fels, an Häusern bevorzugt auf der Firstpfette oder unter einem Dachvorsprung, auch dicht über verkehrsreichen Straßen.

Die Schwalbenschlucht auf Kreta

Die Schlucht der Schwalben liegt 33 km südlich der Stadt Rethymno, neben dem berühmten Strand von Preveli mit dem majestätischen Palmenhain und dem atemberaubenden Fluss. Sie beginnt in der Nähe des Dorfes Drymiskos, verläuft fast parallel zur Schlucht von Kourtaliotiko und endet am Strand von Drymiskiano Ammoudi. Ihr Name verdankt sie den Schwalben, die jeden Sommer in großer Vielzahl dort hin kommen.

Schwalben haben dieselbe mythische Bedeutung wie der Kuckuck. Als Bote des Frühlings bringt sie Segen, im Winter dagegen Unglück. In Deutschland heißen die Schwalben Vögel der Madonna und sind von bester Vorbedeutung. Eine Schwalbe warnte Alexander den Großen vor Verrat. Als Schwätzerin ist sie dagegen verrufen, ein griechisches Sprichwort (der griechische Philosoph Aristoteles schrieb im 4. Jahrhundert vor Christus in Kapitel 6 seiner Nikomachischen Ethik, der berühmtesten seiner drei ethischen Schriften: „Eine Schwalbe macht noch keinen Frühling“.) warnt vor Schwalben unter dem Dache. Schwalben im Traum bedeuten Unglück, nach Xenophon zeigten Schwalben den unglücklichen Ausgang der Expedition des Kyros gegen die Skythen an. Auch Antiochos erhielt dieses Vorzeichen.

Mehr über Flora und Fauna auf Kreta.

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