Tsunami in Japan – und Google denkt mit

Quelle: Hamburger Abendblatt

HAMBURG. Noch während die tödliche Flutwelle über den Pazifik rollt, ändert die US-Suchmaschine Google ihre englischsprachige Startseite, um vor dem Tsunami zu warnen. „Tsunami-Alarm für Neuseeland, die Philippinen, Indonesien, Papua-Neuguinea, Hawaii und andere Staaten. Die vom Erdbeben der Stärke 8,9 in Japan verursachten Wellen werden wahrscheinlich in den nächsten Stunden aufschlagen“, heißt es direkt unter dem Such-Fenster. Millionen Internetnutzer werden so auf die Katastrophe aufmerksam. Fernsehsender oder Radios können ihre Sendungen für Alarmmeldungen unterbrechen. Das Beispiel Google zeigt: Heute sind die Internetmeldungen genauso wichtig, weil das Medium mehr kann als nur informieren.

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„Ich suche jemanden“ und „Ich habe Informationen über jemanden“ steht in Englisch und Japanisch auf einer anderen kargen, weißen Google-Seite. Schon wenige Stunden nach dem Erdbeben haben dort mehr als 7000 Menschen ihre Daten eingetragen. Früher mussten Erdbebenopfer auf der Suche nach Vermissten Zettel an Bretter kleben oder umständlich Listen durchpflügen – mit wenig Aussicht auf Erfolg. Dank Internet sind die Chancen heute höher, jemanden tatsächlich zu finden. Suchanfragen und Wortmeldungen kommen zusammen. Auch in den Krisengebieten. Auch jetzt am Pazifik.

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In anderen Internetdiensten ist das Beben in Japan ebenfalls eines der beherrschenden Themen. Im Kurznachrichten-Dienst Twitter schicken Nutzer ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung für die Japaner in die Welt. Im sozialen Netzwerk Facebook verbreiten sich Video-Aufnahmen vom Beben und den ersten Tsunami-Wellen.

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