Camping auf Kreta.

Kreta ist mit rund 8261 Quadratkilometern Fläche sowie 1066 Kilometern Küstenlänge die größte griechische Insel, die jede Menge Möglichkeiten zur individuellen Erkundung bietet. Die überwältigende Natur am Meer und in den Bergen, das sommerliche „Leben“ in den küstennahen Touristenzentren und die Ruhe etwas weiter im Hinterland, die Tausende von Jahren alte Historie mit ihren Relikten und Mythen – Kreta bietet wohl für Jeden etwas.

Noch dazu herrscht auf Kreta ein gleichmäßiges Mittelmeerklima. Die Insel ist mit ihren ca. 300 Sonnen-Tagen pro Jahr zusammen mit Zypern die sonnigste Insel im Mittelmeerraum. Der Sommer ist heiß und trocken, wobei insbesondere an der Südküste sehr hohe Temperaturen gemessen werden. Der Winter ist regenreich und mild, die Hochlagen der Gebirgszüge sind schneereich. Kreta ist durch mehrere Klimazonen geprägt. Die Spanne reicht von trocken-heißen bis zu feucht-alpinen Zonen. Also ist auch klimatisch für so ziemlich jeden Geschmack etwas mit dabei.

Die Touristensaison läuft vor allem zwischen den Monaten Mai bis Oktober ab, allerdings verlängert sich die Saison von Jahr zu Jahr, da die milden Temperaturen der herbstlichen Nachsaison auch viele Besucher zum Wandern, Mountainbiken oder einfach Relaxen fernab des sommerlichen Touristentrubels auf die Insel locken. Auch der Wintertourismus erfreut sich zunehmender Beliebtheit – auch wenn das Unterkunfts- und Gastronomieangebot von November bis März/April etwas eingeschränkter oder – beispielsweise an der Nordküste – kaum der Rede wert ist.

Auf dem Camping bei Manolis in Paleochora.

Es ist auch festzustellen, dass zunehmend mehr Touristen den Wunsch verspüren, einen Individualurlaub zu planen. Viele Inselbesucher möchten ihre Urlaubszeit – unabhängig von der Jahreszeit – intensiv nutzen und haben deshalb kein Interesse daran, durchweg in der selben Unterkunft zu wohnen. Dementsprechend erfreuen sich vor allem Campingurlaube einer steigenden Beliebtheit. Besonders das Erkunden der Insel per Rundreise mit dem Wohnmobil liegt im Trend aber auch für Zelturlauber bietet Kreta jede Menge Möglichkeiten. Und Ausflugstipps gibt es auch jede Menge.

Ein Campingplatz nach Wahl und für fast jede Geldbörse

Die Wahl des Campingplatzes ist letztlich reine Geschmackssache und sollte nach den eigenen Bedürfnissen bezüglich der Freizeitaktivitäten ausgewählt werden. In der Regel bieten alle Campingplätze die Möglichkeit, mit eigenem Zelt oder Wohnmobil anzureisen oder vor Ort eine Unterkunft, zumeist in Form eines Zelts oder kleinen (Holz-)Bungalows, zu mieten. Und das meist mitten in der Natur und trotzdem mit der entsprechenden und notwendigen Infrastruktur in Reichweite.

Bei der Suche nach dem Campingplatz ist auch der ADAC mit seiner Website Pincamp.de eine prima Hilfe.

Hier sind auch kinderreiche Familien, ggf. auch mit Haustier, gerne gesehen – solange sich alle Zwei- und Vierbeiner sozialverträglich verhalten, versteht sich.

Nur „wildes Camping“ in Naturschutzgebieten ist keine gute Idee – auch nicht mal für eine Nacht – denn illegales Camping in Naturschutzgebieten wird seit 2017 polizeilich geahndet. Diese Kontrollen werden auf ganz Kreta jährlich durchgeführt und verschärft, um die Legalität und das ordnungsgemäße Funktionieren der touristischen Destinationen der Insel zu gewährleisten.

Auf dem Campingplatz in Grammeno.

Erfreulich ist, dass viele Campingplätze auch im Winter geöffnet sind – und das natürlich zu noch moderateren Preisen, als zur Hochsaison von Juli bis September. Allerdings ist das Wetter dann auch nicht so stabil wie in besagten Hochsaisonsmonaten, aber entsprechend ausgerüstet kann man die kretische Natur auf diese Weise auch mal ganz anders und ganz aus der Nähe erleben!

Wie kommt man mit dem Camper nach Kreta?

Egal welchen Weg man nach Kreta wählt und wie lange man, z.B. über die Balkanroute in Richtung der Insel fährt – mindestens einmal kommt man um eine Fährpassage nicht herum. Und die lautet meistens Piräus-Heraklion oder Piräus-Chania, dauert ca. 9 Stunden und ist meist eine Nachtfahrt.

Wer mit eigenem Campingmobil anreist, kann schon auf der Fähre mit dem „Camping an Bord“ beginnen, also im eigenen Wohnmobil übernachten und sich so beispielsweise bei nächtlichen Fährfahrten die Miete für eine Kabine oder einen Liegestuhl sparen – insofern der Fährbetreiber dies erlaubt. In den Sommermonaten meist kein Problem, im Winter eher nicht erlaubt.

Bei einigen Fähren ist es allerdings auch möglich, nur die einfache Deckspassage zu bezahlen und sich dann, soweit das erlaubt ist, mit seinem Retsina und seinem Schlafsack irgendwo an Deck hinlegen und so die Nacht zu verbringen. Dafür eignen sich zum Beispiel ruhige Gänge, geschlossene Bars und Restaurants an Bord oder auch frei zugängige Liegesitze und Bänke auf Deck – überwältigender Sternenhimmel inclusive! Da ist schon der Weg zum Ziel ein unvergessliches Ereignis.

Camping auf Kreta ist in jedem Fall eine individuelle, flexible und sicher erlebnisreiche Form des Urlaubs.

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