Geburtstage – 5. April: Agnetha Fältskog

Heute hat mal wieder ein nordisches Goldkehlchen Geburtstag, das vor allem als ein „A“ von ABBA bekannt wurde, nämlich „Agnetha“. Jaaa, genau, das war die Blonde! Und genau diese Agnetha, Agnetha Fältskog, wird heute 65 Jahre alt. Jetzt dann erst mal zu ihrer bisherigen Biografie:

Agnetha Fältskog wurde am 5. April 1950 in Jönköping als Agneta Åse Fältskog geboren und ist eine schwedische Sängerin und Komponistin. Sie war von 1972 bis 1982 Mitglied der Popgruppe ABBA.

Agnetha wurde als erste von zwei Töchtern des Kaufhausgeschäftsführers Knut Ingvar Fältskog und dessen Frau Birgit Margareta Johansson geboren.
Im Alter von sechs Jahren stand sie, vom Vater organisiert, das erste Mal auf einer Bühne. Sie lernte Klavierspielen und komponierte eigene Lieder. Im Alter von 15 Jahren verließ sie die Schule und arbeitete in einem Autowerk in Jönköping als Telefonistin. Nebenbei trat sie ab 1966 als Sängerin bei einer Band namens „Bernt Enghardt’s Orkestra“ auf, wobei sie unter anderem auch selbstkomponierte Lieder sang.
Der Talentsucher Karl-Gerhard Lundkvist hörte so 1967 ihr Lied „Jag var så kär“ („Ich war so verliebt“). Er förderte Fältskog und sie bekam ihren ersten Plattenvertrag.
Innerhalb Schwedens wurde Fältskog schnell bekannt und erfolgreich. 1968 nahm sie mit dem Produzenten Dieter Zimmermann, mit dem sie auch kurzzeitig verlobt war, in Berlin einige – allerdings weitgehend erfolglose – deutschsprachige Titel auf.

Zurück in Schweden traf Fältskog 1969 bei der Fernsehaufzeichnung einer schwedischen Musikveranstaltung Björn Ulvaeus, einen in Schweden bekannten Musiker der „Hootenanny Singers“. Ulvaeus und Fältskog heirateten am 6. Juli 1971. Am Ende desselben Jahres stand Fältskog in der schwedischen Fassung von „Jesus Christ Superstar“ als Maria Magdalena auf der Bühne.

Fältskog veröffentlichte zwischen 1967 und 1975 fünf Soloalben, deren Lieder sie meist selbst komponierte. Auch nach ihrer Zeit mit ABBA komponierte Fältskog einige Stücke für ihre Soloalben.

Zu Beginn der 1970er Jahre arbeitete Agnetha Fältskog noch hauptsächlich weiter an ihrer Solokarriere, konzentrierte sich später aber auf ihr Schaffen in der Gruppe. Sie und Anni-Frid Lyngstad sangen anfangs nur die Background-Stimmen in dem neuen Musikprojekt ihrer Partner Björn Ulvaeus und Benny Andersson. Nach verschiedenen Experimenten zur Findung eines eigenständigen ABBA-Sounds nahmen sie aber bald die Rolle der Leadsängerinnen ein. Fältskogs glockenhelle, klare Sopranstimme stellte hierbei die Ergänzung zu Lyngstads Mezzosopran dar. Ab 1973 und insbesondere nach dem Sieg mit „Waterloo“ beim Eurovision Song Contest 1974 feierte Fältskog mit ABBA international musikalisch wie kommerziell große Erfolge („Chiquitita“, „Dancing Queen“, „SOS“, „Mamma Mia“, „The Winner Takes It All“ und viele mehr) und wurde so, neben ihren Kollegen, zum weltweit bekannten und beachteten Star in der Musikszene der siebziger und achtziger Jahre.

Während ihrer Zeit bei ABBA bekam Fältskog mit Ehemann Björn Ulvaeus zwei Kinder, Linda (* 1973) und Peter Christian (* 1977). Ihre Rolle und ihre Ansichten als Mutter brachten Fältskog dabei wiederholt in Konflikt mit den Interessen der Gruppe. Auch ihre Flugangst, die sie immer wieder vergeblich behandeln ließ, erschwerte Fältskog den zeitweiligen Abschied von ihren Kindern und von Schweden. Im Dezember 1978 trennten sich Fältskog und Ulvaeus, und Fältskog zog mit den Kindern aus dem gemeinsamen Haus aus. Im Sommer 1980 wurde die Ehe geschieden.
Dennoch blieb Fältskog Mitglied der Gruppe. Sie nahm noch drei weitere Alben und mehrere Singles mit ABBA auf und unternahm mit der Gruppe 1979/80 noch eine große Welttournee durch Amerika, Europa und Japan.

