Von Efthichis „Lucky“ aus Azoyres. Mit Google Übersetzer.
Bevor Paleochora zu einem bekannten Touristenziel wurde, bevor Begriffe wie alternativer Tourismus und authentische Erlebnisse in unseren Sprachgebrauch Einzug hielten, gab es einige Pioniere, die unseren Ort auf ganz andere Weise entdeckten.
Das waren die Hippies der 60er und frühen 70er Jahre.
Nur wenige wissen, dass viele von ihnen, bevor sie in Paleochora ankamen und sich niederließen, zunächst durch Azogyres reisten.
Dort fanden sie einen Ort vor, der zwar materiell arm, aber reich an Menschen, Gastfreundschaft und Solidarität war.
Sie wohnten in alten Häusern, in Höhlen, auf Dächern und sogar im Freien, integrierten sich in das Dorfleben und wurden mit der Zeit ein fester Bestandteil unserer Gemeinschaft. Sie feierten auf den Terrassen, badeten in den Wasserfällen, die vor drei Jahren durch die Straßenbauarbeiten zerstört wurden. Sie schnitzten und bemalten überall Felsen und Steine und hatten sogar ihre eigene handgeschriebene Zeitung.

Sie waren keine gewöhnlichen Besucher, sondern gehörten zur Dorfgemeinschaft. Sie nahmen an Festen und Hausarbeiten teil. Sie arbeiteten auf den Feldern, in den Olivenbäumen, halfen bei allen landwirtschaftlichen Arbeiten und teilten den Alltag der Bewohner. Oft waren sie mehr als Freunde, sie wurden wie Kinder für die Familien.
Ein typisches und zutiefst berührendes Beispiel ist meine Großmutter Sofia Pateraki-Koukoutsaki, die vielen von ihnen ihr Zuhause und ihr Herz öffnete. Manche wohnten in unseren alten Häusern, andere auf den Dächern, wieder andere in unserem Haus oder sogar im Keller. Manche hatten Geld, andere keinen einzigen Franc. Für meine Großmutter spielte das keine Rolle. Sie kümmerte sich ohne Unterschied um sie alle, als wären es ihre eigenen Kinder. Und genau so nannten sie alle: eine liebevolle und fürsorgliche Mutter.
Sie ernährte sie hauptsächlich mit Hülsenfrüchten, Salaten und ihrem berühmten Omelett, das vielen als Sofias Omelett bekannt wurde – ein einfaches Gericht, aber voller Liebe und Fürsorge, genau wie sie selbst.
All das gehört nun zur jüngeren Geschichte unseres Dorfes.
Wie jede Epoche ist auch sie vergangen. Doch sie ist nicht verschwunden. Sie hat Spuren hinterlassen. Menschliche, soziale und kulturelle Spuren. Eine davon sind die Gemälde, die die Hippies an den Wänden alter Häuser und Ruinen hinterließen. Sie hatten Zeit, Freiheit und künstlerisches Talent. Sie malten an den Orten, an denen sie lebten, und gaben der Umgebung ihren eigenen Charakter, ihre eigene Weltsicht. Viele dieser Bilder sind inzwischen verloren gegangen, übermalt oder gelöscht worden. Doch einige existieren noch, stumme Zeugen einer anderen Zeit.
Mein heutiger Beitrag enthält ein Foto eines Gemäldes an einer Ruinenwand in Azogyres. Es ist nicht nur ein Verweis auf die Vergangenheit.
Es ist eine Erinnerung daran, dass unser Ort nicht nur von Steinen und Feldern geprägt wurde, sondern auch von Menschen, Wegen, Begegnungen und Solidarität. Diese Geschichte ist es wert, erzählt und bewahrt zu werden, denn mehr als 50 Jahre sind seitdem vergangen, und viele von ihnen sind nicht mehr unter uns. Doch ihre Geschichten blieben erhalten, die sie immer wieder Freunden und Verwandten erzählen, aber auch unsere eigenen, die sich an diese glorreiche Vergangenheit voller Lachen, Freude und Unbeschwertheit erinnern und sie weitererzählen.
Mit Ehren
Euftychios Antoniou Koukoutsakis
Präsident des Azogyre Kulturvereins

Moin, das kleine Dorf Azogirés (15-20 Einwohner), 9 km von Paleochóra, ist eine schöne grüne Idylle, umgeben von Olivenhainen und Gebirgsketten. Abseits von jedem Trubel. Einen Minimarkt, Bäcker, Bankautomat usw. gibt es in Azogirés nicht, dafür ein Kafenio und das Hotel Alfa, die beide zusammen gehören.
Es gibt einiges in und um Azogirés zu erkunden, die Wasserfälle, die Höhle der 99 heiligen Väter, Spaniakos Koules/Osmanische Festung, das Kloster Ekklisia Agii Pateres + Museum und der alte Verbindungsweg nach Anidri.
Das Alfa Café ist ein uriges Kafenio. Ein der Vergangenheit gab es oft keine Bedienung und man bediente sich selbst am Kühlschrank und lässt dann das Geld auf dem Tisch liegen. Abends sitzen 1-2 Einheimische und die Gäste vom Hotel Alfa im Kafenio. Aktuell hat ein junges Paar aus Arhen das Kafenio gepachtet.
Die Zimmer im Hotel Alfa sind sehr sehr einfach, haben einen kleinen Balkon. Im Frühling und Winter ist es kalt in den Zimmern. Schön ist die Gemeinschaftsküche mit einer schönen Terrasse, in einem 200 Jahre alten Gebäude, das zum Hotel Alfa gehört und der große Yogaraum.
Das erste mal bin ich im Oktober 2013 für ein paar Tage in Azogirés gewesen. Seit dem komme ich immer wieder in dieses ruhige Bergdorf. Im November 2017 für 1 Woche zur Olivenernte. Im Dezember 2021 bin ich mal wieder den schönen alten Verbindungsweg (Monopati)von Azogirés nach Anidri gegangen und im Oktober 2022 mit einem Freund zum Spaniakos Koules.
Im April 2024 mit einem Freund die Antike Stadt Yrtakina besucht und einen Tag später von Achladiakes über Limnia nach Kadros gewandert.
Im April 2025 die Carved Höhle angeschaut.
Kaló Chimóna (Καλό χειμώνα) – einen guten Winter, kv