Das Fastentagebuch – Tag 39.

Jippiiiiiie! Der Fasten-Countdown wird mit dem heutigen Tag einstellig – das Gröbste ist rum, auch wenn noch eine harte Woche vor mir liegt, aber ich bin ob der tapfer durchgestandenen letzten 38 Tage dermaßen motiviert, dass ich jetzt auch nicht mehr kneifen werde. Ne Woche lang dann nicht mal mehr Öl? Okaaaaaaayyyyyyyyyyy – könnt Ihr haben. Auch wenn es hart werden wird… 

Aber noch sind wir in der Vor-Karwoche, also darf ich noch brutzeln und schmurgeln, wie es mein Herzchen begehrt. Was heute dazu führte, dass das Frühstück mal wieder eher fruchtig-süß ausfiel, das Mittagessen aber um so herzhafter. Und ganz frei von jeglichem Meeresgetier! Vegetarisch geht ganz gut  – muss ja aber nicht immer sein…..

Aber der Reihe nach. Immerhin sollte heute das Wetter richtig gut mitspielen – nach einigen nächtlichen Gewittern mit heftigem Regen war heute morgen der Himmel sternenklar und als es dann hell wurde, gab es keine einzige Wolke am Himmel. Der Sahara-Staub ist aus der Atmosphäre rausgewaschen und es erwartete uns ein sonniger und frühlingshaft-warmer Tag im Südwesten Kretas. Die Morgentemperaturen lagen bei uns auf dem Berg zwar nur bei 9°C, aber das alles ohne Wind und mit Aussicht auf Sonne satt – wer will da schon meckern? Tatsächlich stieg das Thermometer auf etwas über 18°C bei strahlendem Sonnenschein und absoluter Windstille – alles wieder gut.

So ging es erst mal um 7h zu den kleinen und großen Rockern im Compound und am Hafen – Medikamente, Futter und Knuddeleinheiten inclusive. Dann ein bisschen mit dem vierbeinigen, fellnasigen Tierschutz-Redakteur am Strand rumgetobt und gegen 9h zurück auf dem Berg, wo es dann Frühstück für Fasten-Frauchen gab (alle Krüger´schen Terror-Fellnasen waren bereits vor 6h morgens abgefüttert…). Heute gab es mal wieder einen schönen Obstteller, bestehend aus Apfel, Birne, Kiwi, Erdbeeren und  Rosinen. Ne Kanne Tee anbei und alles wunderbar. 

Vitaminschock am Morgen vertreibt (Fasten-)Kummer und Sorgen!

Und zum Mittagessen lechzte die Fastenqueen mal nach etwas burgerartigem – ohne Fleisch halt, aber man hatte sich auf die Fahne geschrieben, heute mal genau das zuzubereiten, was man leider derzeit im ganzen Dorf nicht findet, denn selbst wenn es irgendeinen Veggie-Burger oder -Toast gibt, ist da immer fett Mayonnaise mit drauf. Prinzipiell nix dagegen einzuwenden, sondern sogar extrem lecker, aber halt ein Fastentabu. Also gab es nur eine Alternative: selber machen!

Somit bestand mein heutiger Mittags-Burger einem frisch aufgebackenen Burgerbrötchen mit folgender Auflage: erst mal Olivenöl auf beide Brötcheninnenseiten, dann auf die untere Hälfte ein Schippchen gemischten karamellisierte Zwiebeln, gegrillte Tomaten, Auberginen-, Karotten- und Zucchinischeiben, ein paar gebratene Pilze drauf, nochmal ne Lage karamellisierte Zwiebeln und dann – Deckel drauf und gut! Ach ja – nicht zu vergessen: über jede Lage gegrillten Gemüses gab es noch ein paar Tropfen Balsamico-Creme!

Fasten-Veggie-Burger Marke Eigenbau. Ausnahmslos lecker!

Stellte sich nur noch die Frage aller Fragen: wie gehe ich diesem Burger-Monster an den Kragen? Denn dummerweise kann ich meinen Unterkiefer nicht einfach aus der Aufhängung ausklinken, wodurch meine „Bissgröße“ irgendwie beschränkt ist. Na gut, erst mal ein Foto gemacht, die Chose dann irgendwie gehälftelt und das dadurch auf dem Teller entstandene Chaos nach und nach aufgefuttert. Und es war ausnahmslos lecker – Selfies vom Verzehr erspare ich Euch jetzt aber….

Derart vom Mittagessen gesättigt, gab es am Nachmittag nur noch ein paar süße Gebäckstückchen der Bäckerei unseres Vertrauens (Vakakis) und der Tag war zumindest kulinarisch gelaufen. Was ich zwischen den Mahlzeiten so getrieben habe, findet Ihr entweder hier auf der Website, oder Ihr befragt den Krüger´schen Streichelzoo, dessen Bewohner den Scheffredakteur auch schmerzlich vermissen und deshalb mir nicht von den Hacken weichen….

Radio Kreta – der Fasten-Endspurt hat begonnen!

Und wenn Ihr wissen wollt, wovon die Fasten-Queen in diesen letzten Fastentagen bzw. -Nächten träumt: von den 11 Gerichten, die man in Paleochora unbedingt gegessen haben sollte. Und die mit Sicherheit nach Ostern wieder eins nach dem anderen fällig sind….

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