So reist man verantwortungsbewusst auf Kreta

Wunderschöne Strände, malerische Bergdörfer, gemütliche Tavernen mit köstlichen regionalen Speisen und Weinen sowie eine faszinierende Geschichte, die darauf wartet, entdeckt zu werden – all das sind nur einige Gründe, eine Reise nach Kreta zu planen. Damit du deinen Aufenthalt in vollen Zügen genießen und gleichzeitig deinen ökologischen Fußabdruck möglichst gering halten kannst, solltest du die folgenden Tipps beachten. Die Einheimischen werden deine Rücksicht zu schätzen wissen, und du erhältst einen viel authentischeren Einblick in das Leben auf der Insel.

Verstehe die örtlichen Gepflogenheiten

Nimm ausreichend Bargeld mit

Führe immer etwas Bargeld mit dir, denn viele Tavernen, Taxis und kleinere Geschäfte auf Kreta akzeptieren keine Kreditkarten.

Fotografiere mit Rücksicht

Bevor du zur Kamera greifst, solltest du wissen, dass es in Kirchen als unangebracht gilt, den Hauptaltar sowie Mönche oder Nonnen zu fotografieren. Wenn keine Hinweise vorhanden sind, frage am besten nach, ob Fotografieren erlaubt ist. Wo Fotos gestattet sind, solltest du auf den Blitz verzichten, da dieser Kunstwerke und historische Ruinen beschädigen kann. Das Fotografieren militärischer Einrichtungen ist streng verboten.

Achte auf deine Körpersprache

Vermeide es, deine offene Handfläche auf jemanden zu richten oder das „Okay“-Zeichen mit Daumen und Zeigefinger zu machen. Beide Gesten gelten in Griechenland als unhöflich.

Kleide dich respektvoll

Beim Besuch religiöser Stätten solltest du auf freizügige Kleidung verzichten. Schultern und Beine sollten bedeckt sein, außerdem gehört eine Kopfbedeckung beim Betreten einer Kirche abgenommen.

Plane den richtigen Reisezeitpunkt

Wir empfehlen einen Besuch zwischen März und Mitte Juni oder zwischen Mitte September und November, um den größten Besucherandrang zu vermeiden. Auch der Winter hat seinen Reiz, allerdings eignen sich die Temperaturen dann weniger für Strand und Baden.

Wenn du den Strand möglichst ohne Menschenmassen genießen möchtest, solltest du vor 12 Uhr kommen – idealerweise bereits gegen 10 Uhr. Eine weitere Möglichkeit ist, die stark besuchten Strände im Norden der Insel zu meiden. Ruhigere Alternativen findest du an der Süd- und Westküste. Möchtest du Kreta abseits der Strände erleben, lohnt sich eine Fahrt ins Inselinnere. Dort erwarten dich zahlreiche idyllische Bergdörfer, in denen fast das ganze Jahr über traditionelle Feste stattfinden.

Sei ein umweltbewusster Besucher

Reduzieren, wiederverwenden, recyceln

Plastikwasserflaschen gehören in den Sommermonaten zu den größten Müllverursachern, da viele Besucher sie kaufen und nach einmaligem Gebrauch entsorgen. Falls du keine eigene Trinkflasche dabeihast oder lieber Glasflaschen kaufst, solltest du wissen, dass Leitungswasser in den meisten Regionen Kretas problemlos trinkbar ist. Deshalb empfehlen wir, gekaufte Flaschen mehrfach zu verwenden.

Das Gleiche gilt für Kaffeebecher. Viele Cafés bieten inzwischen wiederverwendbare Becher an und gewähren sogar einen Rabatt, wenn du deinen eigenen Becher mitbringst. Außerdem stehen in vielen Orten Recyclingbehälter zur Verfügung – nutze sie bitte.

