Ein Brief aus Achlada.

Im August, im vollsten Monat des Jahres, verschickte Steven seinen ersten Brief aus Kreta. Er begann mit einer Bitte, die auf dieser Insel sonst kaum jemand ausspricht: „Kommt nicht jetzt.“

Steven lebt in Achlada, einem Bergdorf oberhalb von Heraklion. An einem Sommermorgen fuhr er die Küstenstraße hinunter: Reisebusse Stoßstange an Stoßstange, Jeep-Safaris im Konvoi, Sonnenschirme, so weit das Auge reicht. Auf dem Heimweg hinauf in die Berge begegnete ihm kaum ein Mensch. Zwei Kretas, eine Stunde voneinander entfernt.

Dazu eine Zahl, die man nicht mehr vergisst: Auf jeden Reisenden, der im Februar auf Kreta landet, kommen im Juli 383.

Warum die Antwort trotzdem nicht „weniger Menschen“ lautet – und warum ein Dorf mit ein paar hundert Einwohnern seit Jahrhunderten um El Greco kämpft –, erzählt der ganze Brief.

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Steven Keen lebt in Achlada, einem Bergdorf über Heraklion, und schreibt einmal im Monat einen Brief aus Kreta, auf Deutsch und auf Englisch. Alle Briefe lesen und kostenlos abonnieren: Brief aus Kreta