Endlich: Ein Luxushotel auch in Sougia.

Die  Stadtverwaltung Chania  hat die Vorabgenehmigung für den Bau eines neuen Fünf-Sterne-Luxushotels in  Sougia , am Standort „Epano Vothonas“, im Gemeindegebiet Ost-Selinos der Gemeinde Kantanos-Selinos erteilt. Bauherr ist die Firma  Kleinakis Ioannis & Co. S.A.

Die Entscheidung betrifft einen großen Touristenkomplex mit 291 Betten, Untergeschossen, zentralen Einrichtungen, mehreren Schwimmbädern sowie die Legalisierung und Nutzungsänderung bestehender zweistöckiger Gebäude.

Sougia im Südwesten Kretas.

Die betreffende Studie enthält tatsächlich Vorkehrungen, um sicherzustellen, dass die Investition mit der natürlichen Umwelt im Einklang steht. Unter anderem heißt es darin:

„Die Komposition ermöglicht fließende und natürliche Übergänge zwischen öffentlichen und privaten Bereichen, während der Besucher zu den Unterkünften aufsteigt, die an den höchsten Punkten der Landschaft errichtet wurden. Die Unterkünfte sind in einer amphitheatralischen Anordnung aus ein- und zweigeschossigen geometrischen Baukörpern organisiert, die sich harmonisch in das natürliche Relief einfügen und dem bestehenden Hang angepasst sind.“

 

Der architektonische Entwurf basiert auf einem tiefen Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Respekt vor der Umwelt. Der Ansatz zielt auf die organische Integration der Gebäude in die Landschaft ab und bewahrt die ursprüngliche Morphologie des Geländes durch gezielte Renaturierungsmaßnahmen. Eine zentrale Rolle spielt die strategische Bepflanzung mit ausschließlich einheimischen, trockenheitsresistenten Arten, die nur minimal bewässert werden müssen und die Biodiversität des Gebiets fördern. Die Gebäude sind so positioniert, dass sie mit dem natürlichen Relief harmonieren, anstatt mit ihm zu konkurrieren. Quelle: Kriti360.gr.


Mehr Luxus?: Ein neues 5 Sterne Hotel in Palaiochora .

Platon: „Der beste Reichtum besteht darin, mit wenig leben zu wollen.“

14 Kommentare

  1. Seit Jahrzehnten komme ich immer wieder mal nach Kreta und dort war ich besonders oft in Sougia. Jetzt bin ich älter und habe mehr Zeit, daher war ich letztes Jahr 2 x auf Kreta und jedesmal auch einige Tage in Sougia. Man sieht nicht nur in Sougia, sondern auf der ganzen Insel, das es zum „Overtourismus“ kommt. Strände, die früher fast einsam waren, werden mit Liegestühlen bzw. Strandbetten zugepflastert und überall wird gebaut. Die Geldgier wird Kreta ruinieren. Man hätte doch den Strandtourismus im Norden lassen können und den Süden so belassen können. Und es stimmt: Mit dem neuen Flughafen wird alles noch schlimmer. Die armen Einheimischen tuen mir auch leid. Für sie wird so gut wie nichts abfallen, da es die großen Hotelfirmen sind, die die Kohle machen werden. Für dieses Jahr habe ich keine Reise mehr nach Kreta geplant und nach Sougia werde ich wohl auch nicht mehr kommen, wenn dort mit den Bauarbeiten für diesen Komplex begonnen wird.

  2. Glaubt ihr denn im Ernst, dass Radio Kreta ein Luxus Hotel in Sougia oder generell Luxus Hotels auf Kreta begrüßt.
    Versteht ihr denn gar nichts „mehr“?
    Wer seid ihr? Deutsche. Und weiter.

    Both sides now.

