Fakten zur Wasserarmut auf Kreta.

 
Kreta kämpft mit Wasserarmut aufgrund des Klimawandels und des übermäßigen Wasserverbrauchs durch den Tourismus. Die Insel erlebt eine drastische Abnahme der Niederschläge, was zu Problemen bei der Wasserversorgung führt. Einige Fakten zur Wasserarmut auf Kreta:
 
  • *Wasservorräte*: Die natürlichen Quellen und Stauseen auf Kreta können die Nachfrage nach Wasser nicht mehr decken. Der Aposelemis-Staudamm, ein wichtiger Wasserspeicher, erreichte zeitweise nur noch 10% seiner Kapazität.
  • *Tourismus*: Der übermäßige Wasserverbrauch durch Hotels, Villen und private Swimmingpools verschärft die Wasserknappheit. Viele Einheimische fordern ein Verbot von Swimmingpools oder zumindest eine strengere Regulierung.
  • *Landwirtschaft*: Die intensive Landwirtschaft auf Kreta benötigt ebenfalls große Mengen Wasser, was die Ressourcen weiter belastet.
  • *Lösungen*: Einige Experten schlagen vor, Wasser aus Entsalzungsanlagen zu nutzen, obwohl dies ein energieintensiver Prozess ist. Andere setzen auf nachhaltige Landwirtschaft und Wassersparen durch effiziente Bewässerungssysteme.
  • *Initiativen*: Es gibt Initiativen von Bürgern und Organisationen, die auf die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit Wasser hinweisen und Lösungen wie die Nutzung von Zisternen und Regenwasser fördern.
  • In Sfinari.

    Einige mögliche Lösungen könnten sein:

    • *Nachhaltige Landwirtschaft*: Effiziente Bewässerungssysteme und der Anbau von Pflanzen, die weniger Wasser benötigen, könnten helfen, die Wasservorräte zu schonen.
    • *Wassersparen*: Hotels und Privatpersonen könnten Wasser sparen, indem sie effiziente Armaturen und Toiletten verwenden.
    • *Regionale Wasserwirtschaft*: Eine regionale Wasserwirtschaft, die Wasser aus verschiedenen Quellen wie Stauseen, Grundwasser und Entsalzungsanlagen nutzt, könnte helfen, die Wasserversorgung auf Kreta zu sichern.

    Mehr zum Thema: Wasserknappheit auf Kreta: Der Notstand wird ausgerufen.

7 Kommentare

  1. Kurzer Nachtrage zu meinen Ausführungen von vorhin. Aufgrund des maroden Trinkwassernetzes gehen die Behörden von 30 – 40 % Trinkwasserverlußtes durch undichte und alte Infrastruktur aus. Das sind gewaltige Wassermengen. Hier ist ein gewaltiger Hebel um Wasser zu sparen …

  2. Der Artikel zeichnet ein falsches Bild über den Wasserverbrauch. Es wird suggeriert, dass der Tourismus (Hotels, Villen, private Pools) der Hauptverbrauer ist und die Landwirtschaft dann noch dazukommt. Das Bild ist grob verzerrend. Landwirtschaft 78%, Tourusmus und private Nutzung 21%, Industrie 1% so verteilt sich zirka der Wasserverbrauch. Sowohl in der Landwirtschaft, durch effizientere und zielgerichtetere Nutung, als auch in der Modernisierung des maroden Wassernetzes liegen erhebliche Einsparpotentiale. Vielleicht sollte das mal angegangen werden, bevor wieder nach Verboten gerufen wird

  3. #Michael Koslitz

    „Eigentlich sollte man erwarten, das es für das Wasserproblem genutzt wird und zum B. Bsp. in Entsalzungsanlagen investiert, aber da bin ich mir nicht so sicher.“

    Entsalzungsanlagen sind leider auch kein Alheilmittel…

    „Wasser aus Entsalzungsanlagen ist deshalb unverzichtbar geworden. Aber auch dieses „kostbare Nass“ ist nicht umsonst. Die Gewinnung aus Seewasser ist ein energieintensiver Prozess; je nach Technologie und Größe der Anlage kostet ein Kubikmeter Wasser 1,5 bis 3 Euro. In der Kykladenhauptstadt Ermoúpolis kostet ein Kubikmeter Leitungswasser, obwohl die Entsalzungsanlagen mit erneuerbarer Energie betrieben werden, 30 Prozent mehr als in Athen. Zudem greift entsalztes Meerwasser die Leitungen stärker an als „süßes“ Wasser, was die Instandhaltung des Verteilungsnetzes verteuert.
    Insgesamt sind in der Südägäis heute etwa 40 RO-Anlagen in Betrieb. Die meisten hat Nókas von Amts wegen befürwortet. Aber er beklagt, dass einige von den lokalen Gemeinden beschlossen wurden, ohne die planerischen Voraussetzungen zu schaffen. Die Gemeinde von Kimolos, einer kleinen Insel der westlichen Kykladen, kaufte die Ausrüstung, ohne sich um ein Standort-Gutachten oder eine Baugenehmigung zu kümmern: „Das Zeug lag dann sechs Jahre herum und ist langsam verrottet.“ Und auch wenn eine Anlage installiert ist, muss sie instandgehalten und gewartet werden. Das ist gerade auf kleineren Inseln ein ständiges Problem, das oft nur mit erheblichen Kosten gelöst werden kann.“

    Quelle: Lob der Zisterne, LMD, 12. September 2019

    Viele Grüße aus Hamburg, kv

  4. Vielleicht braucht man ja mal ein vernünftiges Wasser Management auf Kreta!
    Immer mehr Hotelanlagen brauchen immer mehr Wasser, da sollte es dann Auflagen geben z.Bsp. Entsalzungsanlagen.
    Warum müssen die Menschen hier jeden Tag ihre Grundstücke mit Wasser abspritzen? Tät es nicht einfach mal nur mit einem Besen?
    Immer wieder die Leier mit den privaten Pools. Ich habe auch einen Pool, war beim Hauskauf keine Voraussetzung, aber das Haus wo uns gefiel , hatte nun mal einen Pool. Ich habe bisher noch nicht einmal das Wasser gewechselt(2 1/2 Jahre), selbst nach dem Saharasturm im Frühjahr, konnte ich mit Bindemittel das Wasser wieder klar bekommen. OK hin und wieder muss ich mal ein wenig Wasser nachfüllen, aber das ist nicht die Welt!
    Was viele von den gescheiten Menschen gar nicht wissen, ich zahle jedes Jahr eine Luxussteuer für den Pool und das ist nicht wenig, 470 Euro. Wenn man das mal Hochrechnet auf alle privaten Pools auf Kreta, dann stellt sich mir schon die Frage, was passiert denn mit diesem Geld? Eigentlich sollte man erwarten, das es für das Wasserproblem genutzt wird und zum B. Bsp. in Entsalzungsanlagen investiert, aber da bin ich mir nicht so sicher.

  5. Solange Trinkwasser aus den durchgerosteten Metalrohren wochenlang auf die Straase fliesst und sich keiner kümmert, sieht es ja nicht nach einer Wasserknappheit aus. Auch weiterleiten dieses problems bringt nichts. Das Wasserwerk in Gra Ligia hat nur wenig Personal und es wird kein weiteres Personal zu normalen Konditionen von der obrigkeit erlaubt.

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