Gehe zu Fuß oder nutze öffentliche Verkehrsmittel

Obwohl Kreta die größte griechische Insel ist, lassen sich viele Orte hervorragend zu Fuß erkunden. So entdeckst du viel mehr als mit dem Auto – darunter Zypressenwälder, beeindruckende Schluchten sowie Oliven- und Orangenhaine. Für längere Strecken gibt es öffentliche Busse, die die wichtigsten Städte miteinander verbinden und teilweise auch Ziele im Süden der Insel anfahren. Beachte jedoch, dass sich die Fahrpläne je nach Saison ändern können.

Wenn du unterwegs öffentliche WLAN-Netzwerke nutzt, etwa an Bahnhöfen, in Cafés oder Hotels, kann ein VPN helfen, deine Internetverbindung zusätzlich zu schützen.

Übernachte nachhaltig und lokal

Wenn du das authentische Kreta erleben möchtest, entscheide dich für familiengeführte Apartments, traditionelle Ferienhäuser oder kleine Hotels. Zu den besonders nachhaltigen Unterkünften gehören das Olive Green im Zentrum von Heraklion, das Milia Mountain Retreat – eine restaurierte Bergsiedlung aus dem 17. Jahrhundert – sowie Aspros Potamos im Küstenort Makrys Gialos im Südosten Kretas, das ausschließlich erneuerbare Energien nutzt.


Nach einem sonnigen Sonntag wird es in Palaióchora morgen und am Dienstag wolkiger und die Sonne scheint nur noch zeitweise. Bei Höchstwerten um 21 Grad bleibt es überwiegend trocken. Die Wassertemperatur beträgt 21°C.

Informiere dich über Nachhaltigkeitsinitiativen

Auf Kreta gibt es zahlreiche erfolgreiche nachhaltige Unternehmen, darunter Biolea (preisgekröntes kaltgepresstes natives Olivenöl extra), das Dourakis Winery, Fisika und Tzompanakis Blown Glass. Außerdem befindet sich auf der Insel die European Sustainability Academy, die Schulungs- und Weiterbildungsprogramme zu nachhaltigem Wirtschaften und Corporate Social Responsibility (CSR) anbietet.

Entdecke die Orte, die Einheimische lieben

Tausche Touristenfallen gegen Geheimtipps

Wenn du abseits der bekannten Routen unterwegs sein möchtest, gibt es einige besondere Orte. Aspri Limni ist ein kleiner, versteckter Strand, den bisher nur wenige kennen und der mit seiner Schönheit begeistert. Ebenfalls sehenswert ist Elafonisi im Südwesten Kretas mit seinem rosafarbenen Sand und den traumhaften Stränden – im Sommer ist dort allerdings viel los. Wer Ruhe sucht, sollte unbedingt das Fischerdorf Loutro besuchen. Es ist ausschließlich zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar und bietet eine entspannte Atmosphäre fernab der großen Touristenströme.

Erlebe das echte Leben auf Kreta

Wenn du dich wie ein Einheimischer fühlen möchtest, verbringe Zeit in den Vierteln, die auch die Bewohner selbst bevorzugen. In Chania lohnen sich die Stadtteile Halepa und Nea Chora. In Heraklion solltest du Lakkos besuchen – das ehemalige Rotlichtviertel hat sich zu einem kreativen Szeneviertel mit beeindruckender Street Art und kleinen Tavernen entwickelt.

Kaufe regional ein

Auf Kreta findest du hochwertige Lederwaren sowie viele traditionelle Souvenirs wie Schmuck und Kunsthandwerk, beispielsweise in der Stivanadika-Straße in der Altstadt von Chania oder in den Dörfern Anogia, Zoniana und Zaros. Für handgefertigte Keramik sind vor allem die Orte Margarites und Thrapsano bekannt, deren Keramiktradition seit über hundert Jahren gepflegt wird. Wenn du Wein mit nach Hause nehmen möchtest, lohnt sich der direkte Einkauf bei einem Weingut – dort erhältst du oft die besten Preise.