Geburtstage – 5. September: Freddie Mercury

Heute hat einer der musikalischen Kindheits- und Jugend-Helden der Verfasserin dieses Artikels Geburtstag – und die Tatsache, dass er viel zu früh, nämlich im Alter von nur 45 Jahren, von uns gegangen ist, schmälert seinen Verdienst um die Rock- und Pop-Musik der 1970er- und -80er Jahre keineswegs.
Heute geht es um die damals wohl schillerndste Figur der Musikszene (unvergessen das Video mit Staubsauger zu „I want to break free“!), nämlich um Freddie Mercury

Grund genug, die eigenen (allerdings sehr sentimentalen) Erinnerungen, sowie die etwas sachlicheren Fakten aus dem WWWeb, z.B. mal wieder aus Wikipedia zu bemühen, jährt sich sein Todestag doch am 24. November zum 20. Mal. Aber egal – „The show must go on“ und einer wie Freddie stirbt schließlich nie!

In epischer Breite könnt Ihr Freddies Leben, Schaffen und Wirken aus o.g. Quellen beziehen, hier nur einige Auszüge aus seiner Bio- und Diskografie:

Freddie Mercury wurde am 5. September 1946 als Farrokh Bulsara in Gujarati auf Sansibar in eine aus Indien stammende parsische Familie geboren und war ein britischer Musiker. Er gilt als einer der bedeutendsten Rocksänger der 1970er und 1980er Jahre. Berühmt wurde er als Leadsänger der Band „Queen“. Die Musikzeitschrift „Rolling Stone“ setzte ihn auf Platz 18 der Liste der besten Sänger aller Zeiten.

Ab 1955 besuchte er das englische Internat St. Peter’s School in Panchgani, das etwa 250 Kilometer von Mumbai (Bombay) entfernt liegt. Dort bekam er den Spitznamen Freddie, den er sein ganzes Leben behielt. Der Direktor des Internats bemerkte Bulsaras Musiktalent und schlug dessen Eltern vor, ihn Klavier lernen zu lassen, was auch geschah. Er trat auch dem Schülerchor bei und nahm an Aufführungen des Schultheaters teil. 1963 kehrte Mercury nach Sansibar zurück, das Ende des Jahres die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft erlangte. Kurze Zeit später kam es im Januar 1964 zu einer gewaltsamen Revolution gegen den Sultan von Sansibar.

Noch im selben Monat flüchteten Jer und Bomi Bulsara, der für die britische Regierung gearbeitet hatte, mit ihrem 17-jährigen Sohn Freddie und dessen 1952 geborener Schwester Kashmira nach London. Dort besuchte Mercury erst das Polytechnikum und von 1966 bis 1969 das Ealing College of Art, das er mit dem Diplom in Grafikdesign abschloss. In dieser Zeit fertigte er zahlreiche Zeichnungen an, darunter waren Portraits seines Idols Jimi Hendrix sowie von Elizabeth Taylor, Rock Hudson, Paul McCartney und Cliff Richard; er entwarf auch modische Kleidung.

Durch seinen Studienkollegen Tim Staffell lernte Mercury – der sich damals noch „Freddie Bulsara“ nannte – die Band „Smile“ kennen. Dieses Trio wurde 1968 gegründet. Die weiteren Mitglieder neben Staffell (Gesang und Bass) waren Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Schlagzeug).

Im April 1970 gründeten Brian May und Roger Taylor zusammen mit Freddie eine gemeinsame Band, der Mercury den Namen „Queen“ gab und deren Logo er entwickelte. 1971 kam der Bassist John Deacon hinzu.

Einige Zeit nach der Gründung von Queen (1970) legte sich „Freddie“ Bulsara den Künstlernamen „Mercury“ zu. Das englische Wort Mercury hat verschiedene Bedeutungen. Die drei wichtigsten sind: Merkur, der sonnennächste Planet unseres Sonnensystems; das chemische Element Quecksilber und der Gott Merkur der römischen Mythologie, der die besondere Position des Götterboten innehatte.

Während der ersten Hälfte der achtziger Jahre wählte Mercury New York und vor allem München als „zweiten“ Wohnsitz, um dort Alben aufzunehmen und gleichzeitig ein vergleichsweise unbehelligtes Privatleben zu haben.