  3. @ Dietmar

    Kalimera Dietmar, ich liebe auch Frangokastello, Bin jetzt im November/Dezember 2025 6 Wochen in Frangokastello gewesen. Leider kommt so ein Scheiß-Ding jetzt auch bei Frangokastello hin, unterhalb vom Dorf Agios Nektarios.

    Die in den letzten 50 Jahren revolutionär optimierte Infrastruktur hat den Tourismus in Frangokatello für viele zur Haupteinnahmequelle gemacht, und nicht der Anbau von Oliven sondern der Neubau von „Luxury Villas“ und Hotels steht auf dem Investitionsprogramm.

    Der Bau der seit längerem geplanten Anlage unterhalb von Agios Nektarios hat nun Fahrt aufgenommen. War ursprünglich die Rede von 8 Einheiten mit je individuellem Meerwasser-Pool, ist man nun bei 33, ebenfalls jede mit eigener pisina, und zwar befüllt mit Süßwasser aus den Reserven der Küstenebene (kambos) von Frangokastello, dass einst angebohrt wurden, um die Landwirtschaft zu ermöglichen. Allerdings müssten die Hotelgäste ja auch bis zu 100m laufen um den natürlichen Meeresstrand zu erreichen…

    Über kurz oder lang wird dadurch nicht mehr ausreichend Wasser für die Landwirtschaft in Frangokastello zur Verfügung stehen, wie es in Ostkreta bereits der Fall ist. Die touristischen Einrichtungen arbeiten nur wenige Monate im Sommer, befüllen aber jeden einzelnen Pool mit einer Menge Wasser, mit dem 100 Olivenbäume in dieser Zeit locker über die Runden kämen.

    Auch in Falassarna gibt es eine Genehmigung für ein 4-Sterne-Hotel (100 Betten), natürlich mit 12 Swimmingpools. Das die Gemeinde Kissmos im Sommer 2024 den Wasser-Notstand ausgerufen hat, findet bei der Genehmigung natürlich keine Berücksichtigung.

    Bereits im August 2022 wurden Pläne für ein gigantisches 5-Sterne-Hotel mit 850 Betten in Falassarna öffentlich bekannt gegeben. Zum Glück hatten die Proteste der Bürgerinitiative Save Falássarna Erfolg. Die Gemeinde in Kissamos hat das Luxus Hotel-Projekt nicht genehmigt.

    Kreta geht leider langsam vor die Hunde…

    Kaló Chimóna (Καλό χειμώνα) – einen guten Winter, kv

  4. @ Ralf Baumeister
    Gebe dir vollkommen recht, nachdem Radio Kreta und der ominöse „Jörg“ zum zweiten Mal einen Kommentar meinerseits nicht gepostet (ZENSIERT) hat. Das war es für mich mit „Radio Kreta“ –
    und ich gehe davon aus, dass auch dieser Kommentar nicht gepostet wird! Adio, Radio Kreta!

  5. Bin in den letzten 40 Jahren immer wieder im Urlaub auf Kreta gewesen. Habe ohne Ausnahme den Süden, Westen Kretas sowie die Insel Gavdos besucht. Meine Lieblingsziele waren dabei Frangocastello, Fallassarna, Soúgia, Anopolis, Agia Roumeli und seit 5 Jahren Mirtos + Tertsa. Mit so einer Touristenhochburg wird leider eines meiner liebsten Ziele dann leider zerstört. Schade.

  6. Ich kann die von Herrn Ralf Baumeister getroffenen Aussagen nur unterstreichen.
    Meine Gattin und ich verbrachten zwischen 1996 und 2025 bereits 13 Urlaube an verschiedensten Orten auf Kreta. Wir sind seit längerer Zeit Individual-Touristen und haben dabei den Süden mit seinem sanften Tourismus samt seinen Tavernen lieben gelernt.
    Aber ja, wie überall, müssen scheinbar auch im Südwesten Kretas (Paleochora, Sougia, … ) die schönsten und ruhigsten Plätze für den 5*-Tourismus mit all seinen „Annehmlichkeiten“ herhalten und dies alles bei zunehmender Wasserknappheit.
    Einfach verantwortungslos und wie man das sonst noch bezeichnen möge!
    Radio Kreta und Herr Jörg Krüger nehmen hierbei wie aktuell mit „ENDLICH: Auch in Luxushotel in Sougia“ eine sehr zweifelhafte Rolle ein!!
    Und dies fällt mir nicht das erste Mal auf!!!