Nach dem Ende von ABBA brachte Fältskog mehrere Soloalben auf den Markt. Im Frühjahr 1983 entstand ihr erstes englischsprachiges Album „Wrap Your Arms Around Me“. Sie komponierte nicht mehr selbst, sondern wählte die Lieder für das Album lediglich aus.

Fältskogs Solo-Singles und -Alben waren nicht annähernd so erfolgreich wie die von ABBA, dennoch konnte sie mit Alben und Singles Spitzenplatzierungen in Skandinavien, den Benelux-Staaten und Südafrika verbuchen. In den großen, wichtigen Märkten wie Großbritannien, Deutschland, USA oder Australien waren ihre Veröffentlichungen eher im mittleren Feld der Hitlisten zu finden.

Anfang 1988 zog sich Fältskog für viele Jahre aus der Musikindustrie zurück.
1996 erschien in Zusammenarbeit mit der Journalistin Brita Åhman Fältskogs Autobiografie „Som jag är“ („So, wie ich bin“; Anspielung auf ihr gleichnamiges Studioalbum aus dem Jahr 1970). In England wurde das Buch unter dem Titel As I Am und in Dänemark als Som jeg er veröffentlicht.
2004 veröffentlichte Fältskog nach 17 Jahren Pause wieder ein Album. Unter dem Titel „My Colouring Book“ sang sie Coverversionen von Liedern, die sie in ihrer Jugend beeinflussten.
Am 2008 kam unter dem Titel „My Very Best“ eine Doppel-CD auf den Markt, aufgeteilt in schwedisch- (CD1) und englischsprachige Solohits (CD2), ausgewählt aus der gesamten Laufzeit der Solokarriere von 1967 bis 2004.
Im Oktober 2012 gab Agnetha Fältskogs Sprecher Staffan Linde bekannt, dass sie zusammen mit dem schwedischen Songwriter Jörgen Elofsson an einem neuen Album arbeite. Dieses erschien im Mai 2013 in Deutschland und drei Tage später in allen anderen Ländern. Der schlichte Titel „A“ soll auf den ersten Buchstaben von Fältskogs Vornamen und von „ABBA“ anspielen. Das Album stieg in Schweden, Großbritannien, Australien, Deutschland, Norwegen, der Schweiz und in Dänemark in die Top Ten der Album-Charts ein. Im November 2013 sang Agnetha das erste Mal seit 25 Jahren wieder mal live auf einer Bühne – und zwar mit Gary Barlow das Duett „I Should’ve Followed You Home“ in der BBC Show „Children In Need Rocks“.

Nach der Scheidung von Ulvaeus hatte Agnetha Fältskog zahlreiche Affären und kurzzeitige Beziehungen. Ihre 1990 geschlossene zweite Ehe mit dem schwedischen Arzt Tomas Sonnenfeld wurde 1993 wieder geschieden. In dieser Zeit musste sie auch mit dem Selbstmord ihrer Mutter und ein Jahr später mit dem Tod ihres Vaters fertig werden.
Zwischen 1997 und 1999 hatte Fältskog eine nie näher definierte Beziehung mit dem damals in Schweden lebenden Niederländer Gert van der Graaf. Dieser belästigte Fältskog danach wiederholt und drang sogar in ihr Anwesen ein. Wegen Stalkings wurde er mehrmals zu hohen Geldstrafen verurteilt, musste Schadenersatz zahlen, wurde wiederholt festgenommen, schließlich in die Niederlande abgeschoben (zuletzt im Jahre 2003) und erhielt auch ein befristetes Einreiseverbot nach Schweden.

Fältskog lebt heute zurückgezogen mit ihrer Tochter Linda und deren Familie auf ihrem Bauernhof auf Helgö in der westlich von Stockholm gelegenen, aus Inseln bestehenden Gemeinde Ekerö.

Agnethas komplette Diskografie und ihre Mitwirkung in Musicals und Filmen findet Ihr bei unserer Quelle Wikipedia.

Radio Kreta gratuliert von Herzen und dankt für wundervolle Musik! Weiter so!


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