Mezé: Portulak mit Rote Beete Salat.

Nun sind wir schon im Oktober 2026 angekommen und seit heute ist dieses schreckliche Unwetter, das große Teile Kretas brutalst verwüstet und Todesopfer gefordert hat – von den Sachschäden, die mit Sicherheit in die hohen dreistelligen Millionen Euro gehen ganz abgesehen – endlich vorbei. Noch windet und schauert es, aber kein Vergleich mit den letzten Tagen.

Diesen letzten Tagen, an denen Unwetterwarnungen der höchsten Stufe (rot) alle Bewohner und Besucher der Insel davor gewarnt hat, sich mehr als unbedingt notwendig im Freien aufzuhalten, den Straßenverkehr – vor allem über Land – zu meiden und (Schluchten-)Wanderungen gar verboten hat, sprich: man sollte mit dem Allerwertesten (mit dem eigenen und auch dem Angetrauten ;-)) gefälligst zu Hause bleiben.

Was wir auch gerne getan haben, sind wir essenstechnisch doch generell recht gut bevorratet – also eher kein Problem. Auch wenn es uns hier in Paleochora bei Weitem nicht so schwer getroffen hat, wie zum Beispiel im Osten, kamen wir dieser Aufforderung nach, denn alleine der Sturm und eventuelle Erdrutsche sind ja Risiko genug.

Leon

Aber zurück zum Thema: bei all der umfassenden Bevorratung kommt es ja auch immer mal wieder darauf an, worauf man Appetit hat. Wirklichen Hunger haben wir Abends eigentlich nie, da wir eher „Mittagesser“ sind, aber irgendetwas zum Schnabulieren kommt meistens doch auf den Tisch. Und gestern war es uns irgendwie nach etwas „Gesundem“. 

Hatte Scheffredakteuse neulich doch von einem ihrer Spaziergänge mit dem Leon-Hund (genauso stürmisch wie das Wetter) eine ganze Petrakis´sche Gemüsetüte voller wild wachsendem Portulak (gr.: Glystrida) mitgebracht, also richtig viel (und da wächst noch mehr….!). Und frische, gekochte Rote Beete (gr.: Pantzaria) hatten wir auch noch im Kühlschrank. Eine prima Kombination, wie wir fanden.

Da haben wir den Salat.

Und tatsächlich – einfach genial. Rote Beete gewürfelt, in die Mitte des Tellers gehäufelt, mit ganz wenig Salz, etwas Pfeffer, viel getrocknetem Knoblauch (frischen hatten wir tatsächlich ausnahmsweise mal nicht, tststs….) bestreut und mit dem frischen Portulak umrundet. Fehlte nur noch ein Dressing. Scheffköchin schwebte eigentlich etwas in Richtung „Balsamico“ vor, aber auch da war Fehlanzeige….

Na gut, Frau wurde kreativ und mischte einfach ein bisschen Rote Beete-Saft mit Teriyaki-Sauce und Olivenöl – et voilà: ein geniales Dressing war kreiert. Ebendieses über der Beete und dem Portulak verteilt – und angerichtet war Scheffredakteur´s neuer Lieblingssalat.

Ideen muss man halt haben….

2 Kommentare

  1. Ach du gute Güte, ein Schlaumeier!
    Lieber Ralf, ich bin so alt, bei uns wurde das noch so geschrieben.

    Und auch der gute Herr Duden hat nix dagegen, wozu also die Aufregung?

    „Sowohl „Rote Bete“ als auch „Rote Beete“ sind laut dem Duden richtig.“

    Einfach nach“kochen“ und genießen – unser Tipp.

    Viel Spaß dabei, και καλή όρεξη! 😉

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