  7. Moin, wo ist denn der genaue Standort „Epano Vothonas“?

    Soúgia ist einer meiner Lieblingsorte auf Kreta und liegt im Südwesten der Insel. Im Südwesten geht es noch ruhiger zu. Kleine gemütliche Küstenorte wie Soúgia und Frangokástello, ein schönes Hinterland mit vielen ursprünglichen Dörfern. Keine Bettenburgern und AI-Tourismus. Die imposanten Levka Ori (Weiße Berge),viele schöne Strände und schöne Wandermöglichkeiten (Schluchten und Europäischer Fernwanderweg (E4)).

    Die ursprüngliche und wilde Südwestküste (Sfakiá), zwischen Paleochóra und Frangokástello ist meine Lieblingsecke. Für mich die schönste Ecke der Insel.

    Es gibt in Soúgia zwar um die 25 Unterkünfte, vom einfachen Zimmer, Studio und gehobenen Apartment, die Bettenanzahl ist aber nicht sehr hoch. Im Sommer sollte man vor buchen. Da es sich bei den Unterkünften in Soúgia eher um kleinere Objekte handelt. Große Hotels und Resort gibt es zum Glück nicht in Soúgia.

    Als Unterkunft kann ich die Arhondiko Studios (gehören zum Pelican Minimarkt) empfehlen. Ich bin im Oktober 2022 eine Woche dort gewesen.

    Nach Soúgia kommen überwiegend langjährige Stammgäste. Soúgia hat eine ganz bestimmte mega entspannte Atmosphäre.

    So schön wie Soúgia auch ist, es ist auch nur ein (künstlicher) Sommer-Ort für Touristen… Im Winter lebt kaum jemand in Soúgia. Die Einheimischen gehen dann nach Rodovani und Chaniá. In Rodovani ist auch die Schule. Der Bäcker und alle Tavernen haben im Winter geschlossen. Nur das Café Lotus hat im Winter auf.

    Soúgia bietet sich als Basis für einige schöne Ziele in der Umgebung an. Das Bergdorf Koustogérako, die Agia Irini Schlucht, das Konisches Grabmal, Archäologische Stätte Lissós, der Europäische Fernwanderweg (E4)…

    Für die Gegend um Soúgia gibt es von Discover… on Foot, aus der Reihe „Entdecke…..Zu Fuss“, das Wanderbüchlein Entdecke Paleochora & Sougia… zu Fuss.

    Als Wanderkarte empfehle ich die Topo 11.14, 1:30.000, Samaria – Sougia – Paleochora von Anavasi.

    In dem kleinen Küstenort Soúgia geht es einfach entspannt zu. Hier kann man (noch) die Seele baumeln lassen.

    Kaló Chimóna (Καλό χειμώνα) – einen guten Winter, kv

  8. Nach meinen Kommentaren zu den Migranten und der Olivenernte ganz kurz:
    Radio Kreta (Jörg) und Kreta (die ehemalige 😭 Insel der Götter) nochmals – Quo vadis?
    Wo bleibt der AUFSCHREI des Nationalheldens?
    Kreta braucht scheinbar nicht einmal einen TRUMP, um (aus)verkauft zu werden.
    ENDLICH! Macht weiter so – die Folgen in allen Bereichen werden nicht ausbleiben!
    Wahrscheinlich wird es in diesen Monsterhotelanlagen auch neue Pelzmäntelgeschäfte
    (auf KRETA!) geben – an der Nordküste wurden diese ja schon wieder geschlossen.
    Mit „Umweltschutz, Sorge um natürliche Resourcen und Erhalt südkretischer Gastfreundschaft und Traditionen“ – welche Dinge der Individualtourist schätzt – haben alle Megaprojekte an der Südküste nichts am Hut. Malle (und auch die Reaktionen der Einheimischen) lässt grüßen!