Freddie Mercury war nicht nur Lead-Sänger und – neben Brian May – Hauptkomponist der Band. Er war auch an der Ausgestaltung von Stil und Image der Band wesentlich beteiligt. Dank seiner Bühnenpräsenz gehörte Queen zu den erfolgreichsten Livebands aller Zeiten. Insbesondere der Auftritt beim von Bob Geldof initiierten Live-Aid-Konzert zeigte dieses eindrucksvoll. Zu Mercurys bekanntesten Queen-Songs zählen „Bohemian Rhapsody“, „Crazy Little Thing Called Love“, „Don’t Stop Me Now“, „Princess of the Universe“, „We Are the Champions“ und „Somebody to Love“.

Seine unverwechselbare Stimme hatte für einen Rocksänger ungewöhnliches Volumen und Umfang. Obwohl Mercury von Natur aus ein Tenor war, konnte er die verschiedenen Register seiner 3½-Oktaven-Stimme in vielfältiger Weise abschattieren.
Mercury war in vielen Stilrichtungen zu Hause: Von Music-Hall-Titeln wie „Killer Queen“ oder „Bring Back That Leroy Brown“ über den Rock ’n’ Roll der 50er Jahre (Crazy Little Thing Called Love, Man on the Prowl) und Hard Rock bis zu Disco und Funk der 80er Jahre (Staying Power, Body Language, Another One Bites the Dust).

Im Jahr 1991 verdichteten sich die Gerüchte, dass Freddie Mercury schwer erkrankt sei und an Aids leide, worüber Boulevard-Blätter der ganzen Welt berichteten. Obwohl Mercury bereits im Frühjahr 1987 positiv auf HIV getestet worden war, leugnete er diese Gerüchte völlig. Seine unmittelbare Umgebung hielt seinen wahren Gesundheitszustand und vor allem die Art seiner Erkrankung für mehrere Jahre geheim.

Freddie Mercury hatte sich trotz der Aids-Diagnose weiterhin mit aller Kraft der Musik gewidmet. Seine letzten Aufnahmen wurden zum größten Teil in Queens Studio in Montreux am Genfersee gemacht, wo auch das CD-Cover für das posthum erschienene Queen-Album „Made in Heaven“ entstand – es zeigt Mercurys überlebensgroße Statue, die heute zum Gedenken am Genfersee steht, während der Dämmerung. Diese Statue zeigt ihn in einer typischen Pose bei Auftritten. Mercury faszinierte sein Publikum mit seinen tänzerischen, kraftvollen, auf die Musik abgestimmten und durch die Musik inspirierten Bewegungen.

Am 23. November 1991 unterrichtete er in einer vorbereiteten schriftlichen Aussage die Öffentlichkeit, dass er an Aids erkrankt sei. Freddie Mercury verstarb am Tag darauf, dem 24. November um 19 Uhr in London in seinem Haus in Kensington im Alter von 45 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Zuvor verweigerte er aufgrund der körperlichen Leiden und Schmerzen die weitere Medikamenteneinnahme.

Da seine Stimme bis zum Ende noch immer funktionierte, hatte er gewollt, dass die Bandmitglieder noch so viele Songs wie möglich für ihn schreiben, die dann nach seinem Tod erscheinen sollten.

Am 20. April 1992 fand im Londoner Wembley-Stadion das weltweit direkt im Fernsehen übertragene Freddie Mercury Tribute Concert for Aids Awareness statt. Die verbliebenen Mitglieder von Queen – Brian May, Roger Taylor und John Deacon – hatten das Konzert zu Ehren Mercurys und mit dem Ziel, das Bewusstsein für Aids zu verstärken, organisiert. Die Queen-Musiker traten gemeinsam mit einer Vielzahl an Gästen auf, darunter waren unter anderen James Hetfield mit der Band Metallica, Guns N’ Roses, David Bowie, Seal, Tony Iommi, George Michael, Lisa Stansfield, Elton John und Liza Minnelli.

Radio Kreta gratuliert einem unvergesslichen und unvergessenen Musiker von Herzen. Wir vermissen dich, Freddie!

Und hier das offizielle Video zum heutigen 65. Geburtstag:

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