Die extremen Wetterbedingungen erschweren weiterhin die gewaltigen Anstrengungen zur Bekämpfung des Großbrandes im Süden von Rethymno.
Bereits 3 Feuerwehrleute sind ums Leben gekommen.
„Die Einsatzkräfte sind bereits aus Athen eingetroffen, können aber nicht fliegen. Die Windböen erreichen Stärke 10 Beaufort“, sagte er und beschrieb damit das Ausmaß der Schwierigkeiten, mit denen die Feuerwehrkräfte konfrontiert sind.
In der Zwischenzeit wurden vorsorglich zwei Busse nach Krya Vrysi und fünf nach Agia Galini auf der Heraklion-Seite bereitgestellt, um bei der Evakuierung von Bürgern zu helfen.
Die Evakuierungsaktion der am Strand von Agios Pavlos Eingeschlossenen war ebenfalls von besonderer Bedeutung, da sie mit Hilfe der Küstenwache sicher auf dem Seeweg evakuiert wurden, da der Zugang vom Land aus aufgrund des Feuers extrem schwierig war.

Mitten in der Hochsaison der Touristen werden Besucher, Arbeiter und Einwohner von Agia Galini aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.
Michalis Christoforakis, stellvertretendes Mitglied des Hotelierverbands Rethymno, sagt, bisher sei niemand in Gefahr geraten und die Siedlung werde vorsorglich evakuiert. Er schätzt, dass die Besucherzahl in der Gegend zwischen 1.500 und 2.000 liegt, und rechnet man die Einwohner, Geschäftsleute und Angestellten von Agia Galini hinzu, ergibt sich derzeit eine Bevölkerung von 3.000 Personen.
Die zuständigen Behörden leiten die Menschen in Richtung Tympaki um, da, wie Herr Christoforakis sagt, die Straße in Richtung Spili gesperrt ist.
Das berichtet Kriti360.gr.

War es Brandstiftung?
Immer wieder tauchen im Netz Verschwörungstheorien auf. Gezielte Brandstiftung wegen Hotelneubauten, Wind- und Solarenergieprojekten.
Fest steht erstmal:
Tödlicher Brand bei Rethymno: Der Leiter der DEDDIE-Netzwerkoperationen der Präfektur wurde festgenommen.
Laut der Zeitung „Kathimerini“ wiesen Mittelspannungsleitungen, die in der Nähe von Krya Vrisi in Rethymno an zwei Holzmasten befestigt waren, etwa fünf Meter von einer Provinzstraße entfernt, aufgrund starker Winde heftige Schwingungen auf. Die Untersuchung der Nationalen Elektrosicherheitsbehörde ergab, dass die Schwingungen Funken erzeugten, die zu einem Brand führten.
Im Zuge der Suchaktion wurde auch nach dem für die Instandhaltung des Stromnetzes Verantwortlichen gesucht, dieser konnte jedoch nicht gefunden werden. Quelle: Cretalive.gr.
Video Agios Pavlos und Triopetra.




So, ein bisschen verspätet, aber kurzer Abriss, wie es von Agia Galini gelaufen ist. Von Comos Beach aus hat man schon gesehen, dass da mehr als ein Buschfeuer war. Die kenne ich schon. Zurück in Agia Galini ging dann die Evakuierung direkt los, sehr freundlich aber auch griechisch direkt von Feuerwehr und Polizei. Also mit der Strandausrüstung in den Bus und dann nicht nach Timpaki sondern in ein großes Sportzentrum nach Mires. Alles sehr geordnet gelaufen. Dort sind fortlaufend Busse gekommen. Aber die Organisation war absolut perfekt. Während für Touristen mit Reisegesellschaften (TUI etc.) die Weiterreise organisiert wurde, vorausgesetzt die hatte das im Griff, wurde die Übernachtung für Einwohner von Galini und alle Anderen organisiert. Rotes Kreuz, Zivilschutz, Ehrenamtliche, Polizei und Armee haben Stühle, Feldbetten, reichlich Essen und Wasser rangefahren, private Leute kamen mit Pickups und haben auch Hilfe angeboten. Es war sehr ruhig und sicher. Ich buche meine Reise immer selber und war fester Hoffnung, dass ich am 30. Juli wieder zurück kann. Also habe ich mit einigen Leuten vor der Halle abgewartet, ein Bett war aber vorbereitet. Es gab immer die aktuell sicheren Infos von Polizei und Roten Kreuz. Die Organisation war so perfekt, dass ich mir nicht sicher bin, ob das in Deutschland so gelaufen wäre, fantastisch und vielen Dank an alle Helfer. Und vielen Dank und große Ehrfurcht vor den Firefighters in Bergen.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass das Feuer ausgerechnet da brennt, wo ein Luxusresort entstehen soll. Da braucht dann nicht mehr gerodet zu werden und mit Nachbarn hat man dann auch keine Probleme mehr.
Agios Pavlos also – und Triopetra ist nicht weit …
Zufall ?
Dass es auf Kreta im Sommer so heiß wie in Nordafrika werden kann – vor allen Dingen an der Küste und den angrenzenden Steilhängen Richtung Küsten – und Hochgebirge – ist jedes Jahr so seit Urgedenken …
Aber dieses Jahr kommen Winde von 10 Beaufort hinzu, die die Lösch – Arbeiten aus der Luft mit Hubschraubern und Löschflugzeugen extrem erschweren. Tragisch, wenn mutige Feuerwehrleute auf den engen, kurvenreichen Gebirgsstrassen bei starkem Rauch vom Feuer eingeschlossen werden – und dann noch die Orientierung und ihr Leben verlieren.
Die Küstengebirgswanderung von Aghia Galini zum Kloster Preveli im Westen ist rau, wild , abenteuerlich und wunderschön. Aber welcher kretische Hirte wird in dieser Gegend noch seine Ziegen und Schafe hüten, wenn dort – durch den wütenden Brand im Küstengebirge – alles verbrannt ist und nichts mehr wächst ? Wem wird der Wanderer auf seiner 2 – Tages – Tour dann noch begegnen, wenn ihm nur noch der nackte Fels in der gleissenden Sonne entgegenschimmert und sich unterwegs keine Quelle und kein munteres Flüsschen mehr zeigt, das sich von den Klippen ins Meer stürzt ?