  9. Nochmals dazu: derartige Werbeartikel der Baufirmen oder ihrer Werbebüros unkommentiert zu veröffentlichen spricht Bände über die wahren Interessen von Radio-Kreta (siehe auch den vorjährigen Beitrag über das 5-Sterne Hotel in Plaäochora. Schämt Euch! Ich weiss nicht, und was für solche zusätzliche werbung bezahlt wird, aber ein Tavernenbesitzer in Sougia hat mir mal glaubhaft folgendes erklärt. ja, es werden mehr Touristen kommen, und die Tavernen hoffen, davon zu profitieren. aber erstens zeigt die Erfahrung, dass solche Ressorts alles dafür tun, ihre Gäste im eigenen Terrain zu halten (siehe private Pools, all-inclusive Verpflegung, eigene Quad- und Autovermietung), so dass die höchstens an den Strand und für ein Getränk kommen, zweitens aber den gehobenen Luxus ihres Hotels erwarten, ao dass dann am Strand in nächster Welle die Ketten-Bars und gestylten Investorenclubs auftauchen, von denen die wenigen Einheimischen null Teilhabe erwarten können. Was bleitbt ist ein austauschbarer Strandort a la Malle oder Grand Canaria. Und genau um das noch zu beschleunigen, gibt‘s ja neuen Kissamos Flughafen mit angepeilte 17 Millionen Reisenden pro Jahr (!!). Wohl dem/der, die dann nicht mehr auf Kreta leben (müssen). Es ist zwar richtig, dass letztlich wir alle, die wir als Gäste hierher kamen und begeistert waren über das Kreta und seine Bevölkerung und zuhause davon erzählt haben, dazu beigetragen haben, das es so kommt. Aber wer den Tourismus in Sougia kannte, der weiß, dass die allermeisten Besucher dort diese Entwicklung und auch diese Art von Neugästen nicht repräsentiert haben. Früher dachte ich immer, Radio-Kreta unterstützt eher diesen alternativen Tourismus, aber solche Beiträge zeigen ein völlig anderes Licht und Interesse der Betreiber: vielleicht selbst ein bisschen am neuen Reichtum teilhaben, koste es die Bevölkerung, was es wolle?

  10. Ich bin an dem Gelände vor zwei Jahren bei meiner E4 Durchquerung vorbeigewandert, und habe damals von den Einheimischen über den drohenden Koloss gehört, der die Einzigartigkeit Sougias endgültig zerstören wird, so wie vieles auf Kreta durch Geldgier zugrunde geht. Nachdem die Radio-Kreta Seite schon mehrfach anscheinend wohlwollend über solche Projekte berichtet hat, glaube ich nicht an einen satirischen Titel, was das Ganze noch trauriger macht. Ich bin in den letzten 15 Jahren jedes Jahr, auch mehrfach, auf Kreta gewesen und spreche auch genug Griechisch, um die Verzweiflung der einfachen Menschen dort über die Entwicklung ihrer Insel zu verstehen, zu der auch der massenhaft angeschürte Tourismus und das Werben dafür aus Seiten wie Radio-Kreta gehört, und meine Reaktion darauf war letztes Jahr: nicht Wiederzukommen.

  11. Endlich?? Ich verstehe die Schlagzeile nicht. Muss denn wirklich jeder Ort mit Luxusunterkünften bebaut werden? Wir haben Spogia immer sehr gemocht, aufgrund der entspannten Atmosphäre ohne großes Schickimicki